Schwangerschafts-Diabetes

Diabetes in der Schwangerschaft © kzenon - istockphoto.com

Diabetes in der Schwangerschaft gehört zu den häufigsten schwangerschaftsbegleitenden Erkrankungen. Diese Glucose-Toleranzstörung, auch Gestationsdiabetes genannt, normalisiert sich in den meisten Fällen nach der Geburt wieder. Unbehandelt können die erhöhten Blutzuckerwerte jedoch die zu Entwicklungsstörungen des Ungeborenen und zu Komplikationen bei der Geburt führen.

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Ein Schwangerschaftsdiabetes Test, der die Blutzuckerwerte in der Schwangerschaft kontrolliert, bringt Aufschluss und schützt das Baby im Mutterleib. Als werdende Mutter solltest du frühzeitig einen Test machen lassen, falls folgende Risikofaktoren zutreffen: Übergewicht, ein Alter über 30 und eine genetische Vorbelastung mit Diabetes mellitus, denn oft bleibt die Erkrankung beschwerdefrei. Doch auch ohne die bekannten Risikofaktoren kann Schwangerschaftsdiabetes entstehen.

Ernährung in der Schwangerschaft - gesund und ausgewogen

Nicht selten bleibt die Erkrankung beschwerdefrei. Ein gesteigertes Durstgefühl und ein erhöhter Blutdruck werden von der Mutter oft als normale Begleiterscheinungen der Schwangerschaft angesehen und nicht weiter beachtet. Deshalb bringt nur ein Schwangerschaftsdiabetes Test Gewissheit, der in der einfachen Variante von den Krankenkassen bezahlt wird. Hierbei wird der Blutzuckerwert im Urin gemessen. Doch nicht jeder Gestationsdiabetes lässt sich im Urin nachweisen, deshalb ist eine Blutzuckermessung die aussagekräftigere Variante. Im sechsten Monat wird ein solcher Test zum Ausschluss der Zuckerkrankheit durchgeführt. Die Blutzuckerwerte werden in diesem Fall nüchtern, sowie ein und zwei Stunden nach der Einnahme einer Zuckerlösung bestimmt. Bei zu hohen Werten nennt man dies Schwangerschaftsdiabetes.

Normalerweise bekommt jede werdende Mutter eine leichte Schwangerschaftsdiabetes mit einer Umstellung der Ernährung in den Griff. Fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt sind besser verträglich als die üblichen zwei bis drei Hauptmahlzeiten. Immer noch denken viele junge Frauen, die schwanger werden, sie müssten "für zwei essen". Doch bis etwa zur 20. Schwangerschaftswoche benötigt der Körper der werdenden Mutter keine zusätzliche Nährstoffzufuhr. Erst ab der 25. Schwangerschaftswoche ist der Nährstoffbedarf leicht erhöht. Mit einem zusätzlichen Glas Milch und einer Banane wird dieser Bedarf jedoch bereits gedeckt. Erfahre hier mehr über die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft...

Vorsorge-Untersuchungen in der Schwangerschaft nutzen

Sollte bei dir eine Gestationsdiabetes diagnostiziert werden, so ist das kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen wird durch eine spezielle Schwangerschaftsdiabetes Ernährung (Diät) eine Normalisierung der Blutzuckerwerte in der Schwangerschaft erreicht. Nur in etwa 15 Prozent der Fälle ist eine zusätzliche Insulingabe erforderlich. Der Begriff Diät bedeutet in diesem Zusammenhang: bedarfsgerechte Ernährung in der Schwangerschaft. Auf dem Teller der werdenden Mama soll es möglichst bunt aussehen: viel Gemüse, viel Obst, verschiedene Milchprodukte, wenig Fett. Bleibt die Schwangerschaftsdiabetes hingegen unbemerkt beziehungsweise wird der Ernährungsplan des Arztes oder der begleitenden Ernährungsberaterin von der zukünftigen Mutter nicht eingehalten, dann wird der überschüssige Blutzucker über die Plazenta an das Baby weitergegeben und als Körperfett angelegt. Ein erhöhtes Geburtsgewicht ist die Folge. Grosse, dicke Kinder verursachen eine schwere Geburt. Auch die Sauerstoffversorgung des Ungeborenen wird beeinträchtigt. Bei nahezu allen Müttern mit unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes ist ein Dammschnitt erforderlich. Jedes zweite Baby muss mit einem Notkaiserschnitt oder der Saugglocke geholt werden, was weitere Risiken für das Baby bedeutet.

Zum Glück ist Schwangerschaftsdiabetes gut behandelbar. Wenn du die empfohlenen Untersuchungen in der Schwangerschaft nutzt, dann ermöglichst du deinem Baby einen guten Start in die Welt.

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