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Steckdosen Gefahr für Baby

Steckdosen - eine Gefahr fürs Baby © Africa Studio / AdobeStock.com

Steckdosen üben einen Reiz auf das Baby aus. Strom ist unsichtbar, gerade das macht ihn gefährlich. Die Folgen eines Stromschlags werden jedoch von vielen Eltern unterschätzt. Um einen Elektrounfall mit schwerwiegenden Folgen zu vermeiden, ist es ratsam, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen an Stromkabeln, Elektrogeräten und Steckdosen zu treffen.

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Kabel und Steckdosen befinden sich auf Augenhöhe mit dem Kleinkind und verfügen über eine magische Anziehungskraft. Ungesicherte Steckdosen besitzen kleine Öffnungen, in welche sich wiederum andere Gegenstände stecken lassen. Passt das Fingerchen rein, lässt sich der Schalter umklappen, das Stromkabel gar bewegen? So erkundet das Kleinkind seine Umgebung, kommt es jedoch direkt mit dem Strom in Kontakt, wird sein Körper zum Leiter. Das kann zu Verbrennungen führen und sogar lebensgefährlich werden. Besonders tückisch sind Unfälle, wenn Strom in Verbindung mit Wasser steht.

Mögliche Folgen und Symptome

Die Folgen eines Stromunfalls sind abhängig von der Stärke und der Dauer der Stromeinwirkung. Ein Stromschlag kann beim Kind Krampfgefühle in der Brust oder Angstzustände hervorrufen, zu Schwitzen und Unruhe führen sowie Atemnot bewirken. Wirken grössere Stromstärken, kann es auf der Haut an den Aus- und Eintrittsstellen Verbrennungen geben. Die Muskeln verkrampfen sich, das Kleine kann sich nicht von der Stromquelle lösen. Fliesst Elektrizität durch das Herz, kann es zu Kammerflimmern und Herzrhythmusstörungen kommen, auch noch Stunden nach dem Unfall. Wenn der Strom auf das Gehirn wirkt, löst dies Krämpfe sowie Bewusstlosigkeit aus und kann zu Atemstillstand führen.

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Unfallmassnahmen beim Stromschlag

Unterbrich zuerst den Stromkreis, das gelingt dir am besten, wenn du die Hauptsicherung ausschaltest. Kommst du dort nicht schnell ran, entferne dein Kind von der Stromquelle. Berühre es nicht direkt, sondern benutze einen Gegenstand, der isoliert, wie etwa einen Stuhl, Gürtel oder einen Besenstiel. Ausserdem darfst du nicht auf leitendem Material stehen. Ist das Kind nicht bei Bewusstsein aber atmet, bring es in eine stabile Seitenlage. Atmet es nicht, leite lebensrettende Massnahmen ein und rufe den Rettungsdienst. Verbrennungen behandelst du am besten mit einem sterilen Verband. Zeigt das Baby keine Schäden, so bring es nach einem Elektrounfall immer zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Risiko minimieren

Alte und defekte Elektrogeräte, abgenutzte Stecker und Kabel gehören nicht in Reichweite von Baby und Kleinkind. Verstecke sie hinter Sockelleisten oder Kabelschienen. Steckdosen sollten immer mit einem Kinderschutz ausgestattet sein, vorteilhaft sind abschliessbare Systeme. Die Steckdosen-Kindersicherung wird in die Steckdose geklebt, gedreht oder geschraubt und gibt die Öffnungen nur dann frei, wenn man die Kindersicherung mit einem Stecker zur Seite dreht. So können die Kleinen nicht ihre Finger oder spitze Gegenstände in die Steckdose stecken.

Verteilerstecker müssen ebenfalls gesichert werden, neue Modelle haben diesen Schutz bereits integriert. FI-Schutzschalter erkennen, wenn ein Mensch in Kontakt mit Strom kommt. Sie werden bereits in vielen neuen Gebäuden verbaut und lassen sich für bestehende Wohnungen nachrüsten.

Viele Kinder lieben das Baden in der Badewanne. Föhne die Haare niemals im Wasser! Auch solltest du deine Haare nicht neben der Badewanne trocknen, während jemand am Baden ist. Denn wenn elektrische Geräte in die Nähe von Wasser geraten, kann es zu tödlichen Unfällen kommen! Ziehe den Föhn nach der Nutzung immer aus der Steckdose und bewahre ihn in einem für Kinder unerreichbaren Schrank auf. Lässt man den Föhn am Lavabo hängen, ist die Gefahr, dass sie damit spielen, zu gross. 

Nimm dir die obigen Tipps zu Herzen. Mit wenig Aufwand lassen sich ausreichend Vorkehrungen treffen, um einen Stromschlag zu verhindern. Klicke hier für weitere Tipps wie du die Wohnung für dein Baby sicherer machen kannst.

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