Wehen in der Schwangerschaft

Ein wichtiges Thema für Schwangere: Es gibt verschiedene Arten von Wehen. Wenn du die richtige Atemtechnik lernst, lassen sich Wehenschmerzen lindern.

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Es gibt verschiedene Arten von Wehen. Neben den Frühwehen treten Schwangerschaftswehen, Senkwehen, wilde Wehen, Eröffnungswehen, Austreibungswehen, Presswehen sowie Nach- und Stillwehen auf. Wie fühlen sich diese verschiedenen Wehen an und was muss ich dazu wissen? Wo lerne ich die richtige Atemtechnik, damit sich die Wehenschmerzen lindern lassen? In diesem Artikel findest du die Infos dazu.

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Was sind Wehen?

Die Gebärmutter ist ein Muskel, den du nicht bewusst steuern kannst. Bei Wehen zieht er sich zusammen, um das ungeborene Kind in die richtige Position zu schieben und die Geburt voranzubringen. Dieser Vorgang kann unangenehm und schmerzhaft sein. Wehenschmerzen vor Beendigung der 37. Schwangerschaftswoche (Frühwehen) können zu Frühgeburten führen und sind daher sehr ernst zu nehmen!

Wilde Wehen

Im letzten Schwangerschaftsdrittel treten wilde Wehen auf. Bei diesem wechselhaften Zusammenziehen und Entspannen der Gebärmuttermuskulatur probt der Körper für den Ernstfall. Nicht selten werden wilde Wehen als unangenehm empfunden, sie sind in den wenigsten Fällen jedoch schmerzhaft. Diese Form der Wehen kommt höchstens dreimal pro Stunde vor, sie halten maximal 30 Sekunden an.

Vorwehen und Senkwehen

In den letzten Tagen der Schwangerschaft spürst du vermehrt sogenannte Vorwehen und schliesslich Senkwehen. Senkwehen, welche ab der 36. Schwangerschaftswoche auftreten, können sehr unangenehm sein und über Stunden andauern. Nicht selten werden sie für einsetzende Geburtswehen gehalten. Je näher der Geburtstermin rückt, desto häufiger können sie auftreten und desto heftiger sind sie meist auch. Die in den Geburtsvorbereitungskursen gelernten Atemtechniken lindern deine Schmerzen hier bereits.

Schwanger, Wehenschmerzen und Atmung

Mit der richtigen Atemtechnik kannst du die Wehenschmerzen lindern. Bei allen Atemtechniken wird der Fokus auf das Ausatmen gelegt, du atmest quasi in den Schmerz hinein. Mit der Atmung dehnst du den Bauch dort, wo du die Wehen spürst. Dadurch entspannst du dich und dein Muttermund öffnet sich. Die verschiedenen Atemtechniken, die je nach Schwangerschaftsstadium von Experten empfohlen werden, lernst du in Geburtsvorbereitungskursen und solltest diese mehrmals am Tag eigenständig üben. Zusätzlich bietet es sich an, Entspannungsübungen in deinen Tagesablauf zu integrieren.

Einfache Atemtechnik

Atme durch die Nase ein und durch den Mund aus und achte darauf, dass deine Atmung gleichmässig ist. Mache zwischen dem Ein- und Ausatmen eine kurze Pause. Das Ausatmen sollte etwa die dreifache Zeit des Einatmens in Anspruch nehmen. Beim Ausatmen kannst du ein langgezogenes "Oh" oder "Ah" von dir geben, um deine Anspannung abzubauen. Hilfreich ist die Unterstützung eines Geburtspartners, der dich an der Hand hält und mit dir gemeinsam atmet.

Schwanger zu sein und die Geburt des eigenen Kindes zu erleben, ist das grösste Wunder, das es gibt. In der Schwangerschaft treten zwar immer wieder Wehenschmerzen auf, mit der richtigen Herangehensweise wirst du diese als werdende Mutter jedoch sicherlich sehr gut meistern.

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