Die Mütter- und Väterberatung unterstützt dich

Mütter-/Väterberatung © CandyBox Images - AdobeStock.com

Die Geburt eines Babys ist ein grosser und besonderer Einschnitt im Leben einer Mutter und eines Vaters. Eine Familie entsteht oder wächst, viel Neues ist zu bewältigen und die veränderte Situation zwingt dich, einige Lebensgewohnheiten zu überdenken.

Anzeige

Fragen im Alltag mit einem Baby

Die Veränderung bringt viele neue Erlebnisse und Erfahrungen besonderer Art mit sich, sie wirft auch Fragen auf und es können Unsicherheiten im Alltag mit einem Baby entstehen.

Kostenlose und fachkompetente Unterstützung erhälst du nach der Geburt von der Mütter- und Väterberatung. Du wirst von ihr oder ihm begleitet in einer Zeit, in der es einiges (mit Schlafmangel, Stress aber auch voller Glück) zu bewältigen gibt und in welcher für die Entwicklung deines Kindes die ersten Weichen gestellt werden. Die Mütter- und Väterberatung will dir den Rücken stärken für die anspruchsvolle Aufgabe als Elternteil. Du hast jemanden an deiner Seite – du kannst deine Fragen einer Fachperson stellen und bekommst Antworten, die dir bestimmt weiterhelfen.

Unterstützung für Eltern

In der Regel melden sich die Mütterberaterinnen resp. Väterberater telefonisch nach der Geburt bei der Familie. Die Adressen werden ihnen durch das Zivilstandsamt oder durch das Spital vermittelt. Zum Kernangebot der Mütter- und Väterberatung gehören:

  • Hausbesuche
  • Telefonsprechstunden
  • Beratungen in der Beratungsstelle (mit oder ohne Voranmeldung)

Das Angebot variiert von Region zu Region und kann neben dem Kernangebot Gesprächsgruppen, Kurse, Treffs und weitere Dienste umfassen.

Das Angebot ist für Mütter und Väter mit einem Baby oder Kleinkind bis zu fünf Jahren gedacht. Es richtet sich an alle Bevölkerungsschichten, unabhängig ihrer sozialen, kulturellen oder sprachlichen Herkunft und ist freiwillig, vertraulich und in der Regel kostenlos. Alle Eltern in der Stadt und auf dem Land sollen die Unterstützung in Anspruch nehmen können.

Was ist eine Mütterberaterin oder ein Väterberater HFD?

Mit HFD ist das höhere Fachdiplom der Mütter- und Väterberatung gemeint, dieses wird in einer berufsbegleitenden, zweijährigen Nachdiplomausbildung erworben. Zugelassen wird, wer über eine Grundausbildung zur Kinderkrankenschwester oder zur dipl. Pflegefachfrau/Pflegefachmann verfügt. Das Ausbildungsprogramm umfasst unter anderem Gesundheitsförderung und Prävention, Entwicklung und Erziehung des Kleinkindes, das System der Familie, Gesprächsführung und Beratung.

Eine Mütterberaterin oder Väterberater ist Spezialist/in für die körperliche, seelische und geistige Entwicklung des Säuglings und Kleinkinds, für Stillen, Ernährung, Pflege und Erziehung. Das heisst auch, sie oder er erkennt frühzeitig Entwicklungsstörungen oder kleinere und grössere Auffälligkeiten bei einem Baby oder Kleinkind und hilft dir weiter, wenn es darum geht, diese fachgerecht anzugehen. Sie/er berät in psychosozialen Fragen, unterstützt die Eltern ihre Rollen zu finden, klärt Beziehungsfragen in der Familie. Auch kennen sie die sozialen Netze und öffentlichen Angebote und können beurteilen, ob andere Fachpersonen konsultiert werden sollten. Diese Kombination von Fachwissen und Beratungskompetenz, von Kenntnissen und Erfahrung, ist zugeschnitten auf die vielschichtigen Ansprüche der heutigen Familien.

 

Weitere Informationen findest du auch direkt unter Schweizerischer Fachverband Mütter- und Väterberatung

Tags:

Deine Bewertung:

3,9/5 (11 Stimmen)

KOMMENTARE (2)



So sehr mir die Absicht hinter der Mütter- und Väterberatung zusagt, so wenig konnte ich persönlich mit der dortigen Beratung anfangen. Ich war bisher zweimal - und werde wohl eher nicht wieder hingehen, es sei denn, um unser Baby auf die Wiege zu legen. Auch zwei meiner Freundinnen mit Baby machten ähnliche Erfahrungen...

Derya |

Ich sage dir jetzt einfach «du», und weil sich hier alle per du schreiben :-) - ich hoffe, das ist okay für dich. Schade, hast du und deine Freundinnen diese Erfahrung gemacht. Grundsätzlich sind die Fachfrauen so ausgebildet und geschult, dass sie individuell auf jede Mutter, jeden Vater mit ihrem Kind, auf deren Fragen, Anliegen, Bedürfnis eingehen können. Ich würde dir empfehlen, dass du die Beraterin darauf ansprichst oder allenfalls eine andere Beratungsstelle in deiner Nähe suchst. 

Rita Bieri, Geschäftsleiterin Verband der Mütterberaterinnen |