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Ratgeber für Alleinerziehende

Tipps für Einelternfamilien © bokan - AdobeStock.com

Fast jede sechste Familie in der Schweiz ist eine Einelternfamilie. Es ist nicht leicht, den Alltag zu bewältigen, ohne einen Partner zu haben. Doch es gibt Hilfe und Unterstützung für Alleinerziehende, Eltern und ihre Kinder.

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Hilfe und Unterstützung annehmen

Alleinerziehende müssen viele Situationen meistern. Doch sie sind nicht allein und können sich Hilfe holen. So gibt es die Organisationen, die Unterstützung für Alleinerziehende bieten und dabei helfen, den Alltag zu meistern:

Schweizerischer Verband für alleinerziehende Mütter und Väter
Arche für Familien/Stiftung Mütterhilfe
Caritas
Schweizer Hilfe für Mütter und Kinder
Pro familia
Elternnotruf
singlemitkind

Kinder vor Armut und Konflikten schützen

Wichtig ist, das Kind im ganzen Trubel vor destruktiven Konflikten zu bewahren. Es gibt zu Beginn viel zu erledigen. Der Nachwuchs darf nicht zu kurz kommen, trotz allem.

Jedes Kind hat das Recht auf eine stabile Lebensgrundlage, wie ein Dach über dem Kopf, gesundheitliche Absicherung, Verpflegung und Kleidung.

Von grosser Bedeutung ist, dass der finanzielle Unterhalt für Kinder geregelt wird. Diese sollten nicht in Armut aufwachsen, da es die Zukunft in eine negative Richtung lenken könnte. Des Weiteren leiden Kinder, wenn die Eltern Konflikte miteinander austragen. Deshalb können auch hier dir die oben genannten Organisationen eine Hilfestellung bieten. Zögere daher nicht, sie aufzusuchen.

Tipp: Verträge, die die Unterhaltsbeiträge und die Betreuung der Kinder verbindlich regeln, helfen, Missverständnissen und Konflikten vorzubeugen. So lässt sich der Alltag besser organisieren, ohne dass man sich immer neu absprechen muss.

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Was tun, wenn der Ex den Unterhalt nicht zahlt?

Falls dein Ex-Partner den Unterhalt nicht leistet, wird die finanzielle Situation eng. Die Kantone müssen jedoch einen Vorschuss bezüglich des Unterhaltes zahlen. Dazu müssen gewisse Bedingungen erfüllt sein.

Tipp: Du bekommst die Formulare und Anträge für den Vorschuss bei der Bürger- oder Gemeindeverwaltung deines Wohnortes. Hier erhältst du auch zusätzliche Informationen in Bezug auf die möglichen Verfahren.

Im Alltag Kosten sparen

Bei deiner Planung der Ausgaben sollten Alleinerziehende zur Unterstützung immer ein Betrag für Unvorhergesehenes, z.B. Auto-Reparaturrechnung, Zahnarzt, etc. beiseitegelegt werden. Prüfe auch Ansprüche für eine Prämienverbilligung der Krankenkasse.

Tipp: Die Familienzulagen müssen eigenständig beim Amt beantragt werden und können auch rückwirkend nach bis zu fünf Jahren nachgefordert werden.

Fragst du dich, wie du im Alltag Kosten sparen kannst? Dazu gibt es einige Tipps: Spartipps für Familien

Falls dein Einkommen zu gering ist, dein Leben zu finanzieren, kannst du beispielsweise im Caritas-Markt einkaufen gehen. Du erhältst von der Caritas eine Einkaufskarte beziehungsweise vom Sozialamt. Dann kaufst du zu vergünstigten Preisen ein.

Geht es um Bekleidung oder um eure Freizeitgestaltung, kannst du ebenfalls Kosten sparen, wenn du dir die Angebote von gemeinnützigen Organisationen anschaust und auswählst. So zum Beispiel die KulturLegi, die von der Caritas ins Leben gerufen wurde. Dadurch kannst du mit deinem Kind an Sport oder Kulturveranstaltungen teilnehmen.

Im Hinblick auf Bekleidung muss nicht alles neu sein. Du kannst auch an Kleiderbörsen, Flohmärkten, Tauschbörsen und in Secondhand-Geschäften einkaufen gehen, um Kosten zu sparen.

Wenn du mit grossen finanziellen Engpässen zu kämpfen hast, finden Alleinerziehende Unterstützung bei der Gemeinde, wo der Anspruch auf Sozialleistungen geprüft werden kann.

Weitere Unterstützung für Alleinerziehende bietet der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind vom Schweizerischen Katholischen Frauenbund. Er gewährt Müttern, die durch Schwangerschaft, Geburt oder Kleinkindbetreuung in Not geraten sind, eine finanzielle Unterstützung im Sinne einer Überbrückungshilfe.

Soziale Kontakte beibehalten

Achte darauf, dass du dich nicht zurückziehst und besonders auch deinem Kind regelmässig Kontakte mit anderen Kindern ermöglichst. Auch dir hilft ein offener Austausch unter Eltern, die vielleicht sogar in einer ähnlichen Situation stecken.

Achte auch auf deine Bedürfnisse!

«Heute geht’s mal nur um mich!» Letztendlich darfst du nicht vergessen, dass auch deine Bedürfnisse wichtig sind. Deshalb solltest du daran denken, auch sie zu erfüllen. Das erhöht deinen Wohlfühlfaktor und deine Zufriedenheit immens. So kommt es auch deinem Kind wiederum zugute.

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