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Wasser-Einlagerungen

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft © Present-Service, Zug

Der weibliche Körper lagert während der Schwangerschaft Wasser ein, das Gewebe wird nachgiebiger. Die Wassereinlagerungen gehören zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden und treten meist in den Beinen als Ödeme auf. Das Wasser in den Beinen führt bei vielen Frauen zu geschwollenen Knöcheln. Doch lassen sich die Beschwerden mit einigen Hausmitteln und Ernährungstipps lindern.

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Wie gefährlich sind die Wassereinlagerungen?

Meist nehmen die Einlagerungen in den Beinen im Lauf der Schwangerschaft langsam zu und sind abends stärker als morgens, vor allem nach langem Stehen und bei heissem Wetter. Manchmal spannen und kribbeln auch die Unterarme und Hände und die Ringe an den Fingern werden zu eng. Wassereinlagerungen gehören zu einer Schwangerschaft dazu und sind an sich, auch wenn sie stark sind, unbedenklich.

Da sie aber ein Symptom einer Gestose sein können, empfiehlt es sich, dies bei deinem Arzt oder deiner Hebamme abzuklären. Eine Gestose kann lebensbedrohlich sein und ist neben Ödemen auch mit Eiweiss im Urin und hohem Blutdruck verbunden. Das führt möglicherweise zu Schwindel, Kopfschmerzen, Augenflimmern, Ohrensausen und/oder Oberbauchschmerzen.

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Massnahmen gegen Wasser in Beinen und Füssen

Ernährung

Jahrzehntelang wurden eine salzarme Ernährung sowie Reistage empfohlen, aber wissenschaftliche Untersuchungen konnten deren Nutzen nicht nachweisen. Neuere Studien zeigen sogar, dass salzarme Kost eher schädlich sein kann. Machen Ödeme Beschwerden, können sie durch entwässernde Massnahmen verringert werden. Dies ist zwar keine Behandlung der Ursache, lindert aber die Beschwerden. Dazu ist es sinnvoll, die Ausscheidung durch die Nieren und auch den gesamten Stoffwechsel zu unterstützen.

  • Viel Flüssigkeit (zwei bis drei Liter am Tag) fördert den Stoffwechsel und die Ausscheidung.
  • Früchte und Gemüse helfen, Wassereinlagerungen auszuschwemmen, besonders Kartoffeln (mit Schale gekocht), Gurken (möglichst reife), Sellerie (vor allem roh), Spargel (nicht bei Nierenproblemen), rohe Ananas, Sauerkirschen, Liebstöckel (nicht bei Wehenbereitschaft).
  • Salze deine Speisen nach Geschmack und verwende dabei am besten Salz, das nicht nur aus Kochsalz besteht (Meersalz, Steinsalz, Himalajasalz).
  • Machen dir Ödeme Beschwerden und die Wassereinlagerungen sollen ausgeschwemmt werden, kontaktiere deinen Gynäkologen oder deine Gynäkologin. Wenn dein Arzt feststellt, dass Eiweiss über den Urin ausgeschieden wird, solltest du auf eiweissreiche Kost achten (Milchprodukte, Sojaprodukte, Eier, Fleisch, Fisch, Nüsse, Hülsenfrüchte). Vitamine, vor allem Vitamin B6, sind dann ebenfalls sehr wichtig.

Hausmittel

Vielen Frauen helfen Vollbäder bei ca. 37° C (also nicht zu heiss), eventuell mit Zusatz von Meersalz oder einer entsprechenden Badeessenz. Lasse dich in der Apotheke beraten.

  • Eine Soforthilfe gegen dicke Beine ist ein Fussbad mit Salzwasser.
  • Bei starkem Spannungsgefühl in den Beinen solltest du den venösen Rückfluss mit täglichen Wechselduschen oder Wechselbädern der Beine und anschliessender Massage von unten nach oben anregen, entweder als Trockenbürstenmassage mit einer weichen Massagebürste, einem Massagehandschuh oder als kräftige Streichmassage mit Massageöl.
  • Hilfreich ist auch ein morgendliches Vollbad mit zinnkrauthaltigem Zusatz.

Vorbeugung

  • Achte auf regelmässige Bewegung (Spazierengehen, Radfahren, Tanzen).
  • Schwimmen und ausgiebiger Aufenthalt im warmen Wasser bringen in Fluss, was sonst stauen könnte.
  • Grundsätzlich solltest du dich um einen geregelten Tagesablauf mit gesundem Ausgleich von Bewegung und Ruhe bemühen.
  • Iss abwechslungsreich und achte auf deine Gelüste, die oft auf fehlende Nährstoffe aufmerksam machen (z. B.: Schokolade auf Magnesiummangel). Vermeide ausserdem Stress und Anstrengungen, gönne dir genügend Ruhe und lege öfter mal die Beine hoch. Du kannst zur Hilfe auch Stützstrümpfe tragen (vor dem Aufstehen im Liegen anziehen, dann sackt weniger Blut in die Beine).

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