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DIY-Projekte für den Garten

Projekte für den Garten © unsplash.com - Sandie Clarke (Public Domain)

Mit den eigenen Kindern gemeinsam Projekte für den Garten gestalten, kann grossen Spass machen. Für jede Altersstufe gibt es passende Ideen. Schon die Kleinen können ein eigenes Beet anlegen oder ein Tipi bauen, grössere Kinder haben vielleicht Lust, ein Vogelhäuschen oder eine Futterstelle zu basteln.

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Auch eine Gartenbank und viele andere Dinge lassen sich meist ohne grosse Vorkenntnisse herstellen. Bei DIY-Projekten für den Garten schlagen Eltern auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Kinder lernen Verantwortung und gleichzeitig etwas über die Bedeutung von Natur und Nachhaltigkeit.

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Spass nicht nur für die Kleinen: Insektenhotel

Tolle DIY-Projekte für den Garten, auf die Kinder am Ende richtig stolz sein können, machen auch den Eltern Spass. Gefragt ist natürlich ein bisschen Geschick und Geduld, denn gerade kleinere Kinder sind schnell überfordert, werden unaufmerksam oder verlieren die Lust. Aus diesem Grund sollten die Pläne fürs Werkeln auf das Alter der Kinder zugeschnitten werden. Kleinere Mädchen und Jungen haben sicher Freude daran, ein Insektenhotel zu basteln und es später im Garten aufzuhängen. Solche Insektenquartiere lassen sich nicht nur aus kleinen Rundhölzern herstellen, sondern auch aus Ton.

Für das Gerüst werden am besten Laubhölzer verwendet, weil diese sich nicht so leicht verziehen wie Nadelhölzer. Gut geeignet sind Hölzer aus Eiche, Buche und Esche. Haselnuss und Apfelbaum funktioniert jedoch genauso gut. Bestückt werden die Fächer des fertigen Holzrahmens zum Beispiel mit Rundhölzern aus Besenstielen, Holzklötzen, Holunderabschnitten oder anderen hohlen Stängeln.

Insektenhotel basteln mit Kindern
Mit Kindern ein Insektenhotel basteln © pixabay.com - manfredrichter (Public Domain)

Dinge, die nicht in ein Insektenquartier gehören, sind poröse Ziegelsteine oder Zapfen: Scharfe Kanten der Steine können Insekten verletzen, und Zapfen werden von Bienen gemieden. Holzbohrungen für ein Insektenquartier sollten einen Zirka-Durchmesser von drei bis sechs Millimetern haben.

Wer speziell Wildbienen eine Heimat geben möchte, kann auch einen Tonklotz aus dem Bastelgeschäft verwenden. Mit einer Stricknadel, Stäben oder einem langen Nagel werden Löcher mit unterschiedlichem Durchmesser in den Ton gedrückt. Der Tonklotz wird am Ende in ein Holzgehäuse eingepasst.

Auf Sicherheit achten

Nicht zu vergessen: Wer seine Kinder mit Werkzeug arbeiten lässt, sollte sie unbedingt in den sachgerechten Umgang unterweisen und auch selbst Vorkehrungen treffen. Wichtig ist zum Beispiel, hochwertiges Werkzeug zu verwenden, das in einwandfreiem Zustand ist. Weitere Punkte, die beachtet werden sollten, sind ausreichend Platz und die Handhabung einer Schraubzwinge beim Sägen, damit nichts verrutscht. Wichtig ist auch, die Werkzeuge, die benutzt werden, zu erklären und zu zeigen, wie sie benutzt werden. Gegebenenfalls sollten auch eine Schutzbrille und Handschuhe oder generell Schutzkleidung zum Einsatz kommen. Ausserdem: Viele Werkzeuge können kleine Kinder noch nicht verwenden und sollten ihnen deshalb nicht in die Hand gegeben werden. Mittlerweile gibt es im Handel sogar Werkzeug, das extra für Kinder gedacht ist. Möglich ist vielerorts auch ein Workshop für Kinder für einen Werkzeugführerschein.

