Verstopfung, Verdauungsprobleme

Leidet dein Kleinkind unter dünnem Stuhl oder unter Verstopfung trotz ausgewogener Ernährung und Bauchmassagen? Ein harter Bauch, meist in Verbindung mit lautem Weinen und mangelnder Freude an der Bewegung, sind Anzeichen für Verdauungsprobleme. Sehr schmerzhafte und übelriechende Blähungen treten häufig durch die Umstellung von Milch auf feste Nahrung auf.

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Ursachen für Blähungen und Verstopfung beim Kleinkind

Die ersten Verdauungsprobleme treten auf, wenn du das Baby von der Muttermilch auf Pre-Nahrung umstellst. Doch wenn die gefürchteten Dreimonats-Koliken überstanden sind und sich dein Kind bester Gesundheit erfreut, folgt kurz darauf die nächste Veränderung in der Ernährung. Ab dem 1. Lebensjahr sitzt das Kleinkind mit am Tisch und isst das, was du gekocht hast. Du solltest unbedingt kindgerecht kochen, was heisst, dass du auf stark gewürztes Essen verzichten und die Speisen mild zubereiten musst. Bedenke immer, dass sich der Darm beim Kleinkind erst noch ausbildet und gelegentlicher Durchfall, Blähungen oder Verstopfung kein Grund zur Sorge sein müssen. 

Hilfe bei Blähungen und Bauchkrämpfe

Leidet dein Kind unter Bauchkrämpfchen und Blähungen, leidest du automatisch mit. Wichtig ist, dass du darauf achtest, wie der Speiseplan deines Kindes aussieht - mach dir dazu Notizen. Fällt dir zum Beispiel auf, dass dein Kleinkind auf den Obstbrei oder bestimmte Nahrungsmittel mit Durchfall, Verstopfung und/oder Bauchschmerzen reagiert, so solltest du diese Nahrung weglassen. Der Grund für einen lang anhaltenden Durchfall oder eine konstante Verstopfung solltest du von deinem Kinderarzt abklären lassen.  

Bei Durchfall sind Lebensmittel hilfreich, die stopfen. Zum Beispiel geriebene Äpfel, Haferschleim, Bananen und Karotten/Rüebli. Äussern sich die Verdauungsprobleme durch Verstopfung, solltest du viel zu Trinken geben, ausserdem ist eine Ballaststoffreiche Nahrung sehr wichtig, also Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Volkorn. 

Verdauungsprobleme nicht immer Anzeichen mangelnder Gesundheit

Wenn ein Kleinkind einmal Durchfall oder Blähungen hat, muss es nicht krank sein. Regulieren sich die Verdauungsprobleme innerhalb von 24 Stunden, lag die vorübergehende Disharmonie meist an der Ernährung. Besucht dein Kind eine Krippe, sollte die Erzieherin über eventuelle Verdauungsprobleme in Kenntnis gesetzt und darüber informiert werden, welche Lebensmittel das Kind nicht verträgt. Häufiger Durchfall oder Verstopfung können dazu führen, dass ein Kleinkind regelrechte Angst vor dem Stuhlgang entwickelt und sich das "gross machen" so lange verkneift, bis der Bauch schmerzt und in Folge Blähungen auftreten.

Ein hilfreicher Tipp bezieht sich auf das regelmässige Windeln wechseln. Nicht nur, um die Gesundheit der Haut zu erhalten und Entzündungen am Po vorzubeugen, sondern auch um Angst vor dem Stuhlgang zu vermeiden, sollte eine volle Windel umgehend gewechselt werden. Bei Kleinkindern entwickelt sich sonst ein Automatismus, mit dem der Stuhlgang unterdrückt wird.

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