Kaiserschnitt

Mit dem Kaiserschnitt kann dein Baby auf schonende Weise geboren werden. Ärzte unterscheiden zwischen einem geplanten Kaiserschnitt und einer Notoperation, die durchgeführt wird, wenn es Mutter oder Baby nicht gut geht und eine Gefährdung der Gesundheit vorliegt. Während der Notkaiserschnitt eine Vollnarkose erfordert, kannst du die Geburt beim geplanten Kaiserschnitt bewusst miterleben. Du bekommst eine Rückenmarksnarkose.

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Immer mehr Kaiserschnitte

Die Anzahl der Kaiserschnitte sind im letzten Jahrzehnt angestiegen. Es gibt Mütter, die sich aus verschiedenen Gründen bewusst für eine Schnittentbindung (Wunschkaiserschnitt) entscheiden, weil sie glauben, dass es eine sehr sichere Art ist, das Kleine zur Welt zu bringen. Angst vor dem Geburtsschmerzen spielen bei dieser Entscheidung auch eine Rolle. Immer mehr Ärzte kommen diesem Wunsch nach und führen eine geplante Sectio durch. Darüber hinaus gibt es verschiedene medizinische Indikationen, die einen Kaiserschnitt erfordern. Wenn du Mehrlinge erwartest oder wenn dein Baby im Mutterleib aufgrund von Komplikationen nicht mehr richtig versorgt werden kann, ist eine Schnittentbindung notwendig. Kommt das Neugeborene vor dem errechneten Termin zur Welt, kann es in einem Inkubator optimal versorgt werden. In den Brutkästen können die Bedingungen, die in der Gebärmutter vorliegen, nachempfunden werden. Dem Neugeborenen wird es nach der Frühgeburt gut gehen. Die meisten Babys entwickeln sich optimal weiter und kommen gesund zur Welt.

Frühgeburt durch Kaiserschnitt

Eine Schnittentbindung kann etwa ab der 24. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Ab diesem Zeitpunkt hat das Neugeborene eine gute Überlebenschance. Es haben in der Vergangenheit Frühgeborene überlebt, die vor der 24. Schwangerschaftswoche geboren wurden. In der Regel wird der Arzt jedoch versuchen, das Baby bei Komplikationen so lange wie möglich im Mutterleib zu belassen.

Gründe für einen Notkaiserschnitt

Wenn ein Notkaiserschnitt durchgeführt werden muss, wird die Schwangere in den meisten Fällen nicht darauf vorbereitet sein. Doch welches können Gründe für einen ungeplanten Kaiserschnitt sein? Dies sind unteranderem folgende Situationen:

  • Abfallen der kindlichen Herztöne
  • Bluthochdruck der Mutter
  • Eklampsie/HELLP-Syndrom
  • Fehllage der Plazenta
  • Fieber oder Infektionen bei der Mutter nach dem Blasensprung
  • Gebärmutter-Riss
  • Geburtsstillstand
  • Nabelschnurvorfall
  • Infektionen der Fruchthöhle, der Eihäute, des Mutterkuchens, des Kindes
  • Sauerstoffunterversorgung des Babys
  • Vorzeitige Plazenta-Ablösung
  • Querlage des Kindes

Der Ablauf eines Kaiserschnitts

Die Geburt im Operationssaal musst du nicht allein durchstehen. Du darfst eine Begleitperson mitbringen. Von der Operation siehst du nichts, dein Bauch wird durch ein Tuch verdeckt, das vor deinem Gesichtsfeld hängt. Dein Partner sitzt neben dir. Hast du dich für eine Rückenmarksanästhesie entschieden, um die Geburt miterleben zu können, bekommst du diese, bevor deine Begleitperson bei dir sein darf. Du spürst deinen Unterleib nicht und wirst keine Schmerzen haben.

Der Arzt setzt einen Schnitt an der Bikinilinie, der später nicht zu sehen sein wird. Nach wenigen Minuten wird dein Kind aus dem Bauch gehoben. Dabei kannst du ein leichtes, vielleicht unangenehmes Ruckeln verspüren. Nach der Geburt bekommst du dein Kind in den Arm gelegt und kannst sofort Kontakt herstellen. Während dessen vernähen die Ärzte die Wunde.

Die Geburtsschmerzen wirst du nicht spüren, dafür hast du nach der Geburt Wundschmerzen, gegen die du Schmerzmittel bekommst. Bei normalem Verlauf des Kaiserschnitts kannst du das Spital nach vier bis sechs Tagen verlassen.

Weitere Infos zum Kaiserschnitt findest du auch hier.

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