Papi allein unter Supermamis?

Als Mann ein bis zwei Wochen Vollzeitvater sein - das kann jeder! Aber was, wenn Papa die Rolle des Haupterziehers und Hausmannes dauerhaft übernehmen will oder muss? Wie organisiert man sich als Teilzeit-Papi? Wie macht man es der Frau am besten recht und mit welchen Vorurteilen muss man umgehen können? In den folgenden Zeilen erfährst du, wie Väter (und Mütter) für diesen ganz individuellen Weg besser einstehen können.

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Wenn Mama arbeiten geht und Papa zu Hause bleibt

Die Möglichkeiten, als Vater Zuhause zu bleiben um die hauptsächliche Kindererziehung zu übernehmen oder Teilzeit-Vater zu sein, sind besser geworden. Schon länger gelten Karrierefrauen und Hausmänner nicht mehr als "unangemessen" oder "komisch". Die Akzeptanz steigt weiter, doch leider sind die Möglichkeiten für Teilzeitjobs für Väter in vielen Unternehmen noch nicht akzeptiert und die Löhne nicht gleichberechtigt. Viele Männer haben mit Vorurteilen zu kämpfen und sie hinterfragen sich, ob sie mit einem Voll – oder Teilzeitpensum noch als ganzer Mann und als genügend leistungsfähig angesehen werden.

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Laut dem Bundesamt für Statistik arbeiten zwei Drittel der Mütter Teilzeit, sie generieren aber nur 24 Prozent des Haushaltseinkommens. Wenn der Vater sein Pensum reduziert, gefährdet er evt. seine Karrierechancen, bleibt aber meist trotzdem der Hauptverdiener.

Im Hinblick auf die Kindererziehung wünschen sich noch immer viele Familien eine klassische Rollenverteilung. Für zahlreiche Mütter ist undenkbar, dass der Partner die anfallenden Hausarbeiten auch nur annähernd so gut erledigen kann, wie sie selbst es tun können. Dies führt nicht selten dazu, dass sich der Vater in seiner Vaterrolle nicht ernst genommen fühlt.

Voraussetzungen für deinen Erfolg als Vollzeit- oder Teilzeitvater

Die wichtigste Voraussetzung gilt grundsätzlich für alle Entscheidungen, die in deiner Beziehung gefällt werden: Sie sind gemeinsam zu treffen! Sprecht euch offen und klar ab, wer welche Aufgaben übernimmt und welche Regeln in der Familie gelten sollen, so dass es für alle stimmt. Gleichzeitig muss beiderseits das Vertrauen in die Arbeit des anderen sowie Toleranz vorhanden sein. Jeder macht es etwas anders – aber bestimmt jeder auf seine Weise gut!

Wenn du noch vor der Entscheidung stehst, dein Arbeitspensum zu reduzieren, frage dich, wie viel dir dein Job eigentlich bedeutet. Kannst du diese innere Zufriedenheit durch deine Tätigkeiten als Hausmann ersetzen? Reduzierst du dadurch deine Karrieremöglichkeiten? Wie sieht es budgetmässig mit der neuen Rollenverteilung aus? 

Dein Job als Teil- oder Vollzeitvater: Probleme & Lösungen

Es gibt einige typische Herausforderungen für Teil- und Vollzeitväter. Hier findest du einige wichtige Tipps, mit denen du einige der Schwierigkeiten vorbeugen kannst:

  • Viele Väter müssen in die ungewohnte Rolle als Hausmann erst einmal hineinwachsen, denn auch Zuhause gibt es viel zu tun und muss viel organisiert werden. Sie müssen den Anforderungen des Kindes, der Mama und deiner eigenen Vorstellungen gerecht werden. Dies kann am Anfang ganz schön anstrengend sein. Oft dauert es eine Weile, bis sich der Alltag eingespielt hat.

  • Lasse dich auch psychisch voll auf deine Rolle als Hausmann ein. Stehe zu deiner modernen Lebensweise und sehe über eventuelle Kommentare, Sprüche und Oberflächlichkeiten von anderen hinweg. Mit Humor und Schlagfertigkeit geht's leichter;)

  • Mami kommt gestresst von der Arbeit heim und meckert nur, ohne auch nur das kleinste Lob auszusprechen? Dann fühle dich nicht in deinem männlichen Stolz gekränkt. Du weisst doch selbst, wie viel du geleistet hast!

  • Du wirst vornehmlich mit anderen Super-Müttern konfrontiert sein - ob auf dem Spielplatz oder im Kindergarten. Noch heute sind typische Hausmänner eher eine Ausnahme. Suche dir Gleichgesinnte für einen tollen Austausch.

  • Lass dein Handy während deiner Kinderzeit beiseite und schenke die Aufmerksamkeit deinen Kindern.

Du als Vater spielst als aktive Bezugsperson für deine Kinder eine wichtige Rolle! Ein Mann, der seine berufliche Karriere für die Familie hinten anstellt, beweist Willensstärke, Mut und ganz viel Liebe. Ein solcher Papi kommt daher auch mit den "Kleinigkeiten" des Alltags garantiert prima zurecht!

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