Vorzeitige oder wilde Wehen

Wehen in der Schwangerschaft © Drobot Dean - AdobeStock.com

Wilde oder vorzeitige Wehen können sich mit regelmässigen Schmerzen im Bauch oder Rücken äussern. Wehen sind die natürliche Variante, nach 40 Wochen das Baby zu gebären. Doch unter bestimmten Umständen können Frühwehen auftreten. Diese können zu einer Frühgeburt führen und müssen daher verhindert oder gestoppt werden. Schwangere sollten die Ursachen daher kennen, um angemessen reagieren zu können.

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Zu Beginn einer Schwangerschaft werden Ärzte und angehende Eltern den Geburtstermin berechnen. Neben der Vorfreude auf diesen Termin ist er auch wichtig für die Bestimmung der Schwangerschaftswoche. Wenn die Geburt gegen Ende der Schwangerschaft beginnt, sind Wehen völlig normal. Auch einige Wochen oder Tage vor der eigentlichen Geburt können Wehen auftreten. Doch erst, wenn sie regelmässig, anhaltend und deutlich zu spüren sind, handelt es sich um echte Wehen.

Wann beginnt die Geburt zu früh?

Nicht jeder Schmerz in der Schwangerschaft ist eine Wehe. Das zu unterscheiden, fällt vor allem Erstgebärenden schwer. Das ist auch kein Wunder, denn woher soll eine junge Frau wissen, wie sich eine echte Wehe anfühlt. Neben den Geburtswehen, die eine Geburt einleiten, gibt es auch noch andere Formen, die nicht unbedingt bei jeder Frau gleich einsetzen. Dazu gehören zum Beispiel die Senkwehen. Während einige Frauen gar keine Senkwehen verspüren, haben andere Schwangere bereits in der 34. Schwangerschaftswoche starke Schmerzen.

Wilde Wehen

Besonders irritierend sind sogenannte wilde Wehen. Sie sind aber auch sehr nützlich, denn sie trainieren die Gebärmutter. Sie werden deshalb auch Übungswehen genannt. Wenn du dir unsicher bist, ob das Baby auf die Welt möchte oder es sich um wilde Wehen handelt, solltest du ein warmes Bad nehmen. Denn in vielen Fällen verschwinden wilde Wehen in dieser Situation, denn dein Körper entspannt sich. Bleiben die vermeintlichen Übungswehen jedoch bestehen und bleiben sie regelmässig, solltest du ins Spital fahren. Denn hier kann beobachtet werden, was passiert und angemessen darauf reagiert werden.

Besondere Situationen in der Schwangerschaft

Trotz deinen Vorsichtsmassnahmen gibt es auch beängstigende Situationen, die unerwartet und plötzlich auftreten. Dazu gehören zum Beispiel regelmässige Schmerzen im zweiten Schwangerschaftstrimester. Diese sind sofort zu beobachten und gegebenenfalls abzuklären. Denn so zeitige Geburtswehen können gefährlich sein, vor allem für dein Kind. Geburtswehen zeigen immer eine Wirkung - egal in welcher Schwangerschaftswoche sie auftreten – es sind Reaktionen deines Körpers, die zur Geburt führen. 

Eine andere Situation ist ein ungewöhnlicher Schwangerschaftsverlauf. Nicht immer können Ärzte den genauen Geburtstermin berechnen, manchmal gibt es einfach zu viele Unsicherheiten. Reaktionen deines Körpers, die nicht zur Schwangerschaftswoche passen, können daher ein Anzeichen für eine Fehlbestimmung sein. Vertrau auf deine mütterliche Intuition, denn diese ist oft stärker als jede medizinische Erfahrung und Meinung. So kannst du dir sicher sein, dass es dir und deinem Baby gut geht.

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