Soor

Soorerkrankungen sind unangenehm. Da Pilze sich in einem feuchtwarmen Milieu wohlfühlen, beginnt Soor meist an der Mundschleimhaut oder am Po. Eine Pilzinfektion ist kein Zeichen mangelnder Hygiene, sondern tritt bei Stress oder einer leichten Immunschwäche wie beim Zahnen oder während eines Wachstumsschubs auf.

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Was ist Soor?

Der Soor ist eine Infektion der Haut und Schleimhäute durch einen Hefepilz namens Candida albicans. Mundpilz erkennst du an einem weissen, gesprenkelten Belag auf der Mundschleimhaut. Zusätzlich können Mundgeruch und eine Lymphknotenschwellung am Hals auftreten. Für Babys ist die Erkrankung meist schmerzhaft. Windelsoor äussert sich durch eine Hautrötung im Windelbereich mit Schüppchen und Pusteln am Rand. Wenn der Windelsoor nicht ausreichend schnell behandelt wird, breitet er sich über die Genitalen bis zum Oberschenkel aus.

In seltenen Fällen kann Mundsoor sich hartnäckig halten, immer wiederkehren oder sogar den ganzen Organismus angreifen. In diesem Fall verschreibt der Arzt manchmal ein stärkeres Antipilzmittel.

Wenn ältere Kinder betroffen sind, sollte der Patient auf eine Immunschwäche oder eine chronische Erkrankung hin untersucht werden.

Mit was wird Soor oft verwechselt?

Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Milchbelag lässt sich der durch Soor nicht mit dem Finger abstreifen. Der Pilzbefall am Po wird von Eltern oft mit der Windeldermatitis verwechselt. Diese wird durch die feuchte Umgebung in der Windel begünstigt. Sie sieht ähnlich gesprenkelt wie der Mundsoor aus, ist allerdings eher gelblich.

Wie ist die Ansteckungsgefahr?

Die Mundpilzinfektion ist eine Schmier- und Tröpfcheninfektion und damit sehr ansteckend. Deshalb ist Hygiene doppelt wichtig. Selbst wenn du die Symptome nicht spürst, kannst du trotzdem als Keimträger dein Baby wieder anstecken, so dass eine wechselseitige Ketteninfektion entsteht.

Auch wenn im normalen Umgang mit deinem Baby kein Desinfektionsmittel nötig ist, solltest du im Falle einer Pilzinfektion Hände- und Flächendesinfektionsflüssigkeit besorgen. Achte darauf, dass nicht jedes Mittel bei jedem Erreger hilft.

Wie wird Soor behandelt

Grundsätzlich solltest du dein Baby einem Kinderarzt zeigen, wenn du den Verdacht auf eine Pilzinfektion hast. Die Diagnostik für Hautkrankheiten ist nicht immer einfach. Oft muss der Arzt einen Abstrich vom befallen Gebiet machen. Das geschieht schmerzfrei mit einem Wattestäbchen. Unter dem Mikroskop erkennt der Arzt, um welchen Pilz es sich genau handelt.

Meist werden Salben am Po und Spüllösungen für den Mund eingesetzt. Da sich Pilzsporen länger im Körper halten als lebende Pilze, dürfen die Medikamente nicht sofort abgesetzt werden, wenn der Ausschlag verschwunden ist.

Neben konsequenter Hygiene ist eine Schmerztherapie von grosser Wichtigkeit, da der Ausschlag sehr schmerzhaft ist und das Schlucken oft schwerfällt.

Auch wenn Soor unangenehm ist, kann man die Erkrankung nach der richtigen Diagnose gut therapieren.

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