Massagen in der Schwangerschaft

Massagen während der Schwangerschaft sind eine wunderbare Möglichkeit viele der muskulären Beschwerden zu lindern. Ob eine Massage zu Hause von deinem Partner oder eine therapeutische von einer Fachperson: Schwangerschaftsmassagen können in dieser Zeit wahre Oase der Entspannung sein.

Anzeige

Was musst du bei Schwangerschaftsmassagen beachten?

Wenn du eine Massage während der Schwangerschaft geniessen möchtest, solltest du bis zum 4. Monat warten. Denn in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft finden die meisten Veränderungen im Körper statt. Da sind einerseits die ganzen hormonellen, andererseits die körperlichen und psychischen Veränderungen. Der Körper bildet mehr Flüssigkeiten und dein Baby muss sich gut einnisten. Aus diesem Grund ist es besser, wenn du deinem Körper diese Zeit der Veränderung lässt und einige Wochen abwartest. Danach darfst du gerne Massagen geniessen.

Massagen in der Schwangerschaft durch den Partner – was ist wichtig?

Wenn dein Partner dich zu Hause massiert, ist es wichtig, dass du bestimmst. Du entscheidest wo, wie lange oder wie viel Druck du bei der Massage verträgst und magst. Du wirst spüren, was euch beiden gut tut und wann es zu viel oder zu lange ist. Dann wird sich dein Körper automatisch melden und dies dir mitteilen.

Wenn du dabei auf dem Rücken liegst, sollte dieser ca. in einem 40 Grad Winkel liegen und deine Beine etwas hochgelagert sein.

Welche Schwangerschaftsmassagen gibt es?

Es gibt verschiedene therapeutische Schwangerschaftsmassagen, welche spezifisch auf Beschwerden eingehen. Wichtig dabei: Suche dir eine Fachperson, welche sich besonders auf die Behandlung und Massage von schwangeren Frauen spezialisiert hat, denn diese/r kann gezielt auf Beschwerden und Schmerzen eingehen.

  • Lymphdrainagen können dir besonders bei Schwellungen in den Extremitäten wie Füsse und Beine helfen.
  • Gezielte Fussreflexzonenmassagen, helfen besonders bei Unwohlsein, Übelkeit und vielen weiteren Beschwerden in dieser Zeit.

Ein besonders schönes Erlebnis sind Schwangerschaftsmassagen auf Spezialkissen, auf denen du bis zum Ender der Schwangerschaft auf dem Bauch liegen kannst. Die Wirbelsäule ist dabei völlig entlastet und während der Behandlung nimmst du das Gewicht deines Bauches gar nicht mehr wahr. Ein weiterer Vorteil dieser Lagerung ist, dass gezielt auf Schmerzen in deiner Lenden- und Nackenmuskulatur sowie Beschwerden im Becken eingegangen werden kann.

Welche Beschwerden können Schwangerschaftsmassagen lindern?

Die entspannende Wirkung der Schwangerschaftsmassage reduziert nachweislich Stresshormone im Körper. Die Entspannung und Beruhigung des Nervensystems wird auch von deinem Baby wahrgenommen - so tust du mit einer Schwangerschaftsmassage auch deinem Baby etwas Gutes.

Eine Massage während der Schwangerschaft hilft/lindert bei:

  • Muskelverspannungen im Rücken-, Nacken- und Lendenbereich
  • Gelenksschmerzen
  • Ischias-Schmerzen
  • fördert längere Tiefschlafphasen
  • lindert Schwellungen in Beinen und Fingern
  • entlastet die Gelenke
  • pflegt die Haut
  • beruhigt Körper und Seele

Ab welcher Schwangerschaftswoche muss ich vorsichtig sein?

Grundsätzlich darfst du ab dem 4. Monat bis zum Ende der Schwangerschaft Massagen geniessen. Hast du Beschwerden oder Schmerzen, solltest du zu einer Fachperson gehen. Wenn du dir unsicher bist, ob du Massagen oder Behandlungen geniessen darfst, solltest du immer deine Gynäkologin / deinen Gynäkologen darauf ansprechen, sie/er kann dir immer darüber Auskunft geben.

Gabriela Opprecht
Schwangerschafts-Masseurin
schwangerschafts-massage.ch

Tags:

Deine Bewertung:

4,5/5 (4 Stimmen)

KOMMENTARE (0)