Tipps zum Anregen von Wehen

Anregen von Wehen © mninni - adobe.stocks.com

Manchmal benötigen Babys einen kleinen Schubs, um das Licht der Welt zu erblicken. Während einige Tage länger im Bauch der Mama dem Baby nicht schaden, sollte die Geburt spätestens eine bis zwei Wochen nach dem errechneten Geburtstermin eingeleitet werden. Eltern müssen aber nicht gleich das Spital aufsuchen, sondern können auch zu Hause viel tun, um den Nachwuchs auf die Welt zu locken.

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Wann darf man Wehen auslösen?

Als sei eine Schwangerschaft zum Ende hin nicht anstrengend genug, lässt die Geburt manchmal auf sich warten. Dies ist in der Regel kein Grund zur Sorge, mehr als 40 Prozent aller Babys werden nach dem errechneten Geburtstermin geboren. Trotzdem sollte man das Wehen auslösen zu Hause nur dann ausführen, wenn man sich als Mutter fit fühlt, das Baby richtig liegt und man wirklich über 40 Wochen schwanger ist.

Wehen fördern mit Hausmitteln

Zum Wehen anregen in der Schwangerschaft sind Massnahmen wie Massagen oder Spaziergänge gut geeignet - alles, was Bewegung in den Uterus bringt.

Ätherische Öle wie Ingweröl oder Nelkenöl können ebenfalls Wehen auslösen, wenn sie äusserlich zur Massage angewendet werden. Der Partner kann hier gut eingebunden werden.

Apropos Partner: Auch Geschlechtsverkehr kann die Wehen anregen, genauso die Stimulation der Brustwarzen.

Auch ein Himbeerblättertee soll Wehen fördern und wirkt stimulierend auf die Muskulatur der Gebärmutter.

Viele dieser Methoden benötigen ca. 1-2 Tage, um ihre Wirkung zu zeigen.

Alternative Methoden, wie die Homöopathie, geburtsvorbereitende Akupunktur oder Reflexzonenmassage sind ebenfalls Möglichkeiten zur Geburtseinleitung.

Ausserdem gilt: Wehen sind nichts anderes als Kontraktionen, wie Frauen es oft auch von ihrer Regel kennen. Wer schwanger ist, kann sich also daran gut orientieren: Setzt meine Regel schneller ein, wenn ich ein Bad nehme oder Geschlechtsverkehr habe? Dann könnte dies auch eine gute Methode sein, um Wehen zu fördern.

Zu spät? Was der Arzt tun kann

Nach spätestens 42 Wochen Schwangerschaft wird es Zeit, die Geburt im Spital einleiten zu lassen. Schon ab der 40. Woche werden Mutter und Baby engmaschig überwacht. Ärzte werden den Eltern zum Wehen anregen Spaziergänge oder Massagen nahelegen.

Wenn alle Massnahmen nichts bringen und der Arzt es für besser hält, die Geburt zügig einzuleiten, wird er Medikamente oder andere Massnahmen verordnen, die künstlich Wehen auslösen. Dies ist z.B. nötig, wenn dein Baby nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird oder wegen eines vorzeitigen Blasensprungs Infektionsgefahr  besteht.

Die erste Massnahme unter ärztlicher Anleitung ist die Blasenöffnung. Hier wird die Fruchtblase vorsichtig aufgepiekst - dies löst eine Hormonausschüttung aus, die Wehen fördern kann. Am häufigsten werden Medikamente genutzt, darunter das Hormon Prostaglandin, welches als Zäpfchen oder Gel eingeführt wird, um den Muttermund weicher zu machen und zu öffnen. Ist der Muttermund etwas geöffnet, die Wehen aber zu schwach, kann ein weiteres Hormon mehr bewirken: Oxytocin intravenös am Tropf verabreicht.

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