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1.-5. Schwangerschaftswoche (1.-5. SSW) - dein Baby, dein Bauch

1.-5.Schwangerschaftswoche © SciePro / AdobeStock.com

Eine Schwangerschaft ist immer ein aufregendes Erlebnis - sowohl für die Frau, als auch für den Mann. Hier erfährst du alles, was du über die Entwicklung deines Babys in den ersten fünf Schwangerschaftswochen wissen musst.

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Wie entwickelt sich dein Baby in den ersten fünf Schwangerschaftswochen?

In der 1. Schwangerschaftswoche bist du noch gar nicht schwanger – denn rein rechnerisch beginnt deine Schwangerschaft am ersten Tag nach deiner letzten Regelblutung, das heisst wenn eine neue Eizelle zu wachsen beginnt. Dies geschieht jeden Monat von Neuem. «Richtig» beginnt die Schwangerschaft erst am Ende der 2. SSW - nämlich in dem Moment, in dem das reife Ei auf dem Weg vom Eileiter in die Gebärmutter befruchtet wird. Nur kurze Zeit nach diesem Vorgang, etwa zwei Tage später, beginnt nun die Zellteilung. Dein Baby beginnt von jetzt an zu wachsen! Auch steht ab diesem Punkt bereits fest, ob du einen Jungen oder ein Mädchen zur Welt bringen wirst. Die eigentliche Schwangerschaft, in der dein Baby mit seiner Entwicklung beginnt, startet somit ab der 3. SSW.

Ab der 4. SSW wird es so richtig spannend. Nun ist es an der Zeit, dass sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnistet. Klappt dies reibungslos, so bleibt die Schwangerschaft bestehen und dein Baby wird seine Entwicklung fortsetzen. Gelingt es der Eizelle hingegen nicht, sich in die Gebärmutter einzunisten, so wird die Schwangerschaft automatisch abgebrochen und du bekommst leicht verspätet deine Periode - meist ahnst du hier noch nicht einmal, dass du überhaupt schwanger warst. Die 4. SSW ist also eine sehr entscheidende Woche für deine Schwangerschaft.

In der 5. SSW kannst du dir deine bestimmt schon vermutete Schwangerschaft mit einem Schwangerschaftstest zu Hause bestätigen. Darfst du dich über einen positiven Schwangerschaftstest freuen, meldest du dich am besten in den nächsten Tagen bei deinem Gynäkologen für den ersten Termin. Falls du nicht bereits vor der Schwangerschaft begonnen hast, Folsäure einzunehmen, wird er dir dies spätestens jetzt verschreiben.

Der Embryo in deinem Bauch ist nun ca. 2 mm gross - das entspricht in etwa der Grösse des Kerns einer Orange.

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Was geschieht eigentlich vor der Befruchtung?

Bereits vor der Befruchtung kommt es zu einem sehr wichtigen Schritt: Der Chromosomenteilung. In der Ei- und der Samenzelle werden die jeweiligen Chromosomenpärchen getrennt. Somit enthalten sowohl die Eizelle, als auch jede Samenzelle nun 23 von den insgesamt 46 Chromosomen. Unter diesen Chromosomen befindet sich bereits das Geschlechtschromosom. Kommt es dann zur Befruchtung, verschmelzen Ei- und Samenzelle miteinander, sodass auch die 46 Chromosomen wieder komplettiert werden. Ein Teil jedes Chromosomenpärchens stammt somit vom Vater, während der andere Teil von der Mutter stammt.

Leider kommt es nicht selten zu Fehlern bei der Chromosomentrennung. Gelingt bspw. die Trennung eines Chromosomenpärchens nicht richtig, so kann bspw. eine Trisomie 21 entstehen. In anderen Fällen ist eine weitere Entwicklung nicht mehr möglich, da es durch die überschüssigen Chromosomen zur fehlerhaften Entwicklung von Embryo und/oder Plazenta kommt - hier ist eine Fehlgeburt die Folge.

Was passiert in den ersten fünf Schwangerschaftswochen mit deinem Körper?

In diesem frühen Stadium kommt es bei vielen Frauen bereits zu ersten Symptomen, die jedoch leicht fehlinterpretiert werden können. Bereits ab der 4. SSW (also noch bevor du einen aussagekräftigen Schwangerschaftstest machen kannst), kann es vorkommen, dass du schneller erschöpft bist als sonst und im Alltag allgemein von einer durchgehenden Müdigkeit begleitet wirst. Sicher wirst du feststellen, dass deine Periode nun ausbleibt. Allerdings kann es 7-12 Tage nach der Befruchtung, also drei bis vier Wochen nach der letzten Monatsblutung, zur sogenannten Nidationsblutung kommen. Diese entsteht beim Einnisten der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut, wenn dabei Blutgefässe verletzt werden. Sie wird manchmal mit einer leichten Periodenblutung verwechselt. Meist sind es aber nur wenige Tropfen und auch nur über 1-2 Tage. Es kann jedoch sein, dass du dennoch ein leichtes Ziehen im Unterleib verspürst. Durch die hormonelle Umstellung kann es ausserdem sein, dass du recht starke Gefühlsschwankungen durchlebst. Auch die typische Übelkeit kann bereits in diesem Stadium schon einsetzen. Die meisten Frauen, die eines oder mehrere dieser Symptome bemerken, besorgen sich nun einen Schwangerschaftstest in der Apotheke, um sich Klarheit zu verschaffen.

In der 5. SSW stellt sich nun der Körper komplett auf das Baby ein. So besteht bereits in dieser frühen Phase die Nabelschnur zwischen Mutter und Kind, sodass der Embryo ausreichend versorgt werden kann. Zudem wird dein Körper nun anfangen, verstärkt Progesteron zu bilden. Bei Progesteron handelt es sich um ein Hormon, das deinen Stoffwechsel verlangsamt. Auf diese Weise kann dein Baby mit mehr Nährstoffen versorgt werden. Die 5. SSW ist also die Woche, in denen es zu wesentlichen Veränderungen in deinem Körper kommt.

Interessantes für den Vater:

Natürlich ist die Nachricht, dass deine Frau schwanger ist, auch für dich als werdender Vater unbeschreiblich. Du wirst vielleicht Glücksgefühle verspüren wie niemals zuvor – aber auch Ängste und Unsicherheiten über die neue Lebenssituation sind ganz normal. Achte nun besonders auf die Bedürfnisse deiner Frau und unterstütze sie, wo immer es dir möglich ist. Nimm ihr die Stimmungsschwankungen, die ab der 4. SSW auftreten können, nicht übel. Wichtig ist auch, dass du deiner Frau zuhörst und ihre Empfindungen ernst nimmst. Gleichzeitig sollst aber auch du deine eigenen Fragen und Ängste mit deiner Frau besprechen.

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