32. Schwangerschaftswoche © Sebastian Kaulitzki - adobe.stocks.com

32. Schwangerschaftswoche (32. SSW) - dein Baby, dein Bauch

Mit Beginn der 32. Schwangerschaftswoche näherst du dich mit riesigen Schritten dem 9. Schwangerschaftsmonat. Vermutlich bist du mittlerweile häufig müde und ruhebedürftig. Da dein Baby auf die Harnblase drückt, sind nächtliche Toilettengänge keine Seltenheit. All diese Begleiterscheinungen zeigen deutlich - deine Schwangerschaft neigt sich dem Ende entgegen und schon bald wirst du dein Baby im Arm halten.

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Wie entwickelt sich dein Baby in der 32. SSW?

In der 32. Schwangerschaftswoche ist dein Baby ungefähr 43 cm gross und ca. 1'700 Gramm schwer, also in etwa wie ein kräftiger Kopf Grünkohl. Es legt eifrig an Gewicht zu, wohingegen die Menge an Fruchtwasser kontinuierlich zurückgeht. In der 32. SSW ist ca. noch ein Liter Fruchtwasser in der Gebärmutter. Nach wie vor übt das Baby im Wasser "atmen", was zu häufigem Schluckauf führt. Diesen wirst du in der 32. Schwangerschaftswoche deutlich zu spüren bekommen, wenn dein Bauch immer wieder rhythmisch zuckt.

Da das kleine Leben im Bauch mit fortschreitender Schwangerschaft immer weniger Platz hat, wirst du seine Bewegungen vermehrt unangenehm spüren. Liegen die Füsse oben, tritt es häufig direkt ins Zwerchfell, was zu Atemnot führt. Aber keine Sorge. Noch kann dein Baby die Position wechseln und die Lage entspannt sich wieder.

Auch in der 32. SSW produziert dein Baby noch nicht ausreichend Surfactant, was das Verkleben der Lungenbläschen verhindert. Dennoch wachsen die Kinder, die ab jetzt zur Welt kommen, in der Regel ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen auf. Die Frühchen können bei guter intensivmedizinischer Betreuung auch ausserhalb des Mutterleibes überleben. Echte Wehen oder doch nur Übungswehen? Hier erfährst du mehr dazu.

Was passiert mit deinem Körper in der 32. SSW?

Dein Körper wird in den verbleibenden Wochen noch einmal kräftig an Gewicht zulegen. Dieses kommt jetzt tatsächlich vorrangig von deinem Baby, das sich eine Speckschicht zulegt. Etwaige Schwangerschaftsbeschwerden werden dich bis zur Geburt begleiten. Vergiss nicht: Auch wenn die Entwicklung deines Babys weitgehend abgeschlossen ist, vollbringt dein Körper auch in der 32. Schwangerschaftswoche nach wie vor Höchstleistungen. Gönn dir deshalb Ruhepausen, geh langsam spazieren, massiere deinen Bauch und lass es dir soweit wie möglich gut gehen.

Manche Schwangere leiden zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft unter dem Karpaltunnelsyndrom. Spürst auch du ein Kribbeln in den Fingern oder fühlen sich diese taub an? Hast du Schmerzen beim Greifen oder im Handgelenk? Vor allem auch nachts? Das liegt daran, dass der Handwurzelkanal durch Wassereinlagerungen stark angeschwollen ist. Sprich mit deiner Ärztin / deinem Arzt darüber. Oftmals hilft eine Schiene, damit die Handgelenke geschont werden. Manche Schwangere empfehlen auch Akupunktur.

So langsam kannst du damit beginnen, deine Kliniktasche zu packen: Das gehört in die Kliniktasche! Überlege genau, was du während der Geburt und in den Tagen danach bei dir haben möchtest. Bequeme Kleidung ist nach wie vor von Vorteil. Auch wenn du dein Baby in den Armen hältst, dauert es, bis sich die Gebärmutter und dein Bauch zurückgebildet haben. Für dein Neugeborenes benötigst du nicht mehr als ein paar Windeln in der kleinsten Grösse, 1-2 Bodys sowie Strampler und ein kleines Mützchen. In der Regel wird in den Kliniken Kleidung für die Neuankömmlinge bereitgestellt und du brauchst nur Kleidung für den Nachhauseweg.

Überlege dir auch, was du bei der Geburt dabeihaben möchtest und mach dir eine Liste für die Dinge, die du frisch zubereiten musst wenn es losgeht. Viele Schwangere möchten während der Geburt nichts essen, freuen sich aber über kleine Erfrischungen in Form von kleingeschnittenem Obst oder auch Eiswürfel aus Fruchtsaft, die sich in einer Thermoskanne transportieren lassen. Häufig kannst du auch eine CD mit deiner Lieblingsmusik mitbringen.

Interessantes für den Vater:

Bekommt ein Paar ein Kind, geht dies immer auch mit finanziellen Einschränkungen einher. Was kostet ein Kind? Bereits ein Säugling schlägt mit monatlich ungefähr CHF 300 bis CHF 400 zu Buche, später kommen mit Krippenplatz, Schulfahrten, diversen Hobbys und allerlei mehr noch zahlreiche weitere Ausgaben hinzu. Dazu kommt, dass ein Elternteil zeitweise ganz aus dem Arbeitsleben aussteigt und später häufig nicht in Vollzeit zurückkehrt.

Dies hat Auswirkungen auf die Altersvorsorge. Um hier vorzubeugen, gibt es zum Beispiel steuerliche Sparmöglichkeiten vom Staat, wie die 3. Säule. Auch ein Einkauf in die Pensionskasse könnte attraktiv für euch sein. Hier findest du allerlei Informationen darüber, wie ihr euch vor finanziellen Einbussen im Alter schützen könnt.

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