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Sonne und Kinderhaut: 8 wichtige Fragen

Wichtiger Sonnenschutz für Kinder © esthermm - AdobeStock.com

Ein guter Sonnenschutz ist unabdingbar – vor allem für sensible Haut. Doch: Wie schützt du die Haut deines Kindes richtig? Die Antworten darauf hat Pflegeexpertin Corinne Brunner von der aha! Beratungsstelle am Kinderspital Zürich.

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Wie schütze ich mein Kind vor der Sonne?

Corinne Brunner: Babys sollten sich im Schatten aufhalten und die direkte Sonneneinstrahlung, wenn möglich, meiden. Auch grössere Kinder sollten Schattenplätze bevorzugen. Vor allem zwischen 11 und 15 Uhr, weil dann die Intensität der Sonne am stärksten ist. Schutz bieten deinem Kind ausserdem lange (dunkle) Kleidung, ein Hut mit Nackenschutz sowie Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30. Zum Baden sind UV-Kleider sinnvoll.

Anhand welcher Kriterien wähle ich grundsätzlich ein Sonnenschutzmittel aus?

Beim Kauf von Sonnenschutzmitteln solltest du in erster Linie auf drei Kriterien achten: Lichtschutzfaktor, Wasserfestigkeit und Wirkweise. Der Lichtschutzfaktor beschreibt den Schutz vor der UV-B-Strahlung. Er gibt an, wie viel länger man sich mit Sonnenschutzmittel theoretisch der Sonne aussetzen kann, ohne dass die Haut Schaden nimmt. Je höher der Wert, umso länger der Schutz.

Welcher Lichtschutzfaktor sollte es bei Kindern sein?

Bei Kindern raten wir generell zu einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30, besser 50. Aber Achtung: Der Lichtschutzfaktor bezieht sich nur auf den Schutz vor UV-B-Strahlung. Deswegen sollte man unbedingt Produkte wählen, die auch vor UV-A-Strahlen schützen. Dies ist auf der Verpackung mittels UV-A-Signet deklariert. Ebenfalls angegeben ist die Wasserfestigkeit, das zweite wichtige Kriterium.

Und was ist mit dem dritten Kriterium, der Wirkweise, gemeint?

Bei Sonnenschutzmitteln wird zwischen organischen und mineralischen Filtern unterschieden. Cremen auf mineralischer Basis enthalten Partikel, welche auf der Hautoberfläche verbleiben und die UV-Strahlung reflektieren. Organische Filter absorbieren hingegen das UV-Licht und wandeln es in Wärme um. Bei Babys im ersten Lebensjahr wird empfohlen, mineralische Sonnenschutzmittel zu wählen oder solche, die speziell für dieses Alter empfohlen sind.

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Zu welchem Zeitpunkt sollte ich mich und mein Kind eincremen?

Grundsätzlich solltest du dein Kind spätestens 20 Minuten bevor ihr in die Sonne geht mit Sonnenschutzmittel eincremen. Mein Tipp: Am besten cremt man schon zuhause ein, idealerweise bevor man die Kleider anzieht.

Wie gehe ich dabei am besten vor?

Wir benutzen tendenziell immer zu wenig Sonnenschutzmittel. Darum empfehlen wir, dich selbst und dein Kind zweimal nacheinander einzucremen, im Abstand von 15 Minuten. Auf diese Weise vergisst du garantiert keine Körperregion und hast genügend Sonnenschutzmittel benutzt.

Wie stehts mit nachcremen?

Unbedingt! Auch wenn das Sonnenschutzmittel wasserfest ist: Spätestens nach zwei Stunden lässt die Schutzwirkung nach. Und wer viel schwitzt, im Wasser oder Sand war, sollte sich danach sofort wieder eincremen.

Ein Tag im Freien geht zu Ende. Gibt es am Abend etwas zu bedenken?

Es macht Sinn, nach einem Tag an der Sonne zu duschen oder baden und danach die Haut mit Feuchtigkeitscreme zu versorgen. Bei heikler Haut empfiehlt es sich, auch hier auf gut verträgliche Inhaltsstoffe zu achten.

Hier bekommst du Rat:

Fragen zum Thema Allergie, Neurodermitis oder Intoleranzen beantworten die Expertinnen der aha!infoline von aha! Allergiezentrum Schweiz kostenlos von Montag bis Freitag, 08.30–12.00 Uhr unter der Nummer 031 359 90 50.

An der aha! Beratungsstelle am Kinderspital Zürich bietet Pflegeexpertin Corinne Brunner eine individuelle Beratung bei Fragen zu Neurodermitis (=atopisches Ekzem) bei Kindern: +41 44 266 84 35, wundberatung@kispi.uzh.ch.

Infos zu weiteren Allergien: www.aha.ch

 

Quelle: Interview erschienen im aha!magazin von aha! Allergiezentrum Schweiz

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