Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom)

Das Ausbleiben einer Schwangerschaft ist nicht das erste Anzeichen des polyzystischen Ovarialsyndrom (Kurz: PCOS). Betroffene klagen über einen unregelmässigen Zyklus, unreine Haut und starke Körperbehaarung. Doch erst, wenn der Wunsch nach einem Baby unerfüllt bleibt, liefern diese Symptome den entscheidenden Hinweis auf die Ursache. Doch keine Sorge: Das PCO-Syndrom kann gut behandelt werden.

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Was ist das PCO-Syndrom? Welche Symptome sind typisch?

Die Diagnose für diese Hormonstörung kann der behandelnde Arzt dann stellen, wenn zwei der folgenden Symptome bei einer Patientin auftreten:

  • Die Periode bleibt ganz aus oder die Abstände zwischen den Blutungen werden grösser (unregelmässiger und langer Zyklus)
  • Männliche Sexualhormone sind im Blut der Frau in zu grossen Mengen nachweisbar. Auch Merkmale wie starke Körperbehaarung weisen auf ein "zu viel" an männlichen Hormonen hin
  • Viele kleine Zysten bilden sich in den Eierstöcken der Betroffenen, sogenannte polyzystische Ovarien

Das Syndrom kann die Ursache dafür sein, wenn es mit dem schwanger werden nicht klappt.

Viele Betroffene suchen ihren Frauenarzt auf, weil ihr Zyklus immer unregelmässiger wird oder die Regelblutung ganz ausbleibt.

Wie häufig kommt das polyzystische Ovarialsyndrom vor?

Erhalten Frauen mit Kinderwunsch die Diagnose PCOS, ist das häufig niederschmetternd. Jedoch ist die Störung, die die Ursache für ein Ausbleiben der ersehnten Schwangerschaft sein kann, keine Seltenheit: Nahezu jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter ist betroffen.

Wie entsteht das PCOS?

Wie das PCO-Syndrom genau entsteht, ist noch nicht abschliessend geklärt. Rund die Hälfte der betroffenen Frauen leiden an Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und/oder haben Übergewicht. Das Stoffwechselhormon Insulin scheint eine entscheidende Rolle bei allen drei Krankheitsbildern zu spielen. Auffällig ist, dass sich PCOS und Diabetes mit denselben Mitteln bekämpfen lassen: Reduzieren übergewichtige Betroffene ihr Gewicht bis zum Normalgewicht, stabilisiert sich die Diabetes und zeitgleich auch der Zyklus der Betroffenen. Bist du nicht übergewichtig, gibt es weitere Möglichkeiten, deinen Zyklus zu stabilisieren, seien dies homöopathische Möglichkeiten oder eine Hormonbehandlung. Deine Gynäkologin wird dich gerne beraten.

Was kann ich selber gegen das PCO-Syndrom tun?

Bist du übergewichtig, kannst du eine Reduktion deines Körpergewichtes anstreben. Unabhängig von einer PCO-Diagnose wirst du merken, dass dir ein "weniger" an Kilos nicht nur eine grössere Chance auf ein Baby einräumt, sondern zudem deine Lebensqualität steigt. Evtl. kann dir auch eine Ernährungsberaterin oder ein/e Naturheilarzt/ärztin Unterstützung bieten.  

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