Frust und Depression seitdem ich schwanger bin

Frust und Depression durch Angst, Druck und Stress © kjekol - AdobeStock.com

Es kommt nicht selten vor, dass ein Mann seine Frau kaum wiedererkennt, wenn sie schwanger ist. Die einst so ausgeglichene Stimmungskanone wird durch die hormonellen Veränderungen plötzlich zu einem unberechenbaren Sprengsatz, der mit allem unzufrieden ist. In diesem Artikel findest du die wichtigsten Informationen zum Thema "Frust in der Schwangerschaft".

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Mögliche Ursachen für den Frust in der Schwangerschaft

Der Körper einer Frau befindet sich in einem absoluten Ausnahmezustand, wenn ein Baby erwartet wird. Ist die Eizelle erst einmal befruchtet, beginnen intern gleich die Um- und Anbaumassnahmen. Diese Massnahmen werden von den Schwangerschaftshormonen gesteuert. Die Hormone in der Schwangerschaft nehmen tiefgreifende Veränderungen im Organismus vor und von denen bleibt auch die weibliche Psyche nicht verschont. Einige schwangere Frauen erinnern somit eher an einen pubertierenden Teenager, als an einen Menschen der mit beiden Beinen fest im Leben steht. Völlig unvermittelt kommen Schwangere in Hochstimmung, die allerdings nach kurzer Zeit in tiefe Traurigkeit und Selbstzweifel umschlagen kann. Dies ist kein Grund zur Sorge, denn so normal wie dieser Vorgang ist, so berechenbar ist er auch. Ob, wie lange und in welcher Schwangerschaftswoche eine Frau unter dieser Launenhaftigkeit leidet, kann nicht vorhergesagt werden.

Frust durch umweltbedingte Einflüsse

Die Stimmungsschwankungen werden jedoch nicht nur von den Hormonen verursacht, denn teilweise sind sie auch umweltbedingt. Oft ist der Erwartungsdruck für eine Schwangere enorm gross, denn schliesslich erwartet jeder eine strahlende und glückliche Mutter, die sich auf ihr Baby freut. Können diese Erwartungen nicht oder nur teilweise erfüllt werden, kann sowohl schlechte Laune als auch eine Depression die Folge sein.

Frust und Depression durch Angst, Druck und Stress

Weiterhin können auch Angstzustände und Stress als Ursachen für den Schwangerschaftsfrust in Frage kommen. Die Angst vor der Geburt und die Ungewissheit, was in der nächsten Zeit alles kommen mag, verunsichert viele Frauen die schwanger sind. In diesen Fällen kann es helfen, mit deiner Hebamme oder mit anderen Müttern zu reden, die dir in dieser Hinsicht zeitlich schon ein wenig voraus sind. So kannst du durch das gezielte Fragestellen wichtige Informationen erfahren, die dir schliesslich die Angst und die Ungewissheit nehmen können. 

Frust durch eine schlecht funktionierende Partnerschaft während der Schwangerschaft

Ein enorm wichtiger Teil deiner Schwangerschaft ist selbstverständlich der Vater deines Ungeborenen. Daher ist dein Partner auch ein wichtiger Ruhepol für dich, der dich in der Schwangerschaft so gut wie möglich unterstützen sollte. Es gibt jedoch auch Männer, denen die ganze Situation selbst über den Kopf wächst und die eben nicht mit vollstem Körpereinsatz für die werdende Mutter da sein können oder auch nicht wollen. Ein Mann kann sich nicht in die Situation einer Schwangeren rein versetzen, schon gar nicht, wenn er zum ersten mal die Schwangerschaft seiner Partnerin erleben darf. Hier hilft vielleicht ein klärendes Gespräch über das Schwangersein, denn erst wenn dein Partner wirklich die Umstände in vollem Umfang klar verstehen kann, ist es ihm möglich, mehr Einfühlungsvermögen für dich und euer Baby zu zeigen.

Frust durch körperliche Beschwerden

Natürlich kommen auch körperliche Ursachen für die Depression in Frage. Besonders in der fortgeschrittenen Schwangerschaftswoche werden Schwangere häufig mit typischen Schwangerschafts-Wehwehchen geplagt, wie ein schmerzender Rücken und schwere, dicke Beine. Darüber hinaus stellt die Frau die oft deutliche, körperliche Veränderung wahr und ist durch das erhöhte Körpergewicht zusätzlich genervt.

Teile mit uns deine Erfahrungen

Wenn auch du unter typischem Frust in deiner Schwangerschaft leidest, solltest du nicht mit deinen Ängsten, Sorgen und Depressionen alleine dastehen. Vertraue dich Menschen an, die dich verstehen können und rede selbstverständlich auch mit deinem Partner darüber. Halte dir hier immer vor Augen, dass der ganze Vorgang zeitlich begrenzt ist und die ganzen Unannehmlichkeiten vergessen sind, wenn du zum ersten Mal deinen kleinen Sonnenschein im Arm hältst.

Wie erging oder ergeht es dir während deiner Schwangerschaft? Hast auch du vielleicht einmal unter einer Depression gelitten? Wie bist du damit umgegangen und wie ergeht es dir jetzt in diesem Moment? Teile deine Erfahrung im untenstehenden Kommentarfeld.

 

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