Spielen fördert dein Baby

Frisch gebackene Eltern sind meist voller Freude und Stolz und geben ihr Bestes in der Versorgung des Neugeborenen. Die ersten Sorgen treten auf, wenn der Sprössling nicht (genug) essen möchte. Möchte ein Baby jedoch nicht spielen, fällt das vielen Eltern entweder nicht auf oder wird als nicht so besorgniserregend aufgenommen. Dabei ist altersgerechtes Spiel von Beginn an wichtig für eine gute Entwicklung.

Was heisst "Spielen" mit einem Baby?

Von Geburt an erkundet ein Neugeborenes die Umwelt ausserhalb des Mutterleibes spielerisch. Gegenstände, Oberflächen und die Haut der Eltern werden mit allen Sinnen immer wieder neu erfasst. Gerade die ersten 12 Monate sind in der Entwicklung der Sinne des Kindes ein Meilenstein. Grundpfeiler für seelische Gesundheit wie das Urvertrauen werden gebildet. Im Spiel mit dem Neugeborenen merken Eltern intuitiv, wann sich das Kind langweilt und wann zu viele Eindrücke für Überforderung sorgen. Generell gilt: Jede Interaktion mit dem Neugeborenen kann als Spiel oder Spielzeug betrachtet werden.

Wie kann ich mein Baby durch positive Rückmeldungen stärken?

Im Spiel mit dem eigenen Kind werden Selbstvertrauen, Fantasie, Selbstständigkeit und Kreativität liebevoll gefördert und entwickelt. Hierzu zählen Hautkontakt, Kuscheleinheiten und Bewegungsspiele sowie Worte, Reime, Lieder und Wortspiele. Gerade Babys haben einen aussergewöhnlichen Nachahmungstrieb. Sie spielen unentwegt mit ihrer Zunge und den Lippen und formen erste Laute, die im Laufe der Wochen in Gebrabbel übergehen. Schenken Bezugspersonen dem Kind dann Aufmerksamkeit, ernten sie Begeisterung und Zufriedenheit. Erste Antwort-Spiele sowie die Bereitschaft, auf das Spielbedürfnis des Nachwuchses einzugehen, geben dem Baby ein positives Gefühl.

Wie kann ich die Sinne meines Babys schärfen?

In der Beobachtung des Neugeborenen stellen Erwachsene schnell fest, wie der Nachwuchs nahezu täglich auf neue Reize anspricht. Um die Sinnesentwicklung zu fördern, können Mütter und Väter immer wieder neue Reize anbieten: Die Bewegung der Blätter unter einem Baum, ein neues Mobile, immer wieder andere Oberflächen, die das Kind mit der Haut berühren kann, neue Laute und Lieder, Fingerspiele und vieles mehr. Der Fantasie und Kreativität der Eltern sind hier keine Grenzen gesetzt.

Welche Spiele lassen sich ins Wickeln, Baden, Stillen, Kuscheln etc. integrieren?

Je älter der neue Erdenbürger wird, umso mehr geben spielerische Rituale Sicherheit und Geborgenheit. Fingerspiele, Lieder und Reime können dabei beim Wickeln, Kuscheln und Zu-Bett-Gehen integriert werden. Erwachsene können hierbei genau die Entwicklung des Kindes im Auge behalten und die Interaktion der Entwicklung des Nachwuchses anpassen. Streichelmassagen und Kitzelverse werden dein Kind schnell in Begeisterung versetzen. Trage- und Schaukelspiele können helfen, das Kind in den Schlaf zu wiegen, erste Strampelspiele wie "Fahrradfahren" helfen dem Neugeborenen bei Blähungen und Unwohlsein. Hier findest du weitere Tipps, wie du dein Baby im Alltag fördern kannst!

Wenn du dich um dein Neugeborenes kümmerst, wirst du schnell Vorlieben im Spiel erkennen und kannst darauf eingehen. Als Mutter oder Vater weisst du schnell intuitiv, was sich dein Kind wünscht. Sei mutig und kreativ und probiere unterschiedliche Dinge aus. Wenn du möchtest, erkundige dich nach Kursen und Gruppen, wo du gemeinsam mit deinem Kind altersgerechtes Spiel erlernen und ausprobieren kannst.

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