37. - 40. Schwangerschaftswoche

Der Platz, den das Kind noch hat, ist sehr spärlich geworden und es wird sich deshalb weniger bewegen. Dein Kind verfügt jetzt dank der sich stark steigernden Gehirnaktivität über ein ausgeprägtes Bewusstsein und sein Sehvermögen bessert sich zusehends. Ein ausgereiftes Kind ist durchschnittlich 51 cm lang und wiegt ungefähr 3300 g.

Bestimmt wartest auch du auf die ersten Anzeichen der Geburt und du weisst nicht recht, was dich genau erwartet. Welches sind sichere Zeichen eines Geburtsbeginns? Wie fühlen sich die echten Wehen an? 

Gegen Ende der Schwangerschaft hast du vielleicht immer häufiger Vor- und Senkwehen, die zum Teil regelmässig über mehrere Stunden am Tag vorkommen können. Dabei wird der Bauch hart und manche Frau verspürt dabei krampfartige Beschwerden im Unterbauch wie während der Menstruation. Meist sind diese Kontraktionen jedoch noch kurz, das heisst so zwischen 15 und 30 Sekunden lang, und hören nach einer gewissen Zeit wieder auf. Ihr Sinn und Zweck besteht darin, den Kopf des Babys noch optimaler ins Becken zu schieben und den Muttermund schon etwas auf die kommende Eröffnung vorzubereiten. Diese Vorwehen sind also ganz normal und ein gutes Zeichen dafür, dass deine Gebärmutter sich schon ein wenig auf die kommende Geburtsarbeit einübt. Wenn du solche Vorwehen nicht kennst, so ist dies kein Grund zur Besorgnis. Es gibt viele Frauen, die keine Vorwehen haben und bei denen dann trotzdem in regelmässigen und kleineren Abständen Geburtswehen einsetzen.

Das Einsetzen der Wehen oder ein sogenannter Blasensprung, auch ohne vorherige Wehentätigkeit, sind die häufigsten Varianten des Geburtsbeginns. Wehen setzen oft in einem regelmässigen Rhythmus ein und treten in immer kürzer werdenden Abständen von einer halben Stunde bis hin zu fünf Minuten auf. Dies ist aber nicht bei allen Frauen so. Es gibt auch Fälle, wo die Wehen wie auf Knopfdruck alle fünf Minuten einsetzen.

Im Allgemeinen gilt folgende Regel: Eine erstgebärende Frau meldet sich im Spital, Geburtshaus oder bei der Hebamme, wenn sie seit mindestens einer Stunde alle fünf Minuten für 45 bis 60 Sekunden Wehen hat, die sie schmerzhaft spürt und schon mit bewusster Atmung begleiten muss. Mehrgebärende sollten etwas früher mit dem Geburtsort Kontakt aufnehmen. Wenn du alle zehn Minuten Wehen hast, die in der oben beschriebenen Länge und Intensität spürbar sind, könnten dies Geburtswehen sein.

Bei Unsicherheiten melde dich zur Absicherung beim Fachpersonal, das dich dann individuell telefonisch beraten oder auffordern wird, zu einer Kontrolle vorbeizukommen. 

Wenn das Kind bis zum errechneten Geburtstermin noch nicht zur Welt gekommen ist, werden die Schwangerschaftskontrollen häufiger durchgeführt. Nach einer bis zwei Wochen nach dem Termin wird dein Arzt mit dir die Geburtseinleitung diskutieren. Übrigens kommen nur 30–40 % aller Babys um den errechneten Geburtstermin zur Welt!

41. und 42. Schwangerschaftswoche

Weiterhin kann eine Gewichtszunahme stattfinden, jedoch nicht mehr so ausgeprägt wie vorher. Die Funktion der Plazenta (Mutterkuchen) kann abnehmend sein, so dass jetzt die Kontrollintervalle verkürzt werden. Auch die Herztöne des Kindes werden regelmässig überwacht, um sein Wohlbefinden und seine Reserven zu testen.

♥ Baby 37. Schwangerschaftswoche - Ein kleines Wunder ♥

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