Eifersüchtig aufs Baby – so beugst du vor

In deiner Schwangerschaft dreht sich schon vieles um die Ankunft des Babys. Du freust dich, das ist klar. Doch wie geht es deinen Kindern? Freuen sie sich auch auf das Brüderchen oder Schwesterchen? Gerade wenn das erste Kind selbst erst ein- bis dreijährig ist und es gewohnt ist, die ungeteilte Zuwendung seiner Eltern zu bekommen, kann es zu Eifersucht kommen. Doch was können Eltern unternehmen, damit die Eifersucht kein grosses Thema in der Familie wird?

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Wichtig ist, dass das Erstgeborene bereits während der Schwangerschaft mit einbezogen wird. Versuche mit leicht verständlichen Worten zu erklären, dass im Bauch der Mutter nun ein Geschwisterchen heranwächst. Du wirst sehen, dass dein Kind Gefühle wie Vorfreude auf das kommende Baby teilen wird. Die Weichen für ein gutes Zusammenleben der Geschwister sind somit gestellt. Doch wenn das Baby da ist, müssen Vater und Mutter auch einiges beachten.

Erklären - das A und O für ein harmonisches Zusammenleben

Dein Erstgeborenes könnte eifersüchtig werden, wenn es sieht, dass du das Baby stillst. Versuche daher, deinem grösseren Kind zu erklären, dass das Geschwisterchen noch nicht gross genug ist, um "richtiges Essen" zu sich zu nehmen. Formuliere dabei grundsätzlich immer positiv, was das ältere Kind, im Vergleich zu dem Neugeborenen, schon alles kann und alles darf. Kommuniziere viel mit dem älteren Kind, auch wenn du mit dem Baby beschäftigt bist. Eventuell schenkst du deinem älteren Kind eine Puppe, die es auch umsorgen kann. So kann es auch Windeln wechseln, Fläschchen geben oder die Puppe baden – bestimmt findet es Spass dabei.

Tagesablauf mit Neugeborenem

Wichtig ist, dass sich der Tagesablauf des älteren Kindes nicht zu stark ändert. Es darf nicht den Eindruck bekommen, dass sich nun alles um das Baby dreht. Dies wäre fatal und würde die Eifersucht nur umso mehr schüren. Falls dein Erstgeborenes wieder um ein paar "Entwicklungsstufen" zurückfällt, dann nimm es gelassen und sei nicht streng mit ihm. Dies wird ein Zeichen sein, dass es mehr Aufmerksamkeit braucht. Widme ihm viel Zeit und du wirst sehen, sein Verhalten  wird sich wieder ändern, wenn du ihm immer erklärst, wie toll es doch ist, Dinge zu tun, die nur eine "Grosse" oder ein „Grosser“ kann.

Alleinerziehende

Auch wenn Alleinerziehende mit zwei Kindern "alle Hände voll zu tun" haben, braucht der Kopf beim Thema "Eifersucht unter den Geschwistern" nicht gleich in den Sand gesteckt zu werden. Wichtig ist eine gut durchdachte Planung des Tagesablaufes. Du solltest auf keinen Fall den Fehler machen, das ältere Kind direkt nach der Geburt an eine dritte Person oder in den Kindergarten "abzuschieben". Auch wenn du das Gefühl hast, dem grösseren Kind einen Gefallen damit zu tun, es könnte unter Umständen denken, dass du nur noch Zeit fürs „neue“ Baby hast und es sich nicht mehr geliebt fühlt. Auch wenn es stressig wird, umso wichtiger ist es, dass du dir Zeit für dich gönnst oder mal ungeteilte Aufmerksamkeit dem grösseren Kind widmest. Nur wenn du ausgeglichen bist, kannst du entspannt mit deinen Kindern umgehen. Sprich am besten mit anderen Müttern über die Situation. du wirst sehen, dass du nicht alleine bist.

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