Was tun gegen das Baby-Zahnen?

Tipps, die beim Zahnen des Babs helfen © Anke Thomass - AdobeStock.com

Welche Hausmittel gibt es gegen Zahnschmerzen und was kannst du für dein Baby tun? Manche Kinder zahnen bereits mit drei Monaten, andere erst ab dem 10. Monat. Die meisten Babys bekommen jedoch um den fünften oder sechsten Monat das erste Zähnchen. Da sich die Zähne schon vor der Geburt unterhalb des Zahnfleisches heranbilden, kann es sogar passieren, dass ein Baby mit einem Zahn das Licht der Welt erblickt.

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Wie sich das erste Zähnchen bemerkbar macht

Bei den meisten Kindern zeigen sich zuerst die zwei unteren Schneidezähne, dann die oberen. Anschliessend folgen die anderen Zähnchen - Stück für Stück von hinten nach vorne. Im Alter von zwei oder zweieinhalb Jahren ist das erste Gebiss vollständig - die Milchzähne. Der Durchbruch des ersten Zähnchens kündigt sich durch verstärkten Speichelfluss an. Dein Kleines kaut sehr oft auf seinen Fingern, dem Schnuller oder Spielzeug herum.

Erfahre hier was es bei ersten Zähnen und Zahnpflege auch noch zu beachten gibt.

Was passiert beim Zahnen?

Wenn das erste Zähnchen durchbricht, dann wächst seine Wurzel. Der Zahn erhebt sich durch das Zahnfleisch. An dieser Stelle ist das Zahnfleisch deines Babys geschwollen und rot. Sogar Entzündungen können auftreten. Typisch ist zudem ein Spannungsschmerz. Dieser juckt und drückt. Fieber kann auftreten, manche Babys bekommen rote Bäckchen. Der Körper deines Kleinen konzentriert sich auf den Zahndurchbruch, dadurch ist die Immunabwehr schwächer. Hinter dem Fieber kann auch ein Infekt stecken. Dauert dies länger an, solltest du den Kinderarzt aufsuchen.

Was hilft deinem Baby beim ersten Zahn?

Gegen die Schmerzen gibt es in der Apotheke Gels zum Einreiben auf die schmerzenden Stellen. Gegen die Schmerzen helfen auch die folgenden Tipps:

  • Um das Zahnfleisch zu entspannen, kannst du es bereits vor dem Zahnen massieren. Nutze dazu Fingerlinge aus der Apotheke.
  • Im Handel kannst du spezielle Beissringe kaufen. Achte darauf, dass diese keine Weichmacher enthalten (kein PVC), sondern aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) gefertigt sind.
  • Durch den vermehrten Speichelfluss werden Hals und Brust schnell nass. Ein Lätzchen oder „Nuschi“ (Windel-Halstuch aus Baumwolle) hilft, den Speichel aufzunehmen. Sind die Mundwinkel wund geworden, dann pflege sie mit einer Babycreme.
  • Kinder wissen instinktiv, was ihnen bei den Schmerzen hilft: Kauen. Dieses Kauen wirkt auf das Zahnfleisch wie eine Massage, gerade wenn dein Baby auf harten Gegenständen kaut. Wenn dein Kind älter als 6 Monate ist, gib ihm zum Kauen eine Rinde hartes Brot. Du kannst es vorher auch ins Gefrierfach legen, damit die Rinde zusätzlich noch kühlt. WICHTIG: Lasse dein Baby damit aber nicht alleine, damit es sich nicht verschluckt.
  • Ein gekühlter Löffel schafft Erleichterung, weil die Kälte Entzündungen entgegenwirkt. Lege den Löffel in den Kühlschrank, jedoch nicht in das Gefrierfach - sonst würde er zu kalt.
  • Ungesüsster Salbei- oder Kamillentee lindern die Beschwerden. Diesen kannst du deinem Baby zum Trinken geben oder tupfe die betroffenen Stellen damit ab. Was du sonst noch deinem zahnenden Baby zum Probieren oder Essen geben kannst erfährst du hier.
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