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Vitamin-D Mangel vorbeugen

Vitamin-D Mangel vorbeugen © iagodina - AdobeStock.com

Dass Vitamin D wichtig ist, wissen die meisten. Doch was genau bewirkt das Vitamin in unserem Körper? Wofür ist es gut und wie können wir insbesondere bei unseren Kindern einem Mangel vorbeugen? In diesem Artikel erklären wir dir alle wichtigen Details zum Thema und wir zeigen dir, welche deutlichen Empfehlungen von Ärzten für Schwangere, Babys und Kleinkinder ausgesprochen werden.

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Was bewirkt Vitamin D? Warum ist es wichtig?

Vitamin D hat auf unseren Körper viele positive Wirkungen, wobei es in erster Linie für bestimmte Muskelfunktionen und die Knochenbildung zuständig ist, sowie die Bildung gesunder Zähne. Bei einem Mangel an dem Vitamin drohen einem Kind verschiedene Erkrankungen, wie beispielsweise brüchige Knochen oder Wachstumsstörungen. Darüber hinaus kann ein unzureichendes Level dazu führen, dass das Kind mit einem schwächeren Immunsystem zu kämpfen hat, an einer allgemeinen Müdigkeit leidet oder diffuse Knochen- und Muskelschmerzen auftreten. Klinischen Studien zufolge kann ein solcher Mangel sogar das Risiko eines Kindes erhöhen, später an Diabetes zu erkranken.

Liegen etwaige Symptome bei deinem Kind vor, solltest du deinen Arzt darauf ansprechen. Dieser wird einen Bluttestveranlassen und dein Kind wenn nötig auch mit Zusatzpräparaten oder weiteren Massnahmen behandeln.

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Wodurch kann es zu einem Mangel kommen?

Zum grössten Teil bildet sich das Vitamin D in der menschlichen Haut selbst, und zwar durch die Einwirkung von Sonnenlicht. Da allerdings bei uns die UV-Strahlung nur in den warmen Sommermonaten ausreicht, damit die Haut genügend Vitamin D produzieren kann, ist besonders im Winter ein Vitamin D Mangel hierzulande ein weit verbreitetes Problem. Im Sommer füllt sich der Speicher mit dem Vitamin und im Winter sinkt sich der Pegel wieder erheblich ab - bei vielen sogar auf ein unzureichendes Level. Säuglinge, Kinder, Schwangere und Stillende sowie ältere Menschen sind besondere Risikogruppen für einen Mangel an Vitamin D. Auch stark übergewichtige Personen, dunkle Hauttypen oder chronisch Kranke zählen dazu.

Die tägliche Zufuhr an D-Vitamin

Im Winter reicht die körpereigene Bildung von Vitamin D nicht aus, um den Bedarf zu decken. Der Vitamin-D Versorgung muss daher über die Ernährung sichergestellt werden (Vitamin-D-reiche Ernährung oder mit Vitamin D angereicherte Lebensmittel konsumieren; Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D oder Vitamin D-Supplemente (z. B. Tropfen) einnehmen). Schwangere sollen zu allen Jahreszeiten mindestens 600 IE zuführen.

Um die Vitamin-Versorgung bei Kindern zu verbessern, hat die schweizerische Gesellschaft für Ernährung detaillierte Empfehlungen für Eltern herausgegeben. Für Säuglinge und Kinder bis zum 3. Geburtstag wird eine Vitamin-D-Supplementierung in Form von Tropfen empfohlen, 400 IE im 1 Lebensjahr (Kostenübernahme durch die Krankenkassen nur für die alkoholischen ViDe3-Tropfen, Wild), und im 2. und 3. Lebensjahr 600 IE (bisher ohne Kostenübernahme). Damit wird in dieser starken Wachstumsphase, in der zugleich ein guter Sonnenschutz wichtig und empfohlen ist, die ausreichende Vitamin-D-Versorgung sichergestellt.

Schwangere und stillende Mütter sollten 15 µg (600 IE) täglich erhalten. Beispielsweise genügt hier schon die Aufnahme von 240 g geräuchertem Lachs, 125 g Rollmops, 70 g roher Fenchel oder auch 360 g Thunfisch, um die tägliche empfohlene Tageszufuhr von 15 µg ausreichend zu decken.

Die korrekte Anwendung und Dosierung der Vitamin-D-Supplemente sollten mit dem Arzt (Kinderarzt, Hausarzt), der Hebamme oder in der Mütter- und Väterberatung besprochen werden, insbesondere, wenn auf ein neues Präparat gewechselt wird! Durch die Vorsorgeuntersuchungen in den ersten Lebensjahren ist die Betreuung und Kontrolle der Supplementierung sichergestellt.

Empfehlungen für Eltern

Kinder und Jugendliche sollten sich so oft wie möglich im Freien bewegen (Minimum 60 Minuten täglich). Da es auch bei dunklen Hauttypen und vegan oder vegetarisch ernährten Kindern öfter zu einem Mangel an dem Vitamin kommt, ist hier unter Umständen eine zusätzliche Einnahme zu empfehlen. Jedoch sollte unbedingt eine fundierte Beratung durch den Apotheker oder Arzt erfolgen. Natürlich trägt auch die richtige Ernährung dazu bei, dass der Körper deines Kindes optimal mit dem D-Vitamin versorgt wird. Bestenfalls sollte bei euch mindestens zweimal wöchentlich Fisch auf den Tisch kommen. Auch Milchprodukte und Milch sollten regelmässig verzehrt werden. Oft sind auch speziellen Kinderlebensmitteln Vitamin D zugesetzt. Hier gilt es jedoch, im Vorfeld genau auf die Zutatenliste zu achten, denn nicht selten sind solche Produkte zu teuer, zu fett oder zu süss für Kinder.

 

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