Schlaflose Nächte - Wut aufs Baby

Babys Schlaf © Jacob Lund - AdobeStock.com

Die letzten Wochen der Schwangerschaft waren anstrengend, die Geburt hat an den Nerven gezerrt und du fühlst dich grenzenlos erschöpft. Doch an nächtlichen Schlaf ist im Moment nicht zu denken. Erholung? Ein Fremdwort. Hinzu kommen Schreiattacken des Babys in der Nacht, ein Ausnahmezustand für Körper, Geist und Seele. Auch wenn du plötzlich Wut für dein Baby empfindest, brauchst du dich nicht zu schämen, das ist durchaus normal.

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Eltern im Stress mit dem Baby

Das Elternglück kann so schön sein. Ja, es kann, aber es hat auch seine anderen Seiten und das sind die, die Eltern am meisten fordern. Das Baby weint und du kannst womöglich nichts tun - du hast dein Kind gestillt oder gefüttert, die Windel wurde gewechselt und trotzdem will es einfach nicht schlafen - stattdessen weint es und du bist der Situation hilflos ausgeliefert, zumindest fühlst du dich so. Wenn du wenig Schlaf bekommst, ist dein Körper in einer Stresssituation. Und wenn dein Baby weint, schüttet dein Körper zusätzlich Adrenalin aus, was ihn noch mehr schwächt. Mitten in der Nacht stillst du dein Baby oder gibst ihm die Flasche. Anstatt, dass du danach selig ins Bett fallen könntest, ist bei deinem Nachwuchs an schlafen gar nicht erst zu denken, ein weiterer Faktor, der deinen Körper schwächt und an den Nerven zerrt.

Auch wenn du nachts stillst, kann dein Partner dir helfen. Hier findest du wertvolle Tipps, wie Väter unterstützen können. 

Die Wut aufs Baby ist normal

Wenn du in solchen Situationen Wut auf dein Kind empfindest, ist das ein normales Verhalten. Wichtig ist, dass du deine Wut auf gar keinen Fall an deinem Kind auslässt. Schüttle niemals dein Baby!

Eine gesunde Grundeinstellung kann auch schon sehr helfen - hier liest du mehr dazu.

Sei für dein Kind da und beruhige es.

Rede ruhig mit anderen Müttern und Vätern über deine Gefühle oder öffne dich einer Freundin, sie kennen solche Emotionen eventuell. Es gibt mehr Eltern, die mit solchen Gefühlen kämpfen, als du denkst. Schliesslich wurde dein Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt und deine Interessen und Bedürfnisse sind nun ganz weit nach hinten gerutscht. Babys diktieren in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt den Tagesablauf - seine Bedürfnisse stehen fortan an erster Stelle, dass da mitunter auch negative Gefühle aufkommen können, ist normal. Denn dein Körper und manchmal auch dein Geist sind in dieser Zeit in einer Ausnahmesituation.

Hilfe und Ratschläge annehmen

Wenn du massiv unter dem Schlafmangel und der ganzen Situation leidest, so vertraue dich deiner Mutter, Freundin, Mütter-/Väterberaterung oder deinem Kinderarzt an, sie werden dieses Problem verstehen und können dir Ratschläge geben. Du wirst sehen, schon kleine Tipps und Hilfestellungen können dir helfen wieder Kraft zu tanken und dir mehr Schlaf zu schenken. So sind auch deine Emotionen als Mutter (oder Vater) bald wieder im Gleichgewicht.

Schlaflose Nacht gehabt? Hier gibt's Energiekicks!

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Unter Hilfe und Rat annehmen könnte der Hinweis zur Mütter-Väterberaterin hilfreich sein.

Meier Arlette |