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Wie regle ich meine Altersvorsorge?

Altersvorsorge in der Schweiz © Halfpoint / AdobeStock.com

Im Alltag wird das Thema Altersvorsorge oft nicht hinreichend Beachtung geschenkt. Das gilt insbesondere innerhalb der Familie und wenn Kinder da sind. Ein Kind braucht viel Aufmerksamkeit, so dass die Thematik der Altersvorsorge häufig in den Hintergrund rückt. Dabei gibt es einige attraktive Möglichkeiten für Eltern mit Kindern für die Absicherung im Alter.

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Wie funktioniert die Schweizer Altersvorsorge?

Die Altersvorsorge in der Schweiz basiert auf drei Säulen. Das schweizerische 3-Säulen-Prinzip umfasst verschiedene Sektoren der Altersvorsorge. Dieses beinhaltet eine Vorsorge, die teilweise auf der gesetzlichen, zum Teil auf der beruflichen und teils auf der privaten Grundlage getragen wird. Dabei sind die 1. und 2. Säule verpflichtend, während die 3. Säule auf einer privaten und somit freiwilligen Initiative basiert. Bei diesem Modell wird die 1. Säule durch die sogenannten Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Arbeitslosenversicherung (ALV), den Erwerbersatz beim Militärdienst (EO), die Invalidenversicherung (IV) und bei Familien mit Kindern durch die Mutterschaft gebildet. Dabei wird die ALV aus Beitragszahlungen finanziert, die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern eingezahlt werden. Der Bestand der 2. Säule der Altersvorsorge hängt vom Einkommen ab. Diese gewinnt ab einem Jahreseinkommen von rund CHF 21‘000 an Bedeutung. Bei der 3. Säule, die eine rein private Absicherung ist, kannst du mit steuerlichen Vorteilen rechnen. Die 3. Säule basiert jedoch auf einer freiwilligen Initiative und ist nicht verpflichtend.

Was ist eine private Vorsorge?

Die 1. und 2. Säule der Altersvorsorge in der Schweiz stellen eine Art Grundsicherung dar, durch die ein regelmässiges Mindestauskommen im Alter gewährleistet wird. Alle grundlegenden Bedürfnisse werden darüber abgedeckt. Dahingegen stellt die 3. Säule eine darüber hinausgehende Altersvorsorge dar. Dadurch soll der bisherige Lebensstandard ebenfalls im Alter gewährleistet werden. Findige Sparer, die frühzeitig damit beginnen, sich über die richtigen Altersvorsorgeverträge Gedanken zu machen, profitieren von den Steuervorteilen. Die Beiträge zu den Vorsorgeverträgen kannst du als gebundene Vorsorge der Form Säule 3a bei der Steuer absetzen.

Vorsorgevertrag Säule 3a: die gebundene Vorsorge

Bei der Anlageform der Säule 3a handelt es sich um einen Vorsorgevertrag, den du entweder als gebundene Versicherung zur Vorsorge bei einem Versicherungsunternehmen oder bei einer Bank abschliesst. Der Vorsorgevertrag ist mit regelmässigen Einzahlungen verbunden, die in der Regel monatlich durchgeführt werden. Bei dem Vorsorgevertrag gibt es die Besonderheit, dass du das angesparte Geld nicht ohne Probleme entnehmen oder ausgegeben kannst. Einige Verträge sehen hiervon Ausnahmeregelungen vor. Nach dem Vertragsgrund darfst du das Vermögen lediglich für den Ruhestand verwenden. Die Einzahlungssummen nach der Form der Säule 3a werden durch Steuervorteile mit Mitteln aus der Bundeskasse gefördert.

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Vorsorgevertrag nach Säule 3b: freie Vorsorge

Die Altersvorsorge nach den Massgaben der Säule 3b ist nicht mit der Einhaltung einer Form verbunden. Die angesparte Summe steht dem Sparer zu jederzeit zur Verfügung. Jedoch können Anleger, die einen Vorsorgevertrag nach der Säule 3b auswählen, nicht mit steuerlichen Vorteilen rechnen. Dieser Vertrag lohnt sich für Sparer, die eine weitere Ansparsumme erreichen möchten, beispielsweise, weil die maximal erreichbaren Beträge aus der Form der Säule 3a bereits erreicht wurden. Der Vorteil liegt darin, dass das Geld jederzeit zur Verfügung steht. Der Nachteil liegt auf der Hand, da du deine Ausgaben nicht steuerlich geltend machen kannst.

Wie kann ich meine Familie absichern, wenn mir etwas zustösst?

Falls du nicht nur ein Vermögen über die Altersvorsorge der Form der Säule 3b oder der Säule 3b ansparen möchtest, sondern darüber hinaus, eine Absicherung für deine Familie im Sinn hast, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Die Form der freien Vorsorge innerhalb der Säule 3b sieht eine gemischte Lebensversicherung vor. Das ist die am häufigsten verwendete Anlageform der 3. Säule, um die Familie und die Kinder abzusichern. Diese Anlageform wird deswegen als gemischt bezeichnet, weil sie eine weitgehende finanzielle Absicherung bietet. Zum einen beinhaltet ein solcher Vertrag einen Sparplan für die Altersvorsorge und zum anderen eine Klausel, durch welche die Hinterbliebenen im Todesfall abgesichert werden. Das ist eine gute Möglichkeit, um das eigene Kind oder den Partner vor dem finanziellen Verlust nach dem vorzeitigen Ableben zu schützen.

  • Eine weitere Möglichkeit ist, innerhalb der Säule 3b eine Todesfallversicherung als Klausel in den Vertrag aufzunehmen. Durch diese wird das finanzielle Risiko abgedeckt, falls ein unvorhersehbares Ereignis wie ein plötzlicher Todesfall eintritt. Im Fall des vorzeitigen Todes des Versicherten innerhalb der Laufzeit erhalten die im Vertrag aufgeführten Begünstigten eine vorher vereinbarte Geldsumme. Diese wird auch als Todesfallkapital bezeichnet. Die Todesfallversicherung kann ebenso zusätzlich zu einem bestehenden Sparvertrag abgeschlossen werden.

Was passiert, wenn ein Elternteil weniger arbeitet?

Viele Frauen kümmern sich zu wenig um die Altersvorsorge. Das gilt insbesondere dann, wenn ein Kind da ist oder mehrere Kinder im Haushalt leben. Die Erziehung der Kinder nimmt nicht selten einen nicht unerheblichen Teil der Lebenszeit ein. Manche Frauen überlegen sich einen Wiedereinstieg ins Berufsleben oft erst, wenn das Kind bereits eingeschult ist.

Wichtige Informationen für Eltern

Spätere Abstriche sind bei einer Familie mit Kindern oft unvermeidlich. Doch ein Kind muss nicht unbedingt zu hohen Geldeinbussen im Alter führen. Wer rechtzeitig Vorsorge trifft, profitiert später von höheren Auszahlungen im Rentenalter.

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