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Vegetarische Ernährung fürs Baby?

Vegetarische Ernährung beim Baby © Viktor Kochetkov - AdobeStock.com

Ob eine vegetarische Ernährung auch für das Baby gesund ist und Wachstum sowie Entwicklung ausreichend fördert, fragen sich viele Eltern. Medizinisch gesehen gibt es immerhin einige Bedenken, aber zumindest keine generelle Einschränkung, ausser bei extremeren Formen.

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Warum vegetarisch - und warum nicht?

Vegetarische Ernährung liegt ganz eindeutig im Trend. Immer häufigere Fleischskandale, katastrophale und tierschutzrechtlich mehr als bedenkliche Zustände in der Massentierhaltung und bei der Fleischproduktion sowie generelle Gesundheitsbedenken beim Fleischkonsum sind die Gründe dafür. Besonders dem Nachwuchs soll schädliche Kost gleich von vornherein erspart bleiben - schliesslich möchten Eltern, dass ihre Kinder gesund aufwachsen. Die medizinischen Bedenken, wenn es um ausschliesslich pflanzliche Kost fürs Baby geht, sind aber nicht von der Hand zu weisen. 

Vegetarische Ernährungsformen

Grundsätzlich ist vegetarisch nicht gleich vegetarisch. Alle vegetarischen Ernährungsformen verzichten auf Fleisch, nicht alle jedoch auf Milch und Eier. Lacto-Vegetarisch bedeutet beispielsweise Pflanzenkost und Milch, Lacto-Ovo-Vegetarisch lässt auch Konsum und Verarbeitung von Eiern zu. Nur vegane Ernährung verzichtet auf alle Produkte, die von Tieren stammen.

Nicht alle Ernährungsformen sind für Babys geeignet. Ein Baby hat einen völlig anders gestalteten Stoffwechsel im Vergleich zu einem schon grösseren Kind und im Vergleich zum Erwachsenen. Der Körper des Babys benötigt ausserdem eine Vielzahl von Stoffen, die für eine gesunde Entwicklung sorgen. Seine Ernährung muss daher entsprechend ausgelegt sein. 

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Medizinische Stellungnahmen des BAG

Das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz (BAG) rät von einer veganen Ernährung bei Babys ab, aufgrund der hohen und zahlreichen Risiken für eine Mangelernährung. Bei anderen Formen der vegetarischen Ernährung, die weniger strikt sind, gibt es von Experten zwar keine generelle Unterlassungsempfehlung, aber dennoch eine deutliche Warnung. Vegetarische Ernährung ist, so sagen die meisten Ernährungswissenschaftler, eine "Ernährung zweiter Klasse". Der vegetarische Babybrei ist damit dem herkömmlichen, in gesundheitlicher Hinsicht, einfach unterlegen.

Baby’s Ernährung ohne Risiko von Mangelerscheinungen

Für eine gesunde Entwicklung beim Baby zu sorgen, ist mit vegetarischer Ernährung schwierig - eine vegane Ernährung macht es fast unmöglich. Auf jeden Fall brauchst du ein fundiertes Ernährungswissen, um bei deinem Kind keine Mangelerscheinungen zu verursachen. Neben dem bekannten Vitamin B 12 Mangel, unter dem viele Vegetarier leiden, sind es z.B. auch Vitamin D, Zink und die langkettigen n3-Fettsäuren sowie Kreatin, von denen Mängel auftreten können. Alle diese Stoffe kannst du nur bei sorgfältiger Auswahl der Nahrungsmittel und Mengen für den Babybrei in ausreichender Menge sicherstellen. Erfahre hier ab wann welcher Gemüsebrei für dein Baby geeignet ist.

Wichtige Vitamine fürs Baby

Besondere Probleme macht dabei das Cobalamin (Vitamin B12): Es wird zwar von dir über die Muttermilch an das Baby übertragen, dafür muss das Kind jedoch ausreichend Muttermilch bekommen. Auch dein eigener Vitamin-B12-Spiegel muss also hoch genug sein. Nach der Zeit des Stillens muss die Ernährung beim Baby dann eine komplett ausreichende Menge Vitamin B12 enthalten - und deshalb streng geplant werden. Ein Mangel hat für die Entwicklung beim Baby möglicherweise schwerwiegende, gesundheitliche Folgen.

Fazit: Eine vegetarische Ernährung für dein Baby ist auf jeden Fall als bedenklich und äusserst schwierig anzusehen, auch weniger strikte vegetarische Kost birgt immer noch Risiken. Mit genau eingehaltenen Ernährungsplänen und fachkundigem Rat kannst du das aber bewältigen, wenn du das möchtest. Du solltest dabei auf jeden Fall eine Ernährungsberaterin kontaktieren. 

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