Wunder Po: Windeldermatitis

Windeldermatitis © Pakhnyushchyy - adobe.stocks.com

Die Haut von Babys ist sehr empfindlich, ein wunder Po lässt sich kaum vermeiden. Fast jedes dritte Baby leidet daher im Verlauf der Wickelphase unter einer sogenannten Windeldermatitis. Da die entzündliche Hauterkrankung für das Kind sehr schmerzhaft sein kann, ist rasches Handeln der Eltern erforderlich.

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Ursachen der Hautkrankheit Windeldermatitis

Als Windeldermatitis bezeichnet man eine sich rasch ausbreitende Entzündung im Bereich des Pos. Sie äussert sich auch durch Rötungen im Genitalbereich und an den Oberschenkeln. Die Krankheit erscheint meist spontan ohne Vorwarnung und entwickelt sich über wenige Stunden. Ursachen gibt es viele, spezifisch Durchfall, eine unzureichende Hautpflege oder eine Hautreizung durch die Windel. Durch Reibung an der Windel kann sich die Hautentzündung der Kinder schnell verschlimmern. Durch einen zu seltenen Wechsel der Windel können Bakterien im Urin und Stuhl die Haut zusätzlich reizen. Ein wunder Po kann auch durch eine exzessive Pflege entstehen, beispielsweise bei zu häufigem Ölen und Eincremen.

Was tun gegen wunden Po?

Damit die gereizte Haut nicht zusätzlich belastet wird, sollte das Baby häufig gewickelt werden, um es sauber zu halten. Eine volle Windel gehört so schnell wie möglich entsorgt. In manchen Fällen bedeutet das für dich, die Windel fast stündlich wechseln zu müssen. Zur Reinigung eignet sich lauwarmes Wasser, aber keine Feuchttücher, da diese meist mit Zusatzstoffen getränkt sind und die Haut des Babys häufig empfindlich darauf reagiert. Grundsätzlich sollte das Kind niemals permanent Windeln tragen. Luft tut den betroffenen Hautstellen gut und sorgt schnell für Linderung. Natürlich muss die Zimmertemperatur warm genug sein, damit das Kind nicht friert. In einigen Fällen lohnt es sich, über einen Wechsel der Windelmarke nachzudenken, da manche Babys bestimmte Marken nicht gut vertragen.

Windeldermatitis: Behandlung mit speziellen Cremes

Besonders geeignet sind Pasten und Cremen mit dem Inhaltsstoff Zink. Diese Cremen sind sehr ergiebig, da sie nur sehr dünn aufgetragen werden müssen. Auch Cremes mit dem Wirkstoff Dexpanthenol können hilfreich sein. Zur Vorbeugung eignen sich diverse Cremes und Pasten nicht, sondern nur bei akuter Windeldermatitis. Eine exzessive Pflege der Haut kann unter anderem genau das Gegenteil bewirken und eine Entzündung hervorrufen. Neben Pasten schwören manche Eltern auf Heilwolle. Die Wolle ist besonders saugstark und nimmt Feuchtigkeit zuverlässig auf. Dadurch bleibt die empfindliche Haut der Kinder trocken und kann besser abheilen. Man die Heilwolle problemlos mehrmals verwenden, indem man diese nach Benutzung auswäscht.

Hausmittel gegen wunden Po

Altbewährte Hausmittel wie Muttermilch oder Kamillentee haben sich gegen Entzündungen empfindlicher Haut bewährt. Dazu tupft man die Muttermilch mit einem weichen Tuch sanft auf die betroffenen Stellen. Kühler Kamillentee sowie die Muttermilch beschleunigen den Heilungsprozess, indem sie die Haut beruhigen und kühlen. Stillende Mütter sollten zudem auf saure Lebensmittel wie Essiggurken, Zitronen oder teils auch Schokolade verzichten. So wird die Muttermilch für das Kind bekömmlicher und der Stuhlgang des Babys wird weniger sauer, so dass die Haut weniger gereizt wird.

Hautausschlag: Wann zum Arzt?

Ist der Baby-Po zwar wund aber ansonsten normal, können die Eltern das Kind selbstständig behandeln. Stellt sich nach mehreren Tagen jedoch keine Besserung ein, sollte mitunter der Kinderarzt konsultiert werden. Vor allem, wenn ein wunder Po blutige Stellen aufweist, gilt es ärztlichen Rat einzuholen. Durch offene Stellen an der Haut können Bakterien und Pilze eindringen, was zu schweren Folgeerkrankungen führen kann. Bei zusätzlichem Pilzbefall kann sich so etwa ein Windelsoor entwickeln. Infektionen dieser Art werden von einem Hefepilz ausgelöst und äussern sich ebenfalls durch Hautrötungen. Auch Bläschen und rote Pünktchen entstehen. Ist das Kind von Windelsoor betroffen, lässt sich dies an weisslichen Belägen im Mund der Kinder erkennen. Der Arzt behandelt die Krankheit mit speziellen Medikamenten oder Cremen.

 

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