Wochenfluss - was sollten werdende Mamas dazu wissen?

Wochenfluss - bekannt ist dieser Begriff jeder Frau, die schon einmal ein Baby bekommen hat oder es gerade bekommt. Fakt ist, dass jede Frau nach einer Entbindung den Wochenfluss hat - ob die Geburt natürlich war oder ob das Baby mittels Kaiserschnitt auf die Welt geholt wurde. Er wird auch als postnataler Ausfluss, Wochenfluss oder Lochien bezeichnet. Der Körper scheidet damit Reste der Schwangerschaft wie Gewebe, Schleim und Blut aus.

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Wie lange dauert die Blutung nach Geburt?

Der Ausfluss beginnt praktisch immer direkt nach der Geburt parallel zu den Nachwehen. Bei einer Mutter, die eine Kaiserschnittgeburt hatte, kann die Blutung nach Geburt auch zeitlich etwas verzögert eintreten, weil ein Kaiserschnitt einen starken Einschnitt in den Organismus bedeutet und der Körper diesen Schock erst verkraften muss. Generell muss die Mutter im Wochenbett mit einer Dauer des Flusses von zwei bis zu sechs Wochen rechnen. Danach reduziert sich der Ausfluss langsam und hört schliesslich komplett auf. Gerade in der Anfangsphase nach der Geburt wenn das Baby gerade angekommen ist, kann blutiger Ausfluss zwischenzeitlich aussetzen und dann wieder einsetzen. Das ist dann der Fall, wenn die Mutter im Wochenbett sich körperlich verausgabt.

Worauf sollte ich innerhalb des Wochenflusses achten?

Wichtig ist, dass eine Mutter bedenkt, dass der Wochenfluss aufgrund des Gewebes, was nach der Geburt verstärkt abgesondert wird, auch bakterienhaltiger ist und sich daraus unter bestimmten Bedingungen Infekte ergeben können. Deshalb sollte Geschlechtsverkehr nur mit Kondom geschützt stattfinden. Zudem sind Binden während dieser Zeit Tampons vorzuziehen. Schwimmen gehen sollte auf die Zeit nach dem Wochenfluss verlegt werden. Besser ist es es, während des Wochenflusses zu duschen statt zu baden.

Wann sollte ich den Frauenarzt konsultieren?

Generell ist der Wochenfluss so natürlich wie die Nachwehen und er hört auch von allein problemlos wieder auf. Immer dann, wenn die Blutung so stark ist, dass innerhalb von etwa einer Stunde eine Binde durchtränkt ist oder dass ein ständiger Fluss spürbar ist, wenn die Blutung nach einer Woche noch immer extrem intensiv ist, wenn Lochien hellrot verlaufen oder wenn sich nach dem Aussetzen nach mehr als vier Tagen im Wochenbett ein neuer starker blutiger Ausfluss wie nach der Geburt des Babys ergibt, sollte die Frau den Arzt aufsuchen. Auch wenn die Blutung nach der Geburt im Wochenbett grosse Blutgerinnsel beinhaltet, wenn sehr intensive Nachwehen bestehen oder wenn ein blutiger Ausfluss mit Fieber und Schüttelfrost auftritt, ist ein Arztbesuch ratsam. Nach der Geburt des Babys sollte die Mama auch trotz allem Stress immer wieder darauf achten, ob der Wochenfluss unangenehm riecht, das deutet nämlich auf Bakterienbefall hin.

Woran erkenne ich, dass meine Lochien bald zu Ende gehen?

In der Regel ist der Wochenfluss direkt nach der Geburt des Babys sehr intensiv, nimmt aber dann immer mehr ab. Dass ein Ende dieser unangenehmen Begleiterscheinung zur Geburt des Babys in Sicht ist, erkennen Mamas daran, dass der Wochenfluss seine Farbe vom hellen Rot zu einem Rosaton, dann in einen bräunlichen Farbton und am Ende in eine gelblich-weisse Färbung verändert.

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Um unangenehmen Duft zu verhindern: 3-4 Tropfen Ätherisches Lavendelöl von Farfalla auf die Binde geben. Ich fühle mich dadurch viel wohler.

Ursula |