So wirst du und dein Kind zum Guerilla-Gärtner

Oft ist der Gang durch die Stadt ernüchternd. Der Frühling hat zwar schon längst begonnen, aber wohin man auch sieht, gibt es nur wenig Blühendes, an dem du und deine Kinder euch erfreuen könnt. Noch dazu lieben Kinder das Gärtnern und verbringen ihre Zeit gerne im Freien. Nehmt die Verschönerung eurer Umwelt in die Hand und beginnt auf eigene Faust zu pflanzen.

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Was ist Guerilla-Gardening?

Das Prinzip von Guerilla-Gardening ist ganz einfach. Unbepflanzte Stadtflächen werden Privatpersonen mit Blumen verschönert. Hinterhöfe, ein leer stehendes Fabrikgelände oder Steinmauern kannst du gemeinsam mit deinem Kind verschönern. Allerdings ist es ratsam, einige Tipps zu beachten, damit dein Vorhaben von Erfolg gekrönt wird.

Werde Guerilla-Gärtner mit diesen 10 Tipps

Tipp 1: Mit wenig Aufwand zum Erfolg
Pflanze gemeinsam mit deinen Kindern Blumen und andere Pflanzen, die mehrjährig sind und ohne euer Zutun auch im nächsten Jahr wachsen. Dazu gehören unter anderem sogenannte Frühlingsblüher, wie Schneeglöckchen oder Narzissen.

Tipp 2: Wo soll gepflanzt werden?
Löwenzahn mitten in der Stadt wird als Unkraut angesehen. Ein Krokuss hingegen verschönert das Stadtbild, während er auf einem verlassenen Fabrikgelände eher verloren aussieht. Hier passen Löwenzahn und Gänseblümchen viel besser. Wähle gemeinsam mit deinen Kindern Pflanzen, die zur Umgebung passen.

Tipp 3: Wähle die richtige Pflanze
Aus dem Standort, der bepflanzt werden soll, ergibt sich die Wahl der Pflanze. Die Beschaffenheit des Bodens und die Qualität des Standorts müssen zu ihr passen. Achte ausserdem auch darauf, nur einheimische Pflanzen zu verwenden, um dem heimischen Ökosystem nicht zu schaden.

Tipp 4: Boden lesen!
Pflanzen, die bereits an der Stelle wachsen, die ihr bepflanzen wollt, geben Rückschlüsse darüber, wie der Boden beschaffen ist. Wähle nach dieser Erkenntnis die Pflanzen aus, deren Anforderungen zum Boden passen.

Tipp 5: Samen sammeln
Saatgut kann ziemlich teuer werden. Da bietet es sich an, Freunde und Bekannte nach übrig gebliebenen Samen und Blumenzwiebeln zu fragen. Ausserdem kannst du einen kleinen Eltern-Kind-Ausflug zu Gärtnereien unternehmen und beispielsweise nach verblühten Narzissenzwiebeln fragen.

Tipp 6: Samenbomben selber machen
Samenbomben eignen sich nicht nur perfekt dafür, um Saatgut unauffällig in der Stadt zu verteilen. Vermischt einfach normale Erde mit Tonerde und Samen. Mit etwas beigefügtem Wasser entsteht eine formbare Masse, die zu Kugeln in Walnussgrösse geknetet wird. Die Samenbombe wird aushärten und kann vor dem nächsten Regenschauer auf die gewählte Fläche geworfen werden.

Tipp 7: Rasenmähern ein Schnippchen schlagen
Die besten Flächen für Guerilla-Gärtner sind jene, die erst später im Jahr gemäht werden, damit die Blumenpracht gut wachsen kann.

Tipp 8: Pflanzen vorziehen
Ziehe die Pflanzen auf der Fensterbank vor und setze sie in die Natur, wenn sie etwas grösser sind. Mit diesem Wachstumsvorsprung bleiben beispielsweise Frühlingsblüher eher vor Rasenmähern verschont.

Tipp 9: Lass die Blüten sprechen
Dieser Tipp bezieht sich besonders auf Eltern, die mit seltsamen Blicken beäugt werden, wenn sie mit ihren Kindern losziehen, um die Welt mit Blumen zu verschönern. Verliere dich nicht in Erklärungen, denn am Ende sind es die schönen Blumen selbst, die die Herzen der Nachbarschaft gewinnen werden.

Tipp 10: Habt Spass
Beim Guerilla-Gardening steht der Spass an erster Stelle. Lass dich nicht unterkriegen, wenn die Blumen nicht gleich blühen oder etwas schiefgeht. Geniesse mit deiner Familie die Natur und die Zeit, die ihr gemeinsam verbringt.

Guerilla-Gardening braucht nicht viel und ist eine super Unternehmung für die ganze Familie. Warte nicht lange und geh gemeinsam mit deinen Kindern auf Gärtnertour, um die Natur zu geniessen und Zeit gemeinsam zu verbringen.

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