Einfache Kinderspiele gegen die Langeweile beim Reisen

Einfache Spiele bedeuten einen Riesenspass für Kinder und vertreiben die Langeweile auf einer Reise. Stundenlanges Stillsitzen, angeschnallt im Gurt, lässt sich durch Rätsel- und Zählspiele auflockern. Die folgenden Rate- und Erzählspiele kommen grösstenteils ohne Hilfsmittel aus.

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Für die Ferien packst du am besten vorsorglich Papier und Buntstifte ein oder eine Magnetmaltafel. Sie eignen sich für Spiele mit Grundschulkindern und beanspruchen wenig Platz. Oder du hast auch schon was dabei, falls deine Kinder in den Ferien Zeichnen mögen.

8 einfache Spiele für Kinder

"Teekesselchen"

Ein "Teekesselchen" ist ein Wort mit zwei Bedeutungen. Dieses beliebte Ratespiel eignet sich für drei Personen. 

Zwei Mitspieler wählen einen Begriff mit unterschiedlichen Bedeutungen. Abwechselnd beschreibt jeder sein "Teekesselchen". "Mein Teekesselchen hat diese Farbe und ist rund." "Und mein Teekesselchen riecht gut und steht im Garten." Die dritte Person muss den gesuchten Begriff erraten. Der Vorteil: Das Frage- und Antwortspiel lässt sich schon mit einem Kind sowie Mutter und Vater durchführen. Beispielwörter:

Blatt (vom Baum, aus Papier), Hahn (Wasserhahn, Tier), Schild (Ritter tragen es, Wegweiser), Mutter (die zur Schraube gehört, ein Elternteil), Birne (glüht in der Lampe, Obst), etc.

"Kofferpacken" oder "die Reise nach Jerusalem"

"Ich reise nach Jerusalem, packe meinen Koffer und lege hinein…" So beginnt dieses Rezept gegen Langeweile. Reihum legt jeder Mitspieler in seinen Koffer alles das hinein, was die Mitspieler vorher aufgezählt haben. Dann fügt er etwas Neues hinzu. Der Nächste in der Runde muss die Reihenfolge richtig aufzählen und seinerseits einen neuen Gegenstand anfügen. Wer einen Fehler macht, scheidet aus, so dass am Ende ein Sieger übrig bleibt. Ein fröhliches Spiel, bei dem die Familie viel lacht.

"Wörterschlange"

Die Wörterschlange ist ein Zeitvertreib und dein Kind erweitert seinen Wortschatz. Es werden Doppelbegriffe gebildet und in der Runde verändert. Der Erste beginnt mit einem Doppelwort wie "Sofadecke". Der nächste bildet mit der zweiten Worthälfte einen neuen Begriff, beispielsweise "Deckenlampe". Anschliessend könnte "Lampenschirm", danach "Schirmständer" folgen. Die Begriff-Suche vertreibt der Familie die Langeweile und regt die Fantasie an.

"Geschichten erfinden"

Kinder lieben es, Geschichten zu erzählen. Besonderen Spass bereitet die Erzählung, wenn nacheinander jedes Mitglied der Familie einen neuen Satz bildet. Schreibt dann noch ein Schulkind die Geschichte mit, dann kann es das kuriose Machwerk anschliessend vorlesen und alle lachen kräftig darüber.

"Stadt, Land, Fluss"

Dieses Spiel eignet sich gut für Zug- oder Schifffahrten. Jeder Mitspieler benötigt Papier und Stift. In die Rubriken einer Tabelle, beispielsweise Stadt, Land, Fluss, Name, Beruf, Tier, werden Begriffe eingetragen. Der erste Mitspieler sagt laut "A" und zählt still im Alphabet weiter, bis der zweite in der Runde "Stopp" sagt. Ist der Erste beispielsweise bei "L" angelangt, tragen alle möglichst schnell dazu Begriffe in die Tabelle, wie Luzern, Luxemburg, Lahn, Lina, Lehrer, Libelle. Pro korrektes Wort gibt es z.B. 10 Punkte.

"Menschen oder Tiere erraten"

Jemand merkt sich ein Tier oder eine allen Mitspielern bekannte Person. Alle dürfen nun reihum Fragen zur Person/Tier stellen, die nur mit "ja" oder "nein" beantwortet werden dürfen. z.B. Personenraten: Wohnt die Person in unserem Quartier? Geht sie mit dir zur Schule? oder Tierraten: Kann das Tier fliegen? Hat es vier Beine?

"Hit-Liste Fahrzeuge"

Es wird abgemacht, was im Verkehr gesucht werden soll: z.B. Automarke, eine Autofarbe oder ein bestimmtes Transportmittel. Jeder entscheidet sich z.B. für eine bestimmte Automarke, von jener er denkt, dass ihr am meisten überholt werdet oder vorbeifährt. Welcher Tipp gewinnt?

 

Wörter-Geschichten-Salat

Für dieses Spiel braucht ihr ein A4-Blatt. Nehmt die breite Seite nach oben und faltet das Blatt fünf Mal. Dann hat jeder ein Blatt mit sechs Spalten. In die erste Spalte kommt ein Titel oder ein Verwandtschaftsgrad, z.B. "Doktor, Onkel, Bruder, Schwester", in die zweite Kolonne wird ein Name notiert, z.B. "Peter, Meier, Lieselotte". IN die drite Spalte kommt eine Tätigkeit, z.B. "trinkt, springt, schreit". In die vierte Kolonne kommt ein Verhältniswort, z.B. "unter, oberhalb von, auf, unter" und in die fünfte Spalte kommt "die, das, den, dem, ein, eine, einen, einem". 

In die letzte Kolonne wird noch ein Hauptwort notiert, z.B. "Tisch, Badewanne, Auto". Der erste Spieler schreibt in die erste Spalte z.B. "Schwester" und knickt den Zettel nach hinten, so dass der Nächste nicht sieht, was er geschrieben hat. Der Nächste schreibt "Peter", knickt den Zettel wieder nach hinten und gibt ihn weiter. So geht es immer weiter, bis alle sechs Spalten voll sind. Der Letzte rollt den Zettel auf und liest laut vor, was für ein Satz dort steht. Oft kommen ganz witzige Geschichten dabei heraus.

Sorge mit einfachen Spielen für lustige Unterhaltung und das Quengeln hat ein Ende. Oft können Spiele auch abgeändert werden, so dass auch kleinere Kinder mitmachen können. Wenn du Spielpausen einlegst, vermeidest du, dass dein Kind plötzlich müde wird und „überdreht“.

Wenn die Reiseübelkeit ein Thema - erfahre hier ein paar Tipps, was du dagegen tun kannst...

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