Weidentipi verschönert den Garten

Gerade kleineren Kindern macht ein Tipi Spass. Dazu reicht es, drei Holzstangen in die Erde zu stecken und diese oben zu kreuzen und mit einem Seil zusammenzubinden. Anschliessend wird das Gestänge mit Decken und anderen Stoffen behängt (für die Wintermonate lässt sich auch problemlos ein Indoor-Tipi zaubern).

Wesentlich schöner und haltbarer ist ein Weidentipi. Bauzeit für einen solchen Unterschlupf ist ab Vorfrühling bis in den frühen Sommer. Da Weiden unter Naturschutz stehen und deshalb nicht einfach beschnitten werden dürfen, sind eine Grünsammelstelle, eine grosse Gärtnerei oder das örtliche Grünschnittamt eine gute Anlaufadresse für das Baumaterial. Da Weiden viel Wasser benötigen, ist es wichtig, sie nicht an einen zu trockenen Ort im Garten zu setzen. Eine gute Grösse für ein Weidentipi ist ein Durchmesser von zwei Metern, es kann aber auch kleiner oder grösser sein. Nach dem Abmessen des Kreises wird die Markierung im Boden mit einem Spaten ausgehoben. Dabei ist eine Tiefe von rund 30 bis 40 Zentimetern ausreichend, damit die Weidenruten anwachsen können.

Nicht vergessen: Den späteren Eingang (rund 80 Zentimeter) freihalten. Anschliessend werden die Weidenzweige mit einem Abstand von etwa zwanzig Zentimetern in die Erde gesetzt. Wichtig ist, dass die Ruten mindestens 2,5 Meter lang sind. Die Enden werden oben mit einem Faden oder Draht zusammengebunden. Wenn Zweige übrig geblieben sind, können diese zwischen die Ruten geflochten werden. In den ersten zwei Wochen sollten die Pflanzen täglich gut gegossen werden, damit sie anwachsen und Blätter sowie neue Triebe bilden können.

Naschbeet anlegen

Ein Naschbeet ist eine tolle Sache, um erste Verantwortung zu übernehmen, denn Pflanzen müssen nun einmal gepflegt und gegossen werden. Der richtige Zeitpunkt für ein Naschbeet ist das Vorschul- oder Grundschulalter. Wer keine Fläche für ein Beet hat, kann auch Holzkisten verwenden und diese mit Erde füllen. Ansonsten ist eine Fläche von etwa einem Quadratmeter ausreichend, es darf natürlich auch grösser sein. Zunächst wird die Erde des Naschbeets geebnet. Für den späteren Ertrag ist insbesondere die Bodenqualität wichtig.

Hier muss manchmal mit Dünger, der in die Erde eingearbeitet wird, nachgeholfen werden. Ob das Naschbeet durch Reihen oder Quadrate strukturiert wird, ist Geschmackssache. Wichtig ist, Obst und Gemüse, aber auch Kräuter anzupflanzen, die den Kindern auch schmecken. Deshalb sollte der Nachwuchs entscheiden, was im Beet wachsen soll.

Vater arbeitet am Hochbeet.
Naschbeet anlegen © unsplash.com - Priscilla Du Preez (Public Domain)

Wer zum ersten Mal mit Kindern ein Naschbeet anlegt, sollte relativ pflegeleichte Gewächse einpflanzen oder aussäen, damit es mit der Ernte klappt und der Nachwuchs nicht sofort die Lust am Gärtnern verliert.

