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So lernen Babys Wasser trinken

Baby trinkt Wasser aus Schnabeltasse © Sundikova - AdobeStock.com

Etwa um den sechsten Lebensmonat herum kommt der Zeitpunkt, zu dem deinem Baby die Milchmahlzeiten alleine nicht mehr ausreichen. Es möchte nun essen wie die Grossen und findet meist Mittel und Wege, dies sehr deutlich bekannt zu geben. Mit der Umstellung der Ernährung des Babys sollte es auch beginnen, Wasser zu trinken.

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Kinder lieben, woran sie gewöhnt werden

Solange dein Baby nach dem Brei noch Milch bekommt, ist es nicht notwendig, weitere Flüssigkeiten zu geben. Es kann allerdings nicht schaden, dem Baby das Trinken ab jetzt beizubringen.

Im zweiten Lebenshalbjahr wird eine Menge von 200 ml pro Tag empfohlen. Bei grosser Hitze im Sommer oder bei trockener Luft in den Wintermonaten darf es auch mehr sein. Während dieser Zeit kann es auch bei einem jüngeren Baby gut sein, etwas zusätzliche Flüssigkeit anzubieten. Wichtig ist dies natürlich auch, wenn das Kind krank ist und Fieber hat.

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Doch welche Getränke sind die besten?

Die Ernährung des Babys in der frühen Phase hat eine massgebliche Auswirkung auf das spätere Ess- und Trinkverhalten des Kindes. Ein Baby, das früh mit süssen Getränken in Berührung kommt, wird diese stets den geschmacklosen vorziehen. Wenn es den süssen Geschmack aber nicht kennen gelernt hat, wird es ihn auch nicht vermissen.

Das gesündeste Getränk, das du deinem Baby anbieten kannst, ist Wasser. Bei uns in der Schweiz ist die Wasserqualität so gut, dass du das Hahnenwasser ab dem 6. Lebensmonat des Babys nicht mehr unbedingt abkochen musst. (Vorsicht ist geboten, wenn das Wasser aus dem eigenen Brunnen kommt oder wenn in einem Haus noch veraltete Blei- oder Kupferleitungen installiert sind.). In letzter Zeit wurde ausserdem in einigen Kantonen von erhöhten Chlorothalonil-Rückständen im Trinkwasser berichtet. Wenn du mehr wissen möchtest über die Trinkwasserqualität in deiner Gemeinde, wende dich am besten an deinen örtlichen Wasserversorger.

Sollte dein Baby das Leitungswasser ablehnen, kann ungesüsster Tee eine Alternative sein. Es empfiehlt sich aber hartnäckig zu bleiben und dem Baby immer wieder Wasser anzubieten.

Von der Flasche zum Trinkbecher - ein grosser Schritt für dein Kind

Alle Babys kommen mit einem Saugreflex zur Welt. Deshalb funktioniert das Trinken aus der Flasche meist ohne grosse Vorkommnisse. Die Flasche sollte aber nun ausgedient haben, um einem Dauernuckeln und eventuell daraus resultierenden Zahnschäden vorzubeugen. Wenn die Ernährung des Babys auf feste Kost umgestellt wird, sollte es lernen, aus einem Trinklernbecher zu trinken. Dazu muss dein Kind den Trink- und Schluckvorgang anpassen. Mit einer Schnabeltasse gelingt der Übergang vom Saugen zum Trinken aus dem Glas am einfachsten. Zahnärzte raten allerdings von Schnabeltassen ab. Wenn du deinem Kind also eine Schnabeltasse anbietest, solltest du darauf achten, dass diese nur als Übergang zu einem gewöhnlichen Becher dient und nicht über längere Zeit benutzt wird. Zeige deinem Kind möglichst bald, wie aus einem Becher getrunken wird. Fülle nur ganz wenig Wasser in den Becher und führe ihn am Anfang gemeinsam mit deinem Kind zu seinem Mund. Mit ein bisschen Übung wird es dein Kind selbst schaffen und immer weniger Wasser daneben schütten.

Ab wann kann das Baby allein trinken?

Erst lange nachdem die Ernährung des Babys auf feste Kost umgestellt wurde, wird es in der Lage sein, eigenständig aus einem normalen Becher trinken zu können. Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich, so sind einige früher daran interessiert und andere später. Etwa zwischen dem 16. und 20. Lebensmonat greifen die meisten Kinder das erste Mal zielsicher zur Tasse um diese unfallfrei an den Mund zu führen.

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