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Gesunde Hautpflege für Kinder

Kinderhaut richtig pflegen: Tipps © WavebreakMediaMicro - AdobeStock.com

Wird auf eine gesunde Pflege der Kinderhaut geachtet, kann dies präventiv Hautproblemen vorbeugen. Doch welche Pflege braucht die Haut von Kindern?

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Hautprobleme entstehen oft im Zusammenhang mit Allergien. Ist ein Elternteil oder gar beide Allergiker, hat dein Kind ein erhöhtes Risiko, ebenfalls an Allergien zu erkranken.

Kinderhaut funktioniert anders als die Haut Erwachsener

Die Haut von Kindern ist viel dünner als die Haut von Erwachsenen. Die Schutzfunktion der Kinderhaut ist noch nicht vollständig ausgeprägt, denn der natürliche Säureschutzmantel muss sich erst entwickeln. Deshalb reagiert Kinderhaut empfindlicher auf äussere Einflüsse und bedarf besonderer Pflege und Schutz.

Sonnenschutz für die empfindliche Kinderhaut

Baby- und Kinderhaut reagiert empfindlich auf UV-Strahlung. Ein guter und wirkungsvoller Sonnenschutz ist bei Babys und Kindern unverzichtbar – zu jeder Jahreszeit!

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Auf Inhaltsstoffe bei Pflegeprodukten achten

Wichtig ist, dass die Hautpflege auf die Bedürfnisse deines Kindes abgestimmt und gut verträglich ist. Achte auf eine milde Reinigung der Haut. Hierbei solltest du auf Lotionen zum Waschen und Pflegen achten, die den empfindlichen Säureschutzmantel nicht angreifen. Geeignete Mittel besitzen hierbei einen PH-Wert von <5 und sind frei von Duft- und Farbstoffen, Parabenen, Silikon und Konservierungsstoffen.

Nach der Reinigung sollten Eltern die Haut mit Cremes versorgen. Nach dem Duschen oder Baden, sorgt eine geeignete Salbe oder Creme für Schutz vor Austrocknung. Eine Salbe für Kinder hat hierbei einen höheren Fettgehalt als eine Creme.

So wichtig die Hautpflege auch ist: Nicht übertreiben mit übermässiger Hygiene. Das Mikrobiom nimmt dabei schaden - ein essenzieller Bestandteil der Hautbarriere. Auch Kinder mit Neurodermitis müssen nicht "steril" leben.

Tipps, eine gesunde Haut unterstützen und das Allergierisiko senken

  • Bettwäsche und Kuscheltiere regelmässig waschen
  • regelmässig Staub wischen (Hausstaubmilben)
  • im Haushalt nicht rauchen

  • Nicht zu oft, nicht zu lange und nicht zu heiss baden/duschen.
  • Vermeide Waschzusätze, die die natürliche Hautbarriere schädigen
  • Verzichte auf Pflegeprodukte, die Duft- und Farbstoffe, Parabene, Konservierungsstoffe oder Silikone enthalten.
  • Nach dem Baden oder Duschen den Körper vorsichtig abtupfen (nicht rubbeln)

Neurodermitis – eine besondere Herausforderung für Eltern

Neurodermitis zählt zu den häufigsten Erkrankungen, die Säuglinge und Kleinkinder betrifft. Schuppige, trockene, entzündete Haut führt hierbei zu starkem Juckreiz, Spannen und damit verbundenem Unwohlsein.

Eine konsequente Hautpflege minimiert die Symptome und mögliche Infektionen der wunden Haut. Rückfettende Cremes ohne Zusatzstoffe und eine penible Hygiene sind unablässig. Neurodermitis darf hierbei keineswegs mit Allergien gleichgesetzt werden. Denn eine allergische Reaktion heilt vollständig aus. Die Hauterkrankung jedoch, kehrt schubweise zurück. Daher sollten Eltern auch auf die Pflege achten und diese weiterführen, auch wenn das Kind "gesund" wirkt.

Wenn Kinder einen akuten Krankheitsschub erleiden ist vor allem rasche und konsequente Linderung der Hautentzündung notwendig. Damit wird der Juckreiz nicht nur eingedämmt, sondern es kommt auch zum Schutz vor einer Infektion, die beispielsweise dann entstehen kann, wenn gekratzt wird und Dreck und Bakterien so ungehindert eindringen können.

Für die akute Phase wird oftmals eine Cortison-Creme eingesetzt. Diese wirken schnell und lindern innerhalb weniger Stunden bis Tage. Diese sind jedoch für besonders empfindliche Bereiche wie Gesicht, Genitalien, Achseln und Leisten nicht zu empfehlen. Hier können sogenannte Calcineurin-Inhibitoren, die ebenfalls in speziellen Salben enthalten sind, geeignete Mittel.

Ist der akute Schub bei deinem Kind abgeklungen, heisst es: Weiterpflegen. Damit unterschützt du die Hautbarriere und die nächste akute Phase kann ggf. milder verlaufen oder hinausgezögert werden.

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