Baby - Stillen und Ernährung

Stillen und Ernährung © JenkoAtaman- AdobeStock.com

Deine Ernährung sollte beim Stillen abwechslungsreich und ohne Schadstoffe sein. Auf blähende Lebensmittel solltest du während der Stillzeit verzichten, damit auch dein Baby keine Blähungen bekommt. Direkt nach der Geburt kannst du beginnen, dein Baby zu stillen, das regt den Milchfluss an. Wichtig ist auch die Pflege der Brustwarzen, um Komplikationen zu vermeiden.

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Stillen, aber wie?

In der Regel beginnt die Muttermilch spätestens zwei bis fünf Tage nach der Geburt richtig zu fliessen. Dein Kind sollte so oft wie es danach verlangt, d. h. 8 bis 12 Mal pro 24 Stunden, gestillt werden, um die Milchbildung optimal anzuregen. Die Nachfrage regelt so das Angebot an Nahrung und ihr beide könnt zu Fachpersonen im Stillen werden.

Mit der Zeit ergibt sich dann ein regelmässiger Stillrhythmus, an welchen du auch deinen Körper und die Muttermilchproduktion gewöhnst. Mache es dir in der Stillzeit zusammen mit deinem Baby richtig bequem und finde die richtige Stillposition für euch beide. Du kannst dein Baby am besten stillen, wenn es in der Seitenlage liegt, entweder unter der rechten oder linken Brust. Führe deine Brustwarze tief in den Mund deines Babys ein, damit es richtig saugen kann. Babys lieben nicht nur die Muttermilch, sondern auch die Nähe zur Mutter, die beim Stillen noch intensiver als in anderen Situationen gegeben ist.

Vorteile der Stillzeit

Dein Baby stillen gibt dir nicht nur die Möglichkeit deine innige Beziehung zu deinem Kind zu stärken, du profitierst zusätzlich auf anderen Arten davon. Deine Rückbildung wird durch das Stillen angeregt, weil dein Körper Hormone ausschüttet, während dein Baby an deiner Brust trinkt. Diese Hormone sorgen dafür, dass deine Gebärmutter krampft, ähnlich wie bei Wehen. Dadurch findet die Rückbildung der Gebärmutter schneller und effektiver statt. Zusätzlich ist die Muttermilch genau auf die Bedürfnisse von deinem Baby abgestimmt, wenn du auf gesunde Ernährung beim Stillen achtest. Beginne beim Stillen immer mit der Brustseite, mit der du beim letzten Mal aufgehört hast, so verhinderst du einen Milchstau und der Nährstoffgehalt der Muttermilch ist ausgewogener. Stillen ist für dich als Mutter einfacher, als eine Babyflasche zuzubereiten, vor allem in der Nacht, oder wenn du unterwegs bist.

Worauf du achten solltest

Medikamente, Drogen, Alkohol solltest du daher während der Stillzeit meiden. Ansonsten kannst du deine gewohnte Ernährung beim Stillen geniessen, wie schon zuvor in der Schwangerschaft. Trinke viel Mineralwasser oder speziellen Stilltee, damit dein Körper ausreichend viel Milch produziert.

Empfehlung der WHO: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt in den ersten sechs Monaten eine ausschliessliche Ernährung mit Muttermilch und/oder wenn notwendig mit spezieller, industriell hergestellter Säuglingsmilch. Zudem wird empfohlen, das Kind ab dem siebten Monat bis ins zweite Lebensjahr und darüber hinaus zusammen mit einer altersgerechten Beikost weiter zu stillen.

Um eine Brustentzündung möglichst zu vermeiden wird empfohlen, an jeder Brustseite nicht länger als 10 Minuten zu stillen. Dadurch weichen die Brustwarzen nicht so auf und entzünden sich nicht so schnell.

Fachleute für das Stillen sind Stillberaterinnen, Hebammen und auch Pflegefachfrauen - sie sind bei Fragen rund ums Stillen gerne für dich da.

Weitere Tipps und Infos zur Betreuung nach der Geburt findest du hier.

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KOMMENTARE (2)



„Um eine Brustentzündung möglichst zu vermeiden wird empfohlen, an jeder Brustseite nicht länger als 10 Minuten zu stillen. Dadurch weichen die Brustwarzen nicht so auf und entzünden sich nicht so schnell.„

Mir wurde aber im Krankenhaus empfohlen 15-20min. pro Brust zu stillen. Was ist nun richtig?!

Lucy |

Liebe LeserInnen
Diese Aussage kann ich nicht unterstützen. Beim ersten Baby hätte ich ca im ersten Monat die Uhr nach ihr richten können; jeweils nach genau 15 min je Seite ist sie von selbst weg. Was gem. Stillberaterinnen optimal ist, wenn das Kind sich selbst löst. & eine Brustentzündung könnte es sowieso geben, egal wie lang die jeweilige Stilldauer ist. Wichtig ist sicher, dass das Baby optimal anlegt, die Mutter Ruhe hat & falls sich eine Entzündung bemerkbar machen würde, dies auf keinen Fall anstehen zu lassen (Hebamme oder Stillberaterin helfen professionel). Danach hat es teilw. bis 30 min je Seite dauern können oder auch mal nur 10 min. Auf alle Fälle habe ich diese Zeit mit dem kleinen grossen Wunder sehr genossen & konnte mich während dem Stillen auch zurücklehnen. LG & viel Erfolg

Jolanda |