Corona-Krise: Die besten Tipps für das Home Office mit Kindern

Home Office mit Kindern © Syda Productions - AdobeStock.com

Die aktuelle weltweite Situation rund um den Coronavirus erfordert von allen Menschen Disziplin, Einschränkungen und Rücksichtnahme. Um den gefährlichen Virus einzudämmen und die Infektion so weit wie möglich zu unterbinden, müssen viele inzwischen im Homeoffice arbeiten. Wer Familie hat und Kinder betreuen muss, mag das auf den ersten Blick positiv beurteilen. Doch Arbeit und Familie lassen sich auch in schwierigen Zeiten nur bedingt gut miteinander kombinieren. Wir möchten zeigen, wie du als Familie trotz Coronavirus zusammenwachsen kannst. Wie Homeoffice und Kinder zusammen funktioniert, ohne dass es zu unnötigen Auseinandersetzungen kommt.

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Coronakrise: Wie lässt sich Homeoffice mit Kindern am besten organisieren?

Kinder benötigen Freiraum, sie möchten spielen, sie möchten toben und sie möchten unterhalten werden. Besonders kleine Kinder können in häuslicher Betreuung schnell zu einem kaum zu bewältigendem Kraftakt für die Eltern werden, wenn diese gleichzeitig im Homeoffice arbeiten müssen. Auch wenn Homeoffice auf dem ersten Blick eine Chance für die Familie darstellt, so ist sie doch vor allen Dingen für die Eltern eine grosse Herausforderung. Denn ein Kind über einen längeren Zeitraum so zu beschäftigen, dass es ruhig ist und dass die Eltern arbeiten können, ist gar nicht so einfach. Hier gilt es daher, alles gut miteinander zu verbinden und einen genauen Plan aufzustellen. Einen Plan, der aufzeigt, wann Arbeitszeiten sind und wann Spielzeiten sind.

Arbeiten beide Eltern im Homeoffice, kann man sich abwechseln und die Kinderbetreuung ist geregelt. Doch wenn ein gemeinsames Arbeiten vorgesehen ist, muss die Familie zurückstecken und dann muss geschaut werden, dass nicht nur das Kind zu seinem Recht kommt, sondern auch die Eltern in Bezug auf ihre Arbeit.

Wie zu kleinen Auszeiten kommen?

Homeoffice bedeutet, dass konzentriert gearbeitet werden muss. Das einem Kind zu vermitteln, ist nicht immer einfach. Deshalb muss dafür gesorgt werden, dass es im Bereich des Arbeitsalltages auch immer kleine Auszeiten gibt. Und zwar nicht nur, um Mahlzeiten zu sich zu nehmen, sondern auch, um das Kind oder die Kinder zu beschäftigen.

Im besten Fall werden die Auszeiten so platziert, dass die Phasen der Ruhe und der Konzentration nicht allzu gross sind. Es ist besser, mehrere kleine Auszeiten zu wählen als eine grosse. Während der Auszeiten ist es nicht nur möglich, mit dem Kind zu spielen, sondern ihm auch neue Aufgaben zu geben. Aufgaben, die das Kind beschäftigen, es fordern aber gleichzeitig auch fördern. Je interessierter das Kind an die Aufgaben heran geht, umso ruhiger ist es und umso besser können die Eltern arbeiten.

Welche Beschäftigungen eignen sich für Kinder, die ohne Aufsicht möglich sind?

Sicherlich muss das Alter des Kindes berücksichtigt werden, wenn es um die Beschäftigung ohne Aufsicht geht. Ein Kind, das bereits im Schulalter ist, kann lesen, etwas basteln, malen, rätseln, Hörgeschichten hören und für die Schule arbeiten.

Kleinere Kinder müssen intensiver betreut werden. Hier könnte es möglich sein, dass das Kind malt oder bastelt, der Mama/Papa "bei der Arbeit hilft", indem es Blätter locht oder sortiert. Möglich wäre auch, ein Puzzle zu machen, mit Perlen zu arbeiten, einen Tanz zu entwickeln oder ein Lied zu lernen. Tanz und Lied könnten dann im Anschluss vorgeführt werden.

Viele Kinder haben auch eigene Ideen, die umgesetzt werden können. Ein Gespräch im Vorfeld hilft hier, klare Regeln aufzustellen, damit alle das bekommen, dass sie haben möchten oder benötigen.

Warum ist in solchen Zeiten das Fernsehen auch mal in Ordnung?

In besonderen Situationen sind besondere Massnahmen notwendig. Und der Coronavirus ist eine besondere Situation für jeden von uns. Darum ist es durchaus auch vertretbar, dass der Fernseher als Beschäftigungsmittel genutzt wird. Natürlich nicht den ganzen Tag, aber wenn mal konzentriert gearbeitet werden muss oder du einfach mal eine halbe Stunde Ruhe für dich brauchst.

Aktuell bringen viele Fernsehsender Kinderprogramme. Sie helfen somit, die Kinder zu beschäftigen. Ausserdem gibt es viele Programme, die die schulischen Belange aufgreifen und dadurch auch pädagogisch wertvoll sind. Gleiches gilt für Apps und für Spiele, die auf dem Fernseher, dem Tablet oder dem Smartphone installiert werden können, um für Unterhaltung zu sorgen.

Um dem Homeoffice gerecht werden zu können, ist es wichtig, dass die Kinder betreut und beschäftigt werden. Und wenn es in bestimmten Situationen nicht anders geht, dann auch mit technischen Hilfsmitteln.

Alles wird gut

So schlimm die Krise im Moment auch wirken mag - sie bietet für uns auch grosse Chancen. Denn sie zeigt uns, was wirklich wichtig ist im Leben. Nämlich die Familie und die Tatsache, dass wir als Familie zusammenhalten. Sieh daher nicht nur die Einschränkungen, sondern auch immer die Vorteile. Ihr rückt als Team deutlich enger zusammen, kümmert euch mehr um euch und habt auch mehr Zeit für euch. Nutzt diese Zeit effektiv und lernt euch neu kennen. Wir alle können aus dieser Krise gestärkt herausgehen. Wenn wir in positiven Gedanken bleiben und immer daran denken, dass jede Krise auch ein Ende hat.

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