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Mein Baby quengelt - hilfreiche Tipps und Tricks

Mein Baby quengelt © Photocreo Bednarek / AdobeStock.com

Wenn das Baby dauernd quengelt ist für Mutter und Vater guter Rat teuer. Durch Quengeln, Jammern oder Schreien Aufmerksamkeit zu erregen ist ein erlernter Mechanismus in der Entwicklung deines Babys der überlebenswichtig sein kann. Zunächst gilt es die Ursache herauszufinden, um das ausgedrückte Unwohlsein des Kleinen zu beheben. Dabei gilt es, keinesfalls die Beherrschung zu verlieren.

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Warum quengelt dein Baby?

Babys lernen schon recht früh, die Aufmerksamkeit ihrer Bezugspersonen - etwa durch das Verändern seines Tonfalls - auf sich zu lenken. Bereits mit 2-3 Monaten kann eine Mutter (und je nach Betreuungszeit auch der Vater) in der Regel Quengeln von Jammern oder Wimmern unterscheiden. Da dein kleiner Liebling noch nicht sprechen kann, muss er auf andere Weise sagen: Ich fühle mich unbehaglich. In diesem Alter kann er Bedürfnisse noch nicht aufschieben. Ebenso wenig wird er Quengeln als Trotzreaktion zeigen, wie es ein Kleinkind tut.

Babys warten und schreien zu lassen schwächt das Vertrauen und wird die Suche nach Nähe und Bedürfnisbefriedigung nur verstärken. Ist dein kleiner Schatz müde, hat Hunger oder Durst, hat eine volle Windel, bekommt Zähne, friert, wird krank oder ist einfach nur gelangweilt, muss er es dir auf seine Weise mitteilen, um eine Wiederherstellung des Wohlbefindens zu erreichen.

Negative Gefühle

Tritt das Quengeln häufiger und über längere Intervalle auf, ist es nicht mehr nur der Führsorgereflex, welcher bei Eltern geweckt wird. Bereits die schrillere Tonlage, wenn Baby etwas möchte, kann Reaktionen vom genervt sein bis zu aggressiven Gefühlen hervorrufen. Leider versteht der Säugling die Erklärungen der Eltern noch nicht. Gerade jetzt gilt es, ruhig zu reagieren, um das eigene Unbehagen nicht auf das Kind zu übertragen.

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Was kannst du tun?

Zunächst gilt es, die Quengelursache zu ergründen. Vielleicht ist es ein verlorener Nuggi (Schnuller), der Eindruck von zu vielen Reizen oder es ist bald Mittagsschlafzeit. Am besten du legst dir gedanklich eine kleine Checkliste zurecht. Wenn du keinen Auslöser finden solltest, kannst du dir selbst eine Quengelpause verschaffen, indem du das Baby beispielsweise mit Spielsachen oder Fingerspielen ablenkst. Jetzt kannst du tief durchatmen und dir ins Bewusstsein rufen, dass das Kleine dir etwas sagen möchte. Schimpfen oder Drohgebärden würden nur Angst und ein Vertrauensverlust auslösen. Zeige deinem Kind, dass es seine Gefühle äussern darf. Vielleicht ist mit dem Spielen bereits der Wunsch nach Zuwendung erfüllt.

Quengeln von Weinen und Schreien unterscheiden

Babylaute geben auch eine Dringlichkeit an. Langeweile oder kleineres Unwohlsein beginnen zumeist mit Quengellauten, bevor sie in Geschrei enden. Gellendes Aufschreien hingegen signalisiert Schmerzen, wie sie beispielsweise Koliken auslösen. Dein Kind braucht nun sofort deine Hilfe. Wenn verzweifeltes Weinen zu schrillem Schreien wird, verbergen sich nicht selten schmerzhafte Krankheiten dahinter. Diesbezüglich ist quengeln - wenn auch lang anhaltend - harmlos. Im Zweifelsfall solltest du den Rat eines Kinderarztes, einer Mütterberaterin oder einer Hebamme suchen.

Finde hier einen Auszug von typischen Kinderkrankheiten und Tipps, wie du diese erkennen kannst.

Tipps für Dauerquengler

  • Szenenwechsel
  • Betreuung auch mal einem anderen Familienmitglied oder Freunden überlassen
  • Spaziergang mit dem Baby unternehmen
  • Autofahrt (vielleicht mit Musik) machen
  • Singen, spielen, aus dem Fenster gucken

Eine kleine Auszeit oder Pause für Vater und Mutter kann sehr wichtig sein, um wieder geduldiger an die Sache heranzugehen und Freude an der Entwicklung des Kindes zu behalten. Ausgeglichenheit überträgt sich auf das Baby.

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