Geburt im Wasser

Planen Schwangere im Rahmen der Geburtsvorbereitung eine Wassergeburt sollten sie bei der Wahl des Geburtshauses oder Krankenhauses darauf achten, dass Wassergeburten grundsätzlich angeboten werden. Die meisten Kreisssäle verfügen über Geburtswannen, doch kann es auch mal sein, dass sie besetzt sind. Versteife dich also nicht auf eine Wassergeburt. Die Möglichkeit, ein Baby im Wasser zur Welt zu bringen ist verhältnismässig neu. Wissenschaftliche Studien über die Vorteile dieser Methode gibt es daher erst wenige.

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Was sind die Voraussetzungen für eine Wassergeburt?

Damit eine Geburt im Wasser überhaupt stattfinden kann, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

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  1. Die Schwangerschaft verlief risikofrei und unkompliziert. Im Mutterpass ist das entsprechend dokumentiert.
  2. Das Baby ist geburtsreif, das heisst die 37. Schwangerschaftswoche ist vollendet.
  3. In der späten Schwangerschaft sind keine Blutungen aufgetreten.
  4. Vorerkrankungen wie Diabetes, Hepatitis und HIV sind ausgeschlossen.
  5. Während der Schwangerschaft hatte die Mutter keine schweren Infektionen.
  6. Das Baby liegt in Steisslage.
  7. Es liegt keine Mehrlingsschwangerschaft vor.

Was sind die Vorteile einer Wassergeburt?

Eine Wassergeburt verspricht werdenden Eltern kürzere Wehen, weniger Schmerzen, weniger Dammschnitte und Dammrisse unter der Geburt und grössere Bewegungsfreiheit für die werdende Mutter. Auch für das Baby soll der Übergang vom Fruchtwasser in das Badewasser angenehmer und sanfter sein.

Werden Wehen im Wasser heftiger?

In einem Kurs zur Geburtsvorbereitung wird oft der Tipp gegeben bei Wehen einen kleinen Test zu machen: Werden sie bei einem warmen Bad in der Wanne heftiger, sind es Geburtswehen. Bei einer Geburt im Wasser deuten Studien darauf hin, dass die Wehen zwar stärker, aber kürzer sind. Auch die Eröffnungsphase soll sich im Wasser verkürzen.

Frauen, die gerne baden, entspannen in warmen Wasser besser, was wiederum schmerzlindernd wirken kann.

Wo ist mein Partner bei einer Wassergeburt?

In einigen Geburtshäusern und Kliniken kann der Partner auf Wunsch mit in die grosse Geburtswanne und seiner Partnerin im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken stärken. Dies ist aber nicht überall möglich. Sollte dieser Wunsch bestehen, lohnt es sich, auf jeden Fall nachzufragen. Ist der Partner nicht direkt mit im Wasser, kann er am Wannenrand der werdenden Mutter beistehen. Geburtswannen stehen meist mitten im Raum, sodass Eltern sich auch ausserhalb der Wanne gut bewegen können.

Wo finden die Untersuchungen statt bei einer Geburt im Wasser?

Bei einer Geburt im Wasser können Untersuchungen wie zum Beispiel das CTG ebenfalls im Wasser stattfinden. Spezielle wasserfeste Geräte machen dies möglich. Es ist sinnvoll im Rahmen der Geburtsvorbereitung am Wunsch-Ort zu fragen, wie eine Geburt im Wasser von statten geht und welche Untersuchungen auch im Wasser möglich sind.


Ob Geburt im Wasser oder nicht: Kommt das Baby, kommt vieles anders als man zuvor gedacht hat. Werdende Mütter sollten daher auch offen für Alternativen sein, wenn die Wassergeburt nicht möglich ist. Manchmal merken Frauen auch erst in der Wanne, dass es nicht das Richtige ist. Sei mutig und höre auf dein Bauchgefühl.

 

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