Impfungen für Babys und Kinder

Bald nach der Geburt musst du entscheiden, ob du dein Baby impfen lassen sollst oder nicht. Viele Eltern sind verunsichert, ob eine Impfung das Richtige ist. Kein anderes Baby- oder Kleinkinder- Thema wird so emotional und kontrovers diskutiert. Kinderärzte stehen dir für deine Fragen gerne zur Verfügung und natürlich gibt es auch von Impfgegner eine Menge Informationsmaterial.

Impfungen schützen dein Kind

Gegner der Impfungen argumentieren, dass bei der Impfung in die natürliche Gesundheit des Kindes eingegriffen wird und zwar vor allem aus finanziellen Interessen der Pharmaindustrie. Das ist verständlich, denn dein Baby oder Kleinkind ist zum Zeitpunkt der Impfung vollkommen gesund. Umso unverständlicher wird es für dich als Mutter sein, dass du dein Kind mit abgetöteten Krankheitserregern belasten sollst. Die grössten Befürworter der Impfungen müssen zugeben, jede Impfung birgt Gefahren. Impfreaktionen können immer auftreten.

Trotzdem spricht aber vieles für die Impfung. Die vielleicht auftretenden Nebenwirkungen sind (meist) harmloser, als die Komplikationen durch die Erkrankung. Zudem werden die meisten Kinderkrankheiten unterschätzt und viel zu sehr verharmlost. Dabei darfst du aber nicht vergessen, dass beispielsweise Masern keine harmlose Kinderkrankheit ist. Diese Kinderkrankheit kann zu schweren Behinderungen bis hin zum Tod führen.

Empfohlene Impfungen für Babys und Kleinkinder

Dein Kinderarzt kann dich ausführlich informieren, welche Impfungen für dein Kind empfohlen werden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt jährlich eine Empfehlung ab, welche Basis- und Ergänzungsimpfungen zum Schutz deines Babys sinnvoll sind. Diese kannst du online jederzeit abrufen. Auch beim Konsumentenschutz kann die Broschüre „Kinder-Impfungen – eine Entscheidungshilfe bezogen werden.

Dreizehn Standardimpfungen (allgemein bzw. ergänzend) in der Kindheit werden von der Krankenkasse bezahlt. Wenn du dich für diese Impfungen entscheidest, schützt du dein Kind vor folgenden Krankheiten:

  • Diphterie
  • Hepatitis B
  • Starrkrampf (Tetanus)
  • Keuchhusten
  • Haemophilus influenzae – Typ b Infektionen (Hib)
  • Kinderlähmung
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Windpocken (Varizellen)
  • Pneumokokken,
  • Meningokokken
  • Humane Papillomaviren

Viele der Kinderkrankheiten sind selten geworden. Das lässt sich auf eine gute Durchimpfung der Bevölkerung zurückführen. Leider treten aber einige Krankheiten, beispielsweise Masern oder Mumps, immer noch häufig auf. In unregelmässigen Abständen kommt es sogar zu Epidemien. Der Grund ist ein Nachlassen der Impfbereitschaft. In vielen Fällen fürchten sich die Eltern vor den Impfreaktionen. Die mögliche Impfreaktion steht aber in keinem Verhältnis zu den Komplikationen und Spätfolgen bei erkrankten, aber nicht geimpften Kindern. Erfahre hier weitere Informationen zu den Impfrisiken.

Vorsorge kann Leben retten

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation ist es, dass die Kinderkrankheit Masern und Röteln vollkommen ausgerottet werden. Dazu ist eine Durchimpfungsrate von zumindest 95 Prozent der Bevölkerung erforderlich. Du kannst dein Kleinkind gegen Masern, Mumps und Röteln ab dem 13. Lebensmonat impfen lassen. Falls du selbst nicht gegen Masern geimpft bist, kannst du das auch im Erwachsenenalter nachholen. Masern sind nämlich kein Kinderspiel, sondern eine hochansteckende und gefährliche Erkrankung mit Spätfolgen, Behinderungen und Todesfällen.

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KOMMENTARE



sehr einseitiger Artikel und nicht wahrheitsgetreu, denn es gibt sehr wohl schlimme Impfkomplikationen bis hin zu Todesfällen. Epidemien wegen Impfmüdigkeit ist auch nicht korrekt, denn es gibt auch Epidemien in gut durchgeimpften Bevölkerungsgruppen.

Schnyder |