Gelbkörperschwäche: Symptome, Ursachen und Behandlung

Klappt es mit dem schwanger werden nicht, kann eine Gelbkörperschwäche eine Ursache sein. Dabei wird das Gelbkörperhormon Progesteron in zu geringen Mengen ausgeschüttet. Die Einnistung einer befruchteten Eizelle bleibt ganz aus oder erfolgt unter schlechten Bedingungen, was eine Fehlgeburt zur Folge haben kann.

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Was ist eine Gelbkörperschwäche?

Eines der wichtigsten Sexualhormone der Frau ist das Progesteron, auch als Gelbkörperhormon bekannt. Es wird nach dem Eisprung vom sogenannten Gelbkörper gebildet und sorgt für eine stabile Einnistung der befruchteten Eizelle. Eine Gelbkörperschwäche liegt dann vor, wenn die Eierstöcke der Betroffenen zu wenig Progesteron produzieren. Mit Hilfe des Progesterons werden Folgehormone produziert, die für eine stabile Schwangerschaft verantwortlich sind. Bleibt der Kinderwunsch lange Zeit unerfüllt, kann dies an einem "zu wenig" an Progesteron liegen.

Symptome und Ursachen einer Gelbkörperschwäche

Ein wichtiges Indiz für einen Mangel an Progesteron ist eine zu kurze zweite Zyklusphase. Die zweite Zyklusphase ist die Phase nach dem Eisprung der Frau, die auch als Gelbkörperphase bezeichnet wird. Um diese Verkürzung festzustellen, müssen Frauen ihren Zyklus jedoch ganz genau kennen und den Eisprung mit Hilfe der Temperaturmessmethode sicher ermitteln können. Frauen, die schwanger werden wollen haben sich meistens bereits mit diesem Thema befasst.

Liegt ein Progesteronmangel vor, sinkt die kurzfristig um wenige Zehntel gestiegene Körpertemperatur nach dem Eisprung zu schnell ab; der Temperaturanstieg sollte nämlich länger als zehn Tage bestehen bleiben.

Ein weiteres, besser zu erkennendes Symptom ist das Auftreten von Schmier- und Zwischenblutungen nach dem Eisprung. Auch unspezifische Symptome wie Blasenschwäche, Zysten an den Eierstöcken, Myome in der Gebärmutter, Gelenk- und Muskelschmerzen aber auch Fehlgeburten in der Vergangenheit können auf einen Mangel an Progesteron hindeuten.

Liegt eine entsprechende Hormonstörung vor, sind die Ursachen meist vielfältig und nicht zweifelsfrei ermittelbar: Eine durchgemachte Infektion kann die Eierstöcke einer Frau geschädigt haben. Aber auch Störungen der Funktion der Schilddrüse, der Nebenniere und/oder der Bauchspeicheldrüse können die Ursache sein. Ebenfalls steht Diabetes im Verdacht, Einfluss auf die Bildung von Gelbkörpern und in der Folge Progesteron zu haben. Auch ein Reizdarm, Vitamin- und Nährstoffmangel oder Umweltbelastungen und andere Hormonstörungen können zu einer verminderten Bildung der wichtigen Gelbkörper in den Eierstöcken führen. Ausbleibende Schwangerschaft und unerfüllter Kinderwunsch oder eine Fehlgeburt können dann die Folge sein.

Behandlung Gelbkörperschwäche

Vermuten Frauen, an einer Gelbkörperschwäche zu leiden, ist der Gang zum behandelnden Frauenarzt der nächste Schritt. Hilfreich für den Arzt ist es, wenn die Frau bereits mehrere Zyklen intensiv beobachtet hat und Informationen dazu liefern kann. Hierzu gehört zum Beispiel ein zu rascher Abstieg der Basaltemperatur nach dem ermittelten Eisprung. Damit es mit dem Schwanger werden dennoch klappt, wird der Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Hierzu gehört die Messung von bestimmten Hormonspiegeln.

Die Heilpflanze Mönchspfeffer kann die Hormonfunktion der Frau nachweislich stabilisieren. In kleineren Studien konnte die Fruchtbarkeit betroffener Frauen nachweislich positiv beeinflusst werden. Die Einnahme von Mönchspfeffer kann daher eine bereits begonnene Therapie unterstützen und sollte mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

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