Gesunde Ernährung für die ganze Familie © JenkoAtaman - AdobeStock.com

Gesunde Ernährung: Ausgewogen und genussvoll!

Für die gesunde Entwicklung eines Kindes spielt die Ernährung in den ersten Lebensjahren sowie die Tischkultur eine wichtige Rolle: Eine entspannte Atmosphäre am Tisch fördert das Wohlbefinden und den Genuss beim Essen. Neben einer ausreichenden Energie- und Nährstoffzufuhr sollen Kinder auch Lust und Freude am Essen haben. Lade deine Kinder zum Probieren ein und wecke diese Lust und Freude durch ein abwechslungsreiches und vielfältiges Angebot am Familientisch!

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Mit diesen Informationen und Tipps kannst du deinem Kind dazu verhelfen, gesund und ausgewogen zu essen – mit Spass und Freude!

Erweiterter Horizont durch Abwechslung

Eine gesunde Ernährung basiert auf den Prinzipien „Ausgewogenheit“ und „Abwechslung“. Ausgewogenheit bedeutet, dass die verschiedenen Lebensmittel in einem bestimmten Verhältnis zueinander verzehrt werden. Hierbei dient als Orientierung: Reichlich ungesüsste Getränke und pflanzliche Lebensmittel. Du solltest verhältnismässig weniger tierische Lebensmittel und nur sparsam Zucker, Süssigkeiten, salzige und fettreiche Snacks anbieten. Versuche deinem Kind also eine abwechslungsreiche Auswahl an Nahrungsmitteln zu bieten – täglich Früchte, Gemüse, Vollkornprodukte, Milchprodukte, Nüsse sowie regelmässig Hülsenfrüchte, Eier, Tofu, Fisch oder Fleisch. Fett- und zuckerreiche Lebensmittel können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, wenn sie ab und zu und in kleinen Mengen genossen werden.

Abwechslung bedeutet, von allen Lebensmittelgruppen zu essen und auch innerhalb der Lebensmittelgruppen auf Vielfalt zu achten. So solltest du nicht nur darauf achten, dass dein Kind Obst und Gemüse isst, sondern auch, dass du zwischen verschiedenen Sorten und Farben variierst. Denn jede Sorte enthält andere wertvolle Inhaltsstoffe. Auch bei der Zubereitung kannst du variieren, z. B. roh, gekocht, gebraten.

Regelmässigkeit gibt Struktur

Regelmässige Haupt – sowie Zwischenmahlzeiten liefern gleichmässig Energie. Somit förderst du die Leistungsfähigkeit und die Konzentration deines Kindes. Die Anzahl der Mahlzeiten kann je nach Familie und Kultur variieren. Wichtig ist, dass ihr in der Familie euren Rhythmus findet und berücksichtigt. Mit dieser Regelmässigkeit gibst du eine Struktur vor und kannst dazu beitragen, ständiges Essen zu vermeiden. Ständiges Essen hat nämlich den Nachteil, dass kein richtiges Hungergefühl entsteht und dein Kind die Signale des Körpers bezüglich Hunger und Sättigung nicht kennenlernt.

Gemeinsam sind wir stark

Bei gemeinsamen Mahlzeiten lernen Kinder mit der Zeit alles, was sie für ein gutes Essverhalten brauchen. Ganz einfach, indem sie dich beobachten, dich als Vorbild nehmen und nachahmen. Esst möglichst häufig als Familie zusammen, denn gemeinsame Mahlzeiten und eine angenehme Essatmosphäre tragen zum Genuss bei. Kinder helfen gerne mit z. B. beim Einkaufen, beim Gemüse waschen oder Pizza belegen. Es erfüllt sie mit Stolz, wenn sie selbständig eine Aufgabe übernehmen dürfen. Gleichzeitig werden Speisen, bei den Kinder mithelfen durften, besser akzeptiert. Nehmt euch Zeit für das Essen und geniesst es ohne Ablenkung wie Handy oder Fernsehen, denn so schmeckt es am besten.

Mit Fantasie

Nicht immer sind Kinder die besten Esser oder akzeptieren ein neues Lebensmittel von Anfang an. Dies ist normal. Es braucht Zeit bis sich ein Kind an einen neuen Geschmack gewöhnt. Ebenfalls ist die Vorliebe für den süssen Geschmack angeboren und die Ablehnung von unbekannten Lebensmitteln und Speisen wird vor allem im Kleinkindesalter beobachtet. In dieser Phase der Entwicklung ist also deine Kreativität gefragt!

Kombiniere das unbekannte Lebensmittel mit einem vertrauten Lebensmittel oder versuche verschiedene Zubereitungsarten in kindgerechter Form. Das hilft dem Kind, ein neues Lebensmittel besser zu akzeptieren. Du kannst das Lebensmittel beispielweise roh oder gekocht, in mundgerechte Stücke geschnitten oder in Form eines Gesichtes, eines Autos oder einer Blume anbieten. Sei geduldig und zwing dein Kind nicht, Lebensmittel zu essen, die es ablehnt. Biete dieses Lebensmittel einfach ein anderes Mal wieder an und ermuntere dein Kind zum Probieren.

Es ist auch sinnvoll, deinem Kind erst eine kleine Portion zu geben und erst nachzuschöpfen, wenn es noch Hunger hat. Häufig erhalten Kinder ein Lob, wenn sie viel gegessen haben. Dies kann jedoch Kinder verleiten, viel zu essen, um den Eltern oder Bezugspersonen zu gefallen. Dadurch kann das angeborene Gefühl für Hunger und Sättigung gestört werden. Dagegen ist es immer ein Lob wert, wenn das Kind beispielsweise selbstständig mit Messer und Gabel isst.


Autor: Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE

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