26. Schwangerschaftswoche © Sebastian Kaulitzki - adobe.stocks.com

26. Schwangerschaftswoche (26. SSW) - dein Baby, dein Bauch

In der 26. Schwangerschaftswoche ist der Bauch schon so kugelrund, dass viele Schwangere mit Schlafproblemen kämpfen. Das Einschlafen funktioniert nicht, das Baby ist mächtig aktiv, der Bauch ist im Weg... Helfen kann ein Seitenschläferkissen oder ein Stillkissen, das du bereits in der Schwangerschaft nutzen kannst. Seitlich unter den Bauch geschoben, stützt es diesen, trägt das Gewicht und entlastet dich damit.

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Wie entwickelt sich dein Baby in der 26. SSW?

Dein Baby ist in der 26. SSW ca. 35 cm gross. Es wächst und gedeiht und ist in der Regel sehr aktiv. Wenn es die Augen öffnet, kann es mittlerweile bereits unterschiedliche Schatten und Formen erkennen. Das liegt daran, dass die Augennerven bereits in der 26. Schwangerschaftswoche mit der Grosshirnrinde verbunden sind.

In diesem Stadium haben die meisten Babys blaue Augen. Die endgültige Augenfarbe wird sich in den ersten 18 Monaten entwickeln. Auch das Sehvermögen entwickelt sich erst nach der Geburt vollständig. Wenn dein Baby zur Welt kommt, sieht es ca. 30 cm weit. Das ist ungefähr der Abstand, den dein Baby beim Stillen zu deinem Gesicht hat. Mit etwa acht Monaten sind die Augen dann so ausgereift wie bei einem Erwachsenen, auch wenn es natürlich erst durch eigene Erfahrungen lernen muss, Entfernungen ab- oder Geschwindigkeiten einzuschätzen.

Nach und nach verhärtet das Skelett deines Babys immer mehr. Auch die Finger- und Zehennägel werden fester und wachsen. Allmählich verschwindet das Lanugohaar, bis nur noch kleine Haarflecken am Rücken und an den Schultern zurückbleiben.

Wusstest du, dass offenbar bereits in diesem Stadium der Schwangerschaft feststeht, ob dein Baby Rechts- oder Linkshänder ist? Wissenschaftler haben festgestellt, dass Babys im Mutterleib entweder die linke oder die rechte Hand verstärkt benutzen und das Nuckeln am Daumen der entsprechenden Hand bevorzugen.

Was passiert mit deinem Körper in der 26. SSW?

Mit der 26. Schwangerschaftswoche werden erneut Hormone freigesetzt. Das führt dazu, dass dein Baby noch aktiver ist als bisher und damit auch deinen Schlaf beeinträchtigt. Dein Bauch hat mittlerweile einen solchen Umfang, dass es dir schwerfällt, eine geeignete Schlafposition zu finden. Zudem drückt die Gebärmutter nach unten auf die Harnblase. Diese kann weniger aufnehmen und du musst nachts häufiger zur Toilette. Erfahrene Eltern werden dich vermutlich darauf hinweisen, dass du dich damit an die künftigen Nächte mit Baby gewöhnen kannst.

Auch der Magen muss der wachsenden Gebärmutter weichen. Die Schliessmuskeln sind durch die Hormone gelockert und wenn Magensäure aufsteigt, kommt es zu Sodbrennen. Mit einem zusätzlichen Kissen kannst du dafür sorgen, dass du erhöht liegst, sodass die Magensäure nicht aufsteigen kann.

Schwangere sollten die Rückenlage beim Schlafen vermeiden. In dieser Position drückt die Gebärmutter stark auf die anderen Organe und behindert so den Blutzufluss. Es kann zu Übelkeit und Atemnot kommen. Die ideale Schlafposition in der 26. Schwangerschaftswoche ist deshalb seitlich.

Nach obenhin drückt die Gebärmutter inzwischen das Zwerchfell in die Brusthöhle und engt die Lunge ein. Da sich die Lungenflügel nicht mehr voll ausweiten können, wirst du kurzatmig. Trotzdem solltest du darauf achten, tief in den Bauch zu atmen, damit du und dein Baby ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Das Blutvolumen ist in der Schwangerschaft um 50% erhöht, der Blutdruck höher. Das ist während der Schwangerschaft nichts Ungewöhnliches. Sollte dir allerdings auffallen, dass du stark zunimmst, sehr schlecht siehst oder dein Blutdruck stark ansteigt, kann es zu deutlichem Anschwellen der Extremitäten kommen. Dies sind Anzeichen für eine Präeklampsie, eine sogenannte Schwangerschaftsvergiftung. Dein Arzt / deine Ärztin untersucht deinen Urin deshalb regelmässig auf Eiweiss. Wenn die Präeklampsie frühzeitig erkannt wird, kann sie schnell behandelt werden.

Interessantes für den Vater:

Während der Schwangerschaft verändert sich euer Sexualleben. Im ersten Trimester hat deine Partnerin vielleicht mit Übelkeit zu kämpfen oder Angst, die Schwangerschaft in diesem frühen Stadium zu gefährden. Da hält sich die Lust auf Sex in Grenzen. Im zweiten Trimester geht es den meisten Schwangeren richtig gut, ihre Brüste sind grösser, die Formen runder. Jetzt kommen Fragen auf, wie: Bekommt das Baby etwas mit vom Sex? Was passiert beim Orgasmus, wenn der Bauch hart wird? Kein Grund zur Sorge! Euer Baby liegt sicher und durch das Fruchtwasser gut gepolstert in der Gebärmutter. Solange der Gebärmutterhals noch fest geschlossen ist, schwebt es unbeschadet im Wasser. Es ist auch nicht möglich, dass der Penis bis zum Baby kommt. Nur wenn deine Partnerin zu vorzeitigen Wehen neigt oder der Gebärmutterhals ungewöhnlich früh geöffnet ist, solltet ihr auf Geschlechtsverkehr verzichten. Ansonsten gibt es rein körperlich keinen Grund dafür.

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