Vereinbarkeit von Familie und Beruf - auch für Väter

Wenn um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, wird diese in den meisten Fällen nur für Mütter gefordert. Aber ist Kindererziehung nicht längst ein Thema, das beide Eltern betrifft? Ist Zeit für die Familie, insbesondere für das Kind nicht auch für den Vater wichtig? Wie sieht es um die Belange der heutigen Väter in Sachen Vereinbarkeit aus? Brauchen sie denn nicht auch mehr Flexibilität?

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Gleichberechtigung bei der Vereinbarkeit - überflüssig oder dringend notwendig?

Es sind vor allem die Mütter, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf fordern. Das mag daran liegen, dass du als Mutter vor allem in den ersten Lebensmonaten den Grossteil für dein Kind da bist. Schliesslich liegt es schon in der Natur der Sache, dass du als Mutter es stillst. Darüber hinaus sind es zumeist auch die Frauen und Mütter, die sich mit einer Teilzeitanstellung die für sie erforderliche Flexibilität ohnehin und meist zwangsläufig selbst geschaffen haben.

Kindererziehung ist jedoch nicht nur deine Aufgabe als Mutter. Und immer mehr Väter möchten sich auch intensiver ihrer Familie und dem Kind widmen, so dass die Unternehmen gefragt sind, neue Arbeitszeitmodelle für alle Eltern zu schaffen, damit dies wirklich gelingt.

Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familien und Beruf sind vor allem Arbeitszeiten, die sich an den Bedürfnissen der Eltern wie denen des Kindes orientieren. Dabei geht es nicht alleine um die Kindererziehung, auch Besuche beim Kinderarzt oder gemeinsame Stunden beim Sport oder mit Unternehmungen sollten den Eltern, also auch dem Vater, ohne grossen Stress möglich sein.

Das Gleitzeitmodell, das eine feste Kernarbeitszeit vorsieht, ist jedoch nur ein erster Schritt, Vereinbarkeit möglich zu machen. Nicht immer bedarf es derlei starren Zeiten, in vielen Unternehmen wäre mehr Flexibilität möglich. Um diese als Eltern nutzen zu können sind allerdings auch die Betreuungseinrichtungen gefordert. Insgesamt längere Betreuungszeiten geben dir als Mutter und dem Vater die Chance, ganz individuell flexibel agieren zu können.

In Zeiten der digitalen Vernetzung ist zusehends auch die Arbeit vom Heimarbeitsplatz, dem Homeoffice, möglich. Dieses Arbeitsmodell erfordert allerdings viel Vertrauen, welches die Unternehmen oft nicht aufzubringen bereit sind.

Vater und Familie? Ein Imageproblem!

Grundsätzlich steht der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch für den Vater also nichts mehr im Wege, so sollte man meinen. Dennoch werden Väter, die sich zwar nicht gegen eine Karriere, dennoch aber für mehr Zeit mit dem Kind entscheiden, oftmals noch kritisch betrachtet. Das alte Rollenbild scheint noch sehr in den Köpfen manifestiert zu sein. Zeit also, die Skeptiker eines Besseren zu belehren. Denn Glücklich sein im Beruf wie in der Familie ist bekanntlich das beste Argument. Möchte der Vater also reduziert arbeiten, macht einander Mut und probiert, mit den Arbeitgebern eine Lösung zu finden.

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