Schlafzyklus von Babys

Der natürliche Schlafzyklus ist von Kind zu Kind verschieden. Ganz besonders in den ersten Lebensmonaten. Doch wie viel Schlaf braucht ein Baby wirklich und wann werden die Nächte ruhiger mit einem Neugeborenen? Wie können Eltern ihre Kinder zu besseren Schlafgewohnheiten ermutigen? 

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Wie viel Schlaf benötigt ein Neugeborenes?

In den ersten Lebenswochen schläft ein Neugeborenes etwa 16 - 18 Stunden täglich, in den Monaten danach sind es immer noch rund 15 Stunden am Tag. Jedoch wird dein Baby nicht ununterbrochen schlafen, sondern nur 3 bis 4 Stunden am Stück. Dies gilt nicht nur für den Tag, sondern auch für die Nacht, denn ein Baby verbringt während des Schlafes viel Zeit in der sogenannten REM-Phase. Es handelt sich dabei um einen sehr leichten Schlaf, aus dem die Kinder schnell aufwachen können. Für dein Baby ist dies wichtig, weil es so die neuen Erlebnisse des Tages verarbeiten kann. Für dich kann dies allerdings auch einen erheblichen Schlafmangel bedeuten, denn natürlich braucht dein Baby deine Aufmerksamkeit, sobald es wach wird.

Nach etwa 6 bis 8 Wochen wird dein Kind tagsüber länger wach sein und auch in der Nacht eine längere Zeit am Stück schlafen. Es gibt auch einige Kinder, die in einem Alter von 8 Wochen schon die gesamte Nacht durchschlafen können, aber dennoch benötigt das Kind einige Monate, bis es den Schlafrhythmus gelernt hat.

So ermutigst du dein Baby zu guten Schlafgewohnheiten

In den ersten Wochen wird sich dein Baby wahrscheinlich nicht viel länger als zwei Stunden wachhalten können. Wartest du viel länger damit, es ins Bett zu bringen, wird es schnell übermüdet sein und es wird ihm so schwerer fallen, einzuschlafen. Daher musst du besonders in den ersten Wochen lernen, die Zeichen deines Babys zu deuten, wenn es müde ist. Reibt sich dein Kind die Augen, fummelt es mit den Händen am Ohr, fängt es aus jedem kleinsten Anlass an zu weinen, wird es still und leise und verliert zunehmend das Interesse an seiner Umgebung und auch den Spielsachen, ist es höchste Zeit fürs Bett. Schon bald wird sich bei dir eine Art sechster Sinn für den Schlafrhythmus deines Kindes einstellen und du wirst instinktiv wissen, wann Zeit für ein Schläfchen ist.

Versuche deinem Kind den Unterschied zwischen Tag und Nacht beizubringen. Ist dein Baby etwa zwei Wochen alt, kannst du damit beginnen. Ist es am Tag munter, wechsle beim Aufwachen die Kleidung. So signalisierst du, dass ein neuer Tag begonnen hat. Spiele so viel mit deinem Kind wie möglich und sprich oft mit ihm, auch beim Stillen oder Füttern. Lass viel Licht in der Wohnung an und nickt es beim Essen ein, wecke es so sanft wie möglich. Abends hingegen solltest du still sein, wenn du dein Baby stillst und das Licht gedämpft halten. Ziehe ihm einen Schlafanzug an. So signalisierst du, dass bald Zeit fürs Bett ist.

Kinder brauchen die Chance, alleine zu schlafen

Dein Baby muss erst lernen, alleine einzuschlafen. Lege es deshalb auch mal ins Bettchen, wenn es müde aber trotz dessen noch wach ist und versuche, deine Hilfe beim Einschlafen Schritt für Schritt zu reduzieren. Lass aber dein Baby bitte nicht einfach schreien, denn dies kann schnell dazu führen, dass es das Urvertrauen zu dir verliert. Schliesslich kann ein Baby noch nicht verstehen, warum du nicht in seiner Nähe bist.

Wiegst du dein Kind jedesmal in den Schlaf oder trägst es so lange umher, bis es eingeschlafen ist, erwartet dein Kind dieses Ritual natürlich auch weiterhin. Daher solltest du schwer einzuhaltende Rituale von vornherein vermeiden.

Wenn du einen festen Schlafrhythmus einführen willst, ist es ab einem Alter von etwa drei Monaten hilfreich, wenn du jeden Abend ein bestimmtes Ritual einhältst und vollziehst. Durch diese feste Struktur fühlt sich dein Kind geborgen und kann ruhiger einschlafen.

Viele Eltern ziehen das Familienbett vor, hier muss jeder selber herausfinden, was für die ganze Familie stimmt.

Schlafprobleme in den ersten Monaten

Viele Eltern machen sich besonders in den ersten Wochen Gedanken um ihr Baby und auch die grosse Veränderung Steckt nicht jede Mutter oder jeder Vater so einfach weg. Dennoch solltest du immer bedenken, dass jedes Kind beim Schlafen anders ist und auch erst mal einen eigenen Schlafrhythmus finden muss. Geh das ganze also etwas lockerer an und sei nicht gleich allzu enttäuscht, wenn dein Kind sich nicht gleich vollkommen an deine Rituale gewöhnen möchte. Mit viel Geduld wird garantiert auch aus deinem Sprössling ein gesundes Kind mit besten Schlafgewohnheiten.

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