Verdauung in der Schwangerschaft

Träge Verdauung in der Schwangerschaft? © Eva-Katalin - istockphoto.com

Wer schwanger ist, leidet zu Beginn der Schwangerschaft häufig an Verstopfung. Mindestens ein Drittel der werdenden Mütter, haben mit diesen Beschwerden zu kämpfen.

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Durch die erhöhte Progesteron-Produktion wird die Verstopfung verursacht. Sie bildet eine allgemeine Entspannung der glatten Muskulatur, also er Darmmuskulatur. Das Ungeborene wird so in der Gebärmutter vor Kontraktionen und Erschütterung geschützt. Auch Blähungen oder Sodbrennen sind häufige Schwangerschaftsbeschwerden.

Schwangerschaftsbeschwerden - Verstopfung

Da die Darmmuskulatur entspannt ist, wird das Kind auch mehr Nährstoffe erhalten. Die Nahrung durchläuft den Darm langsamer und wird besser verwertet. Dein Magen leert sich weniger schnell und du verspürst nach den Mahlzeiten ein meist recht lange anhaltendes Sättigungs- und Völlegefühl, manche Frauen leiden auch öfter an Verstopfung. Auch Verdauungssäfte werden reduziert produziert, die Folge, die Nahrung verbleibt länger im Magen.

In der späteren Schwangerschaft kann der Druck, den die Gebärmutter ausübt, ebenfalls die Darmtätigkeit beeinträchtigen. Die Einnahme von Eisenpräparaten, ist ebenfalls Auslöser von unangenehmen Verdauungsbeschwerden.

Verstopfung mit Hausmittel behandeln

Die Verdauung anregen, heisst die Devise bei einer Verstopfung in der Schwangerschaft. Verdauungsprobleme können mit Hausmitteln behandelt werden. So sind pflanzliche Quellmittel. wie Leinsamen, Weizenkleie und Flohsamen in der Schwangerschaft unbedenklich. Als zweite Wahl kann man Lactose-Präparate, isosmotische Abführmittel und Glyzerin-Zäpfchen geben. Dringend abzuraten, ist allerdings von anthrachinonhaltigen Medikamenten und Rhizinusöl. Diese Produkte können Wehen auslösen. Die vermehrte Aufnahme von Natrium- und Magnesiumionen, belasten gerade in den letzten Schwangerschaftswochen, den Körper. Durch zu starkes Pressen beim Stuhlgang können gegen Ende der Schwangerschaft Hämorrhoiden entstehen.

Verdauungsprobleme vorbeugend behandeln

Trinke viel, mindestens 2-3 Liter pro Tag. Schwarzer Tee, auch Eistee, solltest du meiden. Sorge für ausreichende Bewegung im Alltag.

Achte zudem auf eine ballaststoffreiche Kost, wie Vollkornbrot, viel Gemüse und Obst. Bananen, Schokolade und Reis sollten vermieden werden. Verzichte beim Backen auf Weissmehlprodukte und greife stattdessen auf Vollkornmehl oder Haferflocken zurück.

Verdauungsfördernd sind Molke, Kefir, Buttermilch und Naturjoghurt.

Bei Verdauungsproblemen in der Schwangerschaft helfen auch sanfte Bauchmassagen im Uhrzeigersinn. Eine Tasse Löwenzahntee oder ein Glas Pflaumen- oder Sauerkrautsaft pro Tag, wirkt Wunder. Mit in den Bereich der Verstopfung fallen auch die Blähungen. Bei starken Blähungen hilft warmer Tee, hier wirken Fenchel, Kümmel, Anis oder Pfefferminz gut. Ebenfalls auf blähende Lebensmittel verzichten. Auch bei Blähungen ist die Bewegung das A und O. Wenn die Blähungen schmerzhaft sind, hilft ein warmes Kirschkernkissen oder eine Wärmeflasche.

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