Nüsse: Gesunde Kraftspender © Viktor Kochetkov - AdobeStock.com

Gesunde Nüsse: Warum sie so wertvoll sind

Nüsse werden in unserer Ernährung oft unterschätzt und in erster Linie mit einem hohen Fettgehalt verbunden. Vernachlässigt wird jedoch ihr Gehalt an wertvollen Nahrungsfasern, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen (Schutzstoffen). Ein besonderes Plus ist ihr Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Vor allem Baumnüsse und Haselnüsse liefern reichlich alpha-Linolensäure, einer Omega-3-Fettsäure mit gesundheitsfördernden Eigenschaften. Nüsse gehören zu einem ausgewogenen Speiseplan dazu – bestenfalls auch auf den Speiseplan von Kindern. Abgesehen davon schmecken sie lecker und lassen sich vielseitig einsetzen.

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Sind Nüsse auch für Kleinkinder geeignet?

An ganzen, unzerkleinerten Nüsse könnten Kleinkinder sich verschlucken und ersticken. Daher sind ganze Nüsse in den ersten fünf Lebensjahren noch tabu. Dennoch muss nicht auf Nüsse verzichtet werden. Als Mus oder in gemahlener Form können Nüsse wunderbar im Speiseplan integriert werden.

Manche Eltern haben Bedenken gegenüber Nüssen wegen möglicher Allergien. Die frühere Empfehlung, potenziell allergieauslösende Lebensmittel im ersten Lebensjahr zu meiden, gilt aber als überholt. Inzwischen weiss man, dass das Meiden bestimmter Lebensmittel nicht vor Allergien schützt. Im Gegenteil: Eine vielfältige Ernährung im ersten Lebensjahr scheint den besten Schutz vor Allergien zu bieten. Und somit spricht auch nichts gegen Nüsse im Beikost-Alter. Um mögliche Unverträglichkeiten leicht erkennen zu erkennen, empfiehlt es sich, neue Lebensmittel in der Beikost (egal ob Nüsse, Gemüse oder andere Lebensmittel) im Abstand von wenigen Tagen einzuführen.

Nussig, lecker und gut

Für Kinder über fünf Jahre sind Nüsse als Fingerfood und als Snack in der Znünibox ideal. Für Kleinkinder sind Nussmus, gemahlende Nüsse, Nussmehl und Nussöl geeignete Alternativen.

  • Nussmus in verschiedenen Variationen: Als Mus sind Nüsse der ideale Begleiter im Beikost- und Kleinkindesalter. Ein Teelöffel Haselnussmus, Mandelmus oder einem Mischmus aus verschiedenen Nüsse zum Essen können der Mahlzeit das gewisse Etwas verleihen. Auch als tolle Alternative für den herkömmlichen Brotaufstrich lässt sich Nussmus wunderbar verwenden.
  • Gemahlene Nüsse: In dieser Form können Nüsse das Frühstücksmüesli ergänzen, den Kuchen aufwerten oder als Topping für den Joghurt-Früchte-Becher beim Znüni oder Zvieri herhalten.
  • Nussmehl: Als Nuss- oder Mandelmehl lassen sich Nüsse in Brot- und Kuchenteige einarbeiten. Die Backwaren liefern so zusätzliche Nahrungsfasern und hochwertige Fette für die Kleinen.
  • Nussöle: Baumnüsse, Haselnüsse und Mandeln findet man im Handel auch als Pflanzenöle. Zum Hocherhitzen eignen sie sich nicht, können aber nach dem Kochen den Speisen beigegeben werden, z. B. zu Brei, Suppen oder Gemüse.

 

Autor: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

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