Hier muss manchmal mit Dünger, der in die Erde eingearbeitet wird, nachgeholfen werden. Ob das Naschbeet durch Reihen oder Quadrate strukturiert wird, ist Geschmackssache. Wichtig ist, Obst und Gemüse, aber auch Kräuter anzupflanzen, die den Kindern auch schmecken. Deshalb sollte der Nachwuchs entscheiden, was im Beet wachsen soll. Wer zum ersten Mal mit Kindern ein Naschbeet anlegt, sollte relativ pflegeleichte Gewächse einpflanzen oder aussäen, damit es mit der Ernte klappt und der Nachwuchs nicht sofort die Lust am Gärtnern verliert.

Und: Auch beim Naschbeet gilt der sichere Umgang mit Werkzeug, um Unfälle zu vermeiden. Als Pflanzen eignen sich zum Beispiel Snack-Gurken, Physalis, Erdbeeren, Tomaten und Erbsen, aber auch verschiedene Tee-Kräuter wie Pfefferminze oder Zitronen-Verbene. Auch Kartoffeln, Kohlrabi, Petersilie und Schnittlauch machen sich in einem Naschbeet gut, genauso wie Pflücksalat und Radieschen. Wer dann noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann gemeinsam mit seinem Nachwuchs eine Gartenbank bauen, und somit um das Naschbeet herum, ein gemütliches Sitzplätzchen erschaffen. Der Garten wird somit zur kleinen Wohlfühloase und gibt der ganzen Familie einen Rückzugsort.

Nistkasten und Futterstation bauen

Der Klassiker unter den DIY-Projekten ist sicherlich ein selbstgemachter Nistkasten. Für ein solches Projekt sind auch Kinder zu begeistern, besonders dann, wenn die Arbeit später von Erfolg gekrönt ist, weil sich ein Vogelpärchen dort einquartiert hat. Möglich sind Behausungen für alle möglichen Vogelarten, zum Beispiel für den Spatz, verschiedene Meisenarten, Grauschnäpper und Rotkehlchen. Für Spatzen bietet sich zum Beispiel ein „Reihenhaus“ an. Die geselligen Höhlen- und Nischenbrüter bauen ihre Nester oft unter Dachpfannen oder in Mauernischen. Im Zuge von Sanierungsarbeiten oder in Gegenden mit vielen Neubauten findet der Vogel jedoch immer weniger Unterkünfte. Ein Spatzenhaus ist deshalb auch eine Massnahme des Umweltschutzes.

Zum Bau von Nisthilfen sollten 18 Millimeter dicke, am besten ungehobelte Massivholzbretter genutzt werden. Geeignet sind Holzarten wie Eiche, Lärche oder Robinie, aber auch Fichte und Tanne. Nicht wetterfest sind Sperrholzplatten und damit eben ungeeignet. Auch Holzschutzmittel haben auf Nisthilfen nichts zu suchen. Die Aussenwände sollten jedoch mit etwas Leinöl eingestrichen werden, um sie resistent gegen Pilze und Feuchtigkeit zu machen. Ausserdem sollte das verwendete Holz innen nicht glatt, sondern rau sein.

Und: Der Verzicht auf Nägel ist ebenfalls wichtig, stattdessen werden Schrauben verwendet. Für einen Regenschutz wird häufig verzinktes Stahlblech oder Dachpappe verwendet. Nistkästen sind nicht nur zur Brutsaison eine Hilfe für die Vogelwelt, sie werden zur kalten Jahreszeit auch gern als Unterschlupf genutzt.

Spass haben Kinder sicher auch beim Bau eines Futterhauses für Vögel. Dazu können die einzelnen Elemente selbst zugesägt werden. Einfacher und deshalb für jüngere Kinder besser geeignet sind Bausätze, die nach Anleitung montiert und anschliessend mit Futter bestückt werden. Apropos Futter: Auch das kann ganz einfach selbst hergestellt werden. Zum Beispiel aus Äpfeln, Haferflocken, Fett und Kernen. Nicht nur für Kinder ist es eine schöne Sache, den Tieren am Futterplatz zuzusehen und die verschiedenen Vogelarten zu bestimmen.

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