Leichter Lesen lernen

Unsere Kinder lernen ganz anders, als es die meisten Wissenschaftler noch vor wenigen Jahren behauptet haben: Die Wissensvermittlung in der Schule ist hierbei nur ein Baustein, der unsere Kinder auf das Leben vorbereitet. Das Vorlesen und die korrekte Aussprache der Wörter spielt hierbei eine bedeutende Rolle: Sowohl in der Sprachvermittlung als auch beim Rechnen und Lesen lernen.

Lernen von Beginn an

Bereits Säuglinge können sensationell gut denken und das, obwohl sie zu Beginn ihres Lebens sehr hilfsbedürftig sind und jede Menge Zuwendung, Liebe, Wärme und Pflege brauchen. Ihr gutes Denkvermögen begründet sich darin, dass die Bildung der Nervenzellen im Gehirn bei der Geburt abgeschlossen ist. Bereits in der Schwangerschaft nehmen Kinder Informationen und Geräusche auf und verarbeiten sie. Das Gehirn von Kindern steht von Beginn an als stabiles Netzwerk zur Verfügung, das über neue Erfahrungen immer wieder Neues lernen will. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Grundstein für späteres Lesen und Schreiben bereits im ersten Lebensjahr gelegt wird.

Nicht zu ehrgeizig sein

Für gute Leser ist es entscheidend, dass sie das Wort, den Sinn und den Inhalt verstehen. Können Kinder bereits gut sprechen, entwickeln sie ein Leseverständnis: Wie werden einzelne Laute und Buchstaben miteinander verbunden? Wie klingt das Wort? In der Grundschule werden daher unterschiedliche Lesetechniken vermittelt und eingeübt. Eltern sind gut beraten mit Leseübungen zu warten, bis diese Lesetechniken in der Schule eingeübt wurden. Denn ist ein Muster erstmal falsch erlernt, steigt der Frust beim Kind und die Lust auf das Lesen verschwindet. Kinder sollten nicht zum Unterricht zuhause gezwungen werden. Besser ist es, immer wieder zum Spiel aufzufordern.

Lesen lernen fördern

In der frühkindlichen Erziehung können Eltern ihren Nachwuchs spielerisch auf das Lesen lernen in der Schule vorbereiten. Die Förderung der Sprachentwicklung kann mit einigen Tipps das spätere Lesen lernen positiv beeinflussen:

  • Mit ungefähr fünf Jahren sollte ein Kind klare Sätze formulieren können. Auch die Aussprache einzelner Wörter sollte klar und deutlich sein. Spielerisch können Eltern ihre Kinder korrigieren und sie beim Vorlesen einladen, ihren Wortschatz zu erweitern. Mutter und Vater sollten hierbei ebenfalls auf korrekte und deutliche Aussprache achten.

  • Puzzlespiele und Malen befähigen ein Kind spielerisch, auf Unterschiede zu achten und Details zu erkennen. Diese Fähigkeit ist wichtig, um später auch das geschriebene Wort zu erfassen und lesen zu können. Altersgerechte Puzzlespiele gibt es bereits für Kinder ab einem Jahr. Später können Bezugspersonen dann Regeln einführen, wenn ein Puzzlespiel gespielt oder ein Bild gemalt wird.

  • Sprechlaute und Geräusche können ebenfalls spielerisch erlernt werden. Hierzu zählen: Schrittgeräusche, Tierlaute, Klopfen, Kratzen und andere rhythmische Laute, die entstehen, wenn eine Person mit einem Gegenstand hantiert.

  • Gesänge und Reime bringen nicht nur jede Menge Spass, sondern auch einen guten Grundstein für späteres Lesen. Kinder lernen so spielerisch, sich zu konzentrieren sowie neue Wörter und deren Bedeutung. Auch das Vorlesen von Geschichten fördert den Bezug zum geschriebenen Wort und ist wichtig für die Eltern-Kind-Bindung.

Lesen Lernen ist nicht nur Aufgabe der Wissensvermittlung in der Schule. Damit dieser komplexe Prozess spielerisch gelingen kann, ist der direkte Kontakt zwischen Kindern, dem geschriebenen Wort und den wichtigsten Bezugspersonen von Beginn an wichtig. Es bietet sich an, das Vorlesen und Spiel ganz selbstverständlich in den normalen Alltag zu integrieren.

Fortschritte erzielen beim Lesen lernen

Wenn das Kind in der Schule ist, kannst du es beim gemeinsamen Lesen unterstützen. Im Videoclip von LernAvanti findest du Anregungen, wie dein Kind rasch Fortschritte beim Lesen machen kann:

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