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Wie kann ich abstillen?

Wie kann ich abstillen? © LIGHTFIELD STUDIOS / AdobeStock.com

In den ersten sechs Lebensmonaten gilt Muttermilch als beste Ernährung für das Baby. Nicht umsonst wird es in dieser Lebensphase Säugling genannt. Manchmal möchten oder müssen Mütter aus verschiedenen Gründen jedoch schon früher abstillen und wissen nicht recht wie. Es gibt einige Hausmittel, die das Abstillen erleichtern.

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Die WHO empfiehlt, sechs Monate ausschliesslich zu stillen, dann das Stillen mit geeigneter Babykost zu ergänzen und weiter zu stillen bis ins zweite Lebensjahr.

Wann für dich der Zeitpunkt zum Abstillen gekommen ist, entscheidest aber alleine du und dein Kind. Lasse dir für diese Entscheidung genügend Zeit. Viele Kinder stillen sich nach einem Jahr allmählich selbst ab. Neben der Beikost ist die Muttermilch weiterhin die optimale Ergänzung zur festen Kost.

Langsames Abstillen

Zwischen dem fünften und dem siebten Lebensmonat entwickeln die meisten Babys das Bedürfnis, neben dem Stillen feste Speisen auszuprobieren. Sie zeigen ein reges Interesse an den Speisen der Familie, mögen Brotkanten (das hilft beim Zahnen) oder breiige Nahrung wie zerquetschte Banane oder geraspelte Äpfel. Werden die Mahlzeiten langsam eingeführt, und das Kind dadurch weniger häufig gestillt, verringert sich auch die Milchmenge automatisch nach und nach. 

Von der ersten Beikostmahlzeit bis zur kompletten Entwöhnung von der Brust können mit dieser Methode mehrere Wochen oder Monate vergehen.

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Bester Zeitpunkt fürs Abstillen

Der beste Zeitpunkt für das Abstillen ist dann, wenn du als Mutter dafür bereit bist. 

In Westeuropa und in der Schweiz beginnen stillende Mütter meist zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat mit dem Abstillen. Es gibt aber Mütter, die einfach nicht genügend Milch haben, unter starken Entzündungen leiden, das Baby selbst nicht mehr richtig trinken will und viele weitere Gründe, weshalb Mütter früher abstillen möchten oder müssen. Das Thema Stillen polarisiert stark. Es ist deshalb wichtig, dass du dir kein schlechtes Gewissen einreden lässt und du keine Mangelerscheinungen befürchten musst. Natürlich ist Stillen ideal für dein Kind. Aber die medizinische Versorgung sowie die Säuglingsnahrungs-Produkte sind in unserem Land hervorragend.

Die La Leche Liga empfiehlt, dem Kind ab dem ersten Geburtstag die Mutterbrust nicht mehr aktiv anzubieten, sie aber auch nicht zu verweigern. Gesunde Babys und Kleinkinder werden somit seltener trinken, sodass bei diesem natürlichen, sanften Abstillprozess die Milchdrüsen immer weniger Milch produzieren. Ein zusätzliches Abstillen sollte nur gemässigt erfolgen, weil die Trinkmenge des Kindes ohnehin nicht genau eingeschätzt werden kann. Wird die Brust nicht leer getrunken, entsteht ein schmerzhaftes Spannungsgefühl. Ausstreichen oder Abpumpen sollten nur soweit vorgenommen werden, bis das Spannungsgefühl nachlässt, weil ansonsten die Milchproduktion wieder weiter angeregt wird.

Hausmittel oder Medikamente zum Abstillen?

Wenn du dich fürs Abstillen entschieden hast, dann können dich folgende natürliche Mittel unterstützen, damit deine Milchproduktion reduziert wird:

  • Pfefferminz- und Salbeitee trinken
  • Salzkonsum einschränken
  • Auf keinen Fall die Trinkmenge reduzieren!
  • Coldpacks (immer mit Hautschutz), kalte Tücher auf die Brust legen
  • Ein angenehm, straff sitzender BH tragen
  • Nur so viel Mich abpumpen oder ausstreichen wie nötig

Beim Abstillen ohne Medikamente ist Geduld das Wichtigste. Ein vorschnelles Entwöhnen kann dir nicht nur körperlich sondern auch psychisch zu schaffen machen.

Mit dem Einsatz von Abstill-Medikamenten geht das Abstillen schneller, allerdings können dabei Nebenwirkungen auftreten. Welcher Weg sich für dich eignet, ist stark abhängig vom Zeitpunkt des Abstillens und von dir. Wende dich dazu am besten an eine Still- oder Mütterberaterin oder an eine andere Fachperson. Sie kann dich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und mit dir einen individuellen Weg finden.

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