Schuldgefühle und negative Gedanken

Schuldgefühle und negative Gedanken

Das Ausbleiben der ersehnten Schwangerschaft kann eine sehr schmerzhafte Erfahrung sein. Für manche Frauen bricht die Welt zusammen, andere hoffen, dass es irgendwann klappt. Vielleicht fragst du dich, wie du ohne ein Kind jemals glücklich sein kannst. Ist ein Kind nicht der Sinn des Lebens? Um dich von diesen gedanklichen Blockaden zu lösen, solltest du mit anderen über deine Gefühle sprechen und einen Plan B entwickeln.

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Wie du dich von negativen Gedanken löst

Was wäre, wenn es nicht klappt? Irgendwann schwindet die Hoffnung. Bleibt die ersehnte Schwangerschaft aus, fällt es schwer, werdende Mütter mit ihren dicken Bäuchen zu sehen. Sprich mit anderen darüber! Freunde, Verwandte und natürlich der eigene Partner können dir unglaublich viel emotionale Unterstützung schenken. Du musst dich aber trauen, über deine Hoffnungen und Sehnsüchte oder Neidgefühle zu sprechen. Dich anderen anzuvertrauen hilft dir, besser mit den negativen Emotionen umzugehen und du musst endlich nicht mehr schauspielern.

Rede dir keine Schuldgefühle ein

Vielleicht fühlst du dich schuldig, weil du früher geraucht und Alkohol getrunken hast, weil du viel Stress hattest und dein Leben nicht in "geregelten Bahnen" verlief. Aber mache dir bewusst, dass solche Verhaltensweisen normal sind. Jede Frau hat irgendwann einmal etwas getan, was die Fruchtbarkeit rein theoretisch beeinträchtigen könnte und sei es nur, dass sie sich nicht immer vorbildlich gesund ernährt hat. Keiner ist perfekt. Würdest du einer guten Freundin ein schlechtes Gewissen einreden, weil sie früher Alkohol getrunken hat? Nein! Also sei auch gnädig mit dir selbst.

"Entspann dich!" - Wie soll das gehen?

"Entspann dich!" ist der ewige Rat an Frauen, die schwanger werden möchten. Vielleicht kannst du es schon nicht mehr hören. Wie willst du dich entspannen, wenn dein Lebenstraum auf dem Spiel steht? Hilfreich ist alles, was dir gut tut. Nimm frühere Hobbys wieder auf, triff dich mit Freunden und lenke dich ab. Denn wenn du dir selbst etwas sehnlich wünschst, dann spielt dir das Gehirn einen Streich - du siehst nur noch das, was dich beschäftigt. Überall um dich herum scheinen glückliche Familien und Schwangere zu sein. Und du scheinst zu versagen, wenn du das nicht auch erreichst. Doch selbst wenn es schwer fällt, solltest du die Aufmerksamkeit auf etwas richten, was bei dir gut läuft. Denke darüber nach, was du in deinem Leben schätzt und das in allen Facetten.

Fazit - Neuorientierung und vielleicht ein neuer Anfang

Du stehst vor der grossen Herausforderung und musst dich vielleicht von einem Lebenstraum verabschieden. Nimm dir Zeit für diesen Abschied: Gönne dir Momente des Rückzugs, wenn du diese brauchst. Ob mit oder ohne Kind - du wirst diese schmerzliche Phase überwinden. Dass dies gelingen kann, zeigt eine Studie der Psychologin Tewes Wischmann vom Universitätsklinikum Heidelberg. Sie fand heraus, dass es langfristig zwischen Paaren mit Kindern und ungewollt kinderlos gebliebenen Paaren häufig kaum Unterschiede in der Lebenszufriedenheit gibt. Stattdessen hat die überwundene Krise beide noch mehr zusammengeschweisst.

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