Einnistung der Eizelle

Die befruchtete Eizelle, auch Blastozyte genannt, nistet sich in der Gebärmutterschleimhaut ein. Ab diesem Zeitpunkt wird sie von der Gebärmutterschleimhaut versorgt, die Schwangerschaft hat begonnen. Gerade Frauen mit Kinderwunsch fragen sich in jedem Zyklus: Wann genau passiert die Einnistung? Kann ich die Einnistung fördern, um die Chancen auf ein Baby zu erhöhen?

Anzeige

Was ist die Einnistung? Wann findet sie statt?

Die Einnistung der befruchteten Eizelle kann als tatsächlicher Beginn der Schwangerschaft bezeichnet werden. Die Zählung der Schwangerschaftswochen beginnt zwar ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung, eine Befruchtung hat jedoch noch nicht stattgefunden, sondern genau genommen erst zu Beginn der rechnerischen 3. Schwangerschaftswoche (einen regelmässigen Zyklus voraussgesetzt).

Bei der Einnistung hat die befruchtete Eizelle mit mittlerweile rund 100 Zellen den idealen Platz in der Gebärmutter gefunden, der Sauerstoffaustausch mit dem Blut der Mutter beginnt. Die ersten Anlagen der späteren Fruchtblase, in der das Baby bis zur Geburt wächst, werden gebildet.

Ungefähr fünf bis sechs Tage nach der Befruchtung durch eine Samenzelle findet die Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut statt. Bei diesem Prozess wird die Eizelle von der Gebärmutterschleimhaut nahezu ganz zugedeckt. Von nun an beginnt die Produktion des Schwangerschaftshormons hcG (humanes Choriongonadotropin), welches den Beginn der nächsten Regelblutung verhindert. Der Kinderwunsch steht am Beginn der Erfüllung.

Was sind die Symptome einer Einnistung?

Frauen, die sich wünschen, schwanger zu werden, fragen sich häufig, ob sie die Einnistung der Eizelle spüren können oder mindestens Symptome wahrnehmen. Jedoch gibt es keine typischen Symptome, die auf eine Einnistung hindeuten. Einige Frauen spüren hingegen die unterschiedlichen Phasen ihres Zyklus und können genau sagen, wann sie einen Eisprung haben. Verantwortlich dafür sind die Hormone, die den gesamten Zyklus steuern. Ein kleiner Schmerz oder ein Ziehen im Unterleib kann auf eine Einnistung ebenso hindeuten, wie eine sehr schwache, helle Blutung, die um ein vielfaches geringer ist, als die Regelblutung (Einnistungsblutung genannt). Auch ein vermehrter Harndrang kann für den Beginn der Schwangerschaft sprechen. Diese Symptome sind jedoch sehr unspezifisch und können viele andere Ursachen haben. In turbulenten Zeiten können sie auch gar nicht auffallen.

Wie kann die Einnistung gefördert werden?

Möchtest du deinen Kinderwunsch erfüllen und schwanger werden, vermeide Stress, negative Gedanken und Infektionen mit Krankheitserregern. Achte auf eine gesunde Ernährung und verbringe viel schöne Zeit mit deinem Partner. Klappt es längere Zeit nicht, schliesse körperliche Ursachen wie Hormonstörungen mit der Hilfe deines Frauenarztes aus.

In jedem Zyklus hast du eine 30-prozentige Chance auf eine Schwangerschaft. Auch ein zu grosser Wunsch nach einem Baby kann Stress verursachen. Daher sprich mit Vertrauenspersonen wie deinem Partner über den Kinderwunsch und lasst euch Zeit für Momente, in denen andere Wünsche und Bedürfnisse im Vordergrund stehen.

 

Tags:

Deine Bewertung:

5/5 (1 Stimme)

KOMMENTARE (0)