Lippenherpes: Wie gefährlich für Schwangere und Babys © larygin Andrii - stock.adobe.com

Lippenherpes: Wie gefährlich für Schwangere und Babys?

Lippenherpes in der Schwangerschaft ist zwar unschön, aber erst einmal kein Grund zur Sorge. Zeigen sich bei dir die Bläschen an den Lippen, solltest du einige Dinge beachten um dein ungeborenes Baby bestmöglich zu schützen.

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Herpes in der Schwangerschaft tritt häufiger auf. Ca. 90 Prozent der Menschheit trägt den Herpes Simplex Virus bereits seit der Kindheit im Körper. Wurde man einmal damit angesteckt, trägt man ihn ein Leben lang im Körper mit und er kann jederzeit ausbrechen. Vor allem wenn das Immunsystem bereits geschwächt ist, oder du als Schwangere mit den hormonellen Schwankungen zu kämpfen hast, kann der Virus leicht aktiviert werden. Ist der Virus erst einmal ausgebrochen, ist das Virus während der Schwangerschaft ungefährlich für das Baby im Bauch, da die Ansteckungsgefahr sehr gering ist.

Welche Herpesviren gibt es?

Grundsätzlich wird Herpes von zwei unterschiedlichen Viren verursacht. Das Herpes Simplex Virus 1 und das Herpes Simplex Virus 2. HSV1 verursacht Lippenherpes und das HSV 2 Genitalherpes. Beide Herpes Simplex Viren können aber dieselben Erkrankungen auslösen.

Was sind typische Symptome von Herpes?

Klassische Symptome sind kleine Fieberbläschen an den Lippen. Sie können aber im ganzen Gesicht auftauchen, also auch an den Augen oder der Nase.

Wann ist Herpes ansteckend?

Herpes ist hochgradig ansteckend. Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion. Gelangt Speichel von der erkrankten Person an die Schleimhäute einer gesunden Person wird das Virus schnell übertragen. Wie bereits erwähnt, trägt fast jeder Mensch das Virus in sich. Ein Schutz davor ist deshalb praktisch kaum möglich.

Wie gefährlich für Neugeborene? Wie kann ich eine Übertragung vermeiden?

Es gibt drei Wege, wie das Virus auf das Neugeborene übertragen werden kann: Über den Mutterkuchen (5 % Wahrscheinlichkeit), wenn die Mutter die Viren bei einer Erstinfektion im Blut hat. Nach der Geburt durch Tröpfcheninfektion (etwa 10% Wahrscheinlichkeit) und bei der Geburt. Hier ist die Gefahr mit 85% am höchsten. Dies ist aber nur der Fall, wenn du als werdende Mutter unter Genitalherpes leidest. Sollte dies zutreffen, bespreche dich mit deinem behandelnden Arzt, womöglich könnte ein Kaiserschnitt ratsam sein um ungeborene Kinder vor einer Ansteckung zu schützen.

Stillen, wenn ich Herpes habe?

Stillen mit einer Herpeserkrankung ist grundsätzlich möglich, solange die Brust nicht mit Herpesbläschen befallen ist. Fasse dir beim Stillen nicht an die mit Herpes befallenen Stellen und trage sicherheitshalber einen Mundschutz.

Tipps, um das Infektionsrisiko bei Babys gering zu halten:

  • Eltern sollten ihre Kinder keinesfalls küssen, solange sie Herpes haben
  • Nichts mit dem Baby teilen, was mit den Bläschen in Berührung gekommen sein kann (Handtücher, Lappen etc.)
  • Lege sehr viel Wert auf Hygiene und wasche deine Hände regelmässig und desinfiziere sie anschliessend gründlich
  • Vermeide jeglichen Kontakt mit den Bläschen
  • Sollte Babybesuch Herpes haben, darf er nur gucken - nicht anfassen

 